Meine-Islam-Reform

Die persönliche Seite einer Religion

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Das Gebet im Koran

Im orthodoxen Islam ist man der Ansicht, dass der Koran nicht ausreichen würde, um das Gebet zu beschreiben. Daher greift man diesbezüglich auf die Ahadith zurück. Dies geht einher mit dem Gedanken, die Durchführung des Gebets müsste wie eine Gebrauchsanweisung in allen Einzelheiten beschrieben sein, ohne bzw. mit nur ehr wenig individuellen Möglichkeiten. Dies ist für sich betrachtet in sich schlüssig und korrekt. Es ist jedoch ein Irrtum anzunehmen, dass es nicht auch anders ginge und eben...


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Tod im Puppenspiel

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Es wird häufig angenommen, daß religiöse Sichtweisen und Meinungen erst im Laufe des Lebens erworben bzw. kulturell indoktriniert werden. Dies ist jedoch falsch, wie die Psychologen Jesse Bering und David Bjorklund an der Florida Atlantic University mit Hilfe eines Puppenspiels nachweisen konnten. Dabei wurde Kindern im Alter von vier bis zwölf Jahren die Geschichte einer kleinen Maus erzählt, die sich verläuft, Hunger hat und schließlich von einem Krokodil verschlungen wird. Die Geschichte endet mit den Worten: „Tja, es sieht so aus, als ob unsere Maus von Mr. Alligator gefressen wurde, unsere Maus lebt nicht mehr.“. Im Anschluß an diese Vorführung wurden die Kinder befragt, was es für sie bedeuten würde, daß die Maus tot sei: Habe sie immer noch hunger? Sei sie noch immer auf der Suche nach Ihrem zu Hause? Mehrheitlich meinten die Kinder, daß die Maus zwar nicht mehr hungrig sei, gerade jüngere Kinder sagten aber,  die Maus habe noch immer Gedanken und liebe ihre Mutter und Käse.


Den Kinder war also klar, daß der Körper der Maus nicht mehr funktionierte, gleichzeitig lebte die Maus in Ihren Augen jedoch auf einer anderen Ebene irgendwie weiter. Jesser Bering kommentierte dies im New York Times Magazine mit den folgenden Worten: „In dieser Studie scheint sich zu zeigen, daß die Vorstellung von einem Leben nach dem Tod deshalb so stark ist, weil ihr unsere Unfähigkeit zugrunde liegt, uns unsere eigene Nicht-Existenz ausmalen zu können.“ Dies gelte auch für andere Personen, denen man Zuneigung entgegen bringt.
Dieses Experiment wurde von Bering noch einmal wiederholt – mit Kindern aus einer katholischen und einer konfessionslosen Einrichtung. Dabei stellte sich heraus, daß alle Kinder ähnliche Jenseitsvorstellungen hatten – bei den konfessionslos erzogenen Kindern waren diese nur stärker verblaßt, als bei den katholisch Erzogenen. „Das ist genau das Gegenteil des Musters, das jemand erwarten würde, wenn die Ursprünge des Glaubens ausschließlich auf kulturelle Indoktrination zurückgingen“, sagt Bering. Er schließt daraus, daß die Vorstellung einer unsterblichen Seele und die Präsenz unsichtbarer Kräfte bereits im kindlichen Gehirn angelegt ist.



Quellen:
„Die Vermessung des Glaubens“ von Ulrich Schnabel

 


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