Meine-Islam-Reform

Die persönliche Seite einer Religion

  • Full Screen
  • Wide Screen
  • Narrow Screen
  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Die Shahada

Orthodoxe Shahada als kalligrafischer Schriftzug in der Wasir-Khan-Moschee in LahoreDie Shahada ist die erste Säule des orthodoxen Islam und lautet: "La ilaha il allah muhammad rasululah" - "Es gibt keinen Gott außer Gott und Muhammad ist sein Gesandter". Es ist bemerkenswert, dass ein solches Glaubensbekenntnis im Koran nicht existiert. In Sure 3 Vers 18 findet sich lediglich folgendes:

"Allah bezeugt, daß es keinen Gott gibt außer ihm. Desgleichen die Engel und diejenigen, die das Offenbarungswissen besitzen. Er sorgt für Gerechtigkeit (qaa'iman bil-qisti). Es gibt keinen...


Weiterlesen...

Tod im Puppenspiel

E-Mail Drucken PDF
Benutzerbewertung: / 2
SchwachPerfekt 

Es wird häufig angenommen, daß religiöse Sichtweisen und Meinungen erst im Laufe des Lebens erworben bzw. kulturell indoktriniert werden. Dies ist jedoch falsch, wie die Psychologen Jesse Bering und David Bjorklund an der Florida Atlantic University mit Hilfe eines Puppenspiels nachweisen konnten. Dabei wurde Kindern im Alter von vier bis zwölf Jahren die Geschichte einer kleinen Maus erzählt, die sich verläuft, Hunger hat und schließlich von einem Krokodil verschlungen wird. Die Geschichte endet mit den Worten: „Tja, es sieht so aus, als ob unsere Maus von Mr. Alligator gefressen wurde, unsere Maus lebt nicht mehr.“. Im Anschluß an diese Vorführung wurden die Kinder befragt, was es für sie bedeuten würde, daß die Maus tot sei: Habe sie immer noch hunger? Sei sie noch immer auf der Suche nach Ihrem zu Hause? Mehrheitlich meinten die Kinder, daß die Maus zwar nicht mehr hungrig sei, gerade jüngere Kinder sagten aber,  die Maus habe noch immer Gedanken und liebe ihre Mutter und Käse.


Den Kinder war also klar, daß der Körper der Maus nicht mehr funktionierte, gleichzeitig lebte die Maus in Ihren Augen jedoch auf einer anderen Ebene irgendwie weiter. Jesser Bering kommentierte dies im New York Times Magazine mit den folgenden Worten: „In dieser Studie scheint sich zu zeigen, daß die Vorstellung von einem Leben nach dem Tod deshalb so stark ist, weil ihr unsere Unfähigkeit zugrunde liegt, uns unsere eigene Nicht-Existenz ausmalen zu können.“ Dies gelte auch für andere Personen, denen man Zuneigung entgegen bringt.
Dieses Experiment wurde von Bering noch einmal wiederholt – mit Kindern aus einer katholischen und einer konfessionslosen Einrichtung. Dabei stellte sich heraus, daß alle Kinder ähnliche Jenseitsvorstellungen hatten – bei den konfessionslos erzogenen Kindern waren diese nur stärker verblaßt, als bei den katholisch Erzogenen. „Das ist genau das Gegenteil des Musters, das jemand erwarten würde, wenn die Ursprünge des Glaubens ausschließlich auf kulturelle Indoktrination zurückgingen“, sagt Bering. Er schließt daraus, daß die Vorstellung einer unsterblichen Seele und die Präsenz unsichtbarer Kräfte bereits im kindlichen Gehirn angelegt ist.



Quellen:
„Die Vermessung des Glaubens“ von Ulrich Schnabel

 


Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

You are here: Artikel Allgemein Tod im Puppenspiel