Meine-Islam-Reform

Die persönliche Seite einer Religion

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Das Gebet im Koran

Im orthodoxen Islam ist man der Ansicht, dass der Koran nicht ausreichen würde, um das Gebet zu beschreiben. Daher greift man diesbezüglich auf die Ahadith zurück. Dies geht einher mit dem Gedanken, die Durchführung des Gebets müsste wie eine Gebrauchsanweisung in allen Einzelheiten beschrieben sein, ohne bzw. mit nur ehr wenig individuellen Möglichkeiten. Dies ist für sich betrachtet in sich schlüssig und korrekt. Es ist jedoch ein Irrtum anzunehmen, dass es nicht auch anders ginge und eben...


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Ist Alkohol im Islam verboten?

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SchwachPerfekt 

In vielen Diskussionen über Alkohol habe ich erlebt, daß unabhängig davon, ob die Personen den Ahadith folgen oder nur dem Koran Alkohol als vollständig verboten erachtet wird.

Im folgenden werde ich versuchen dieser Debatte durch eine Analyse der klar verständlichen Verse des Koran ein Ende zu setzen.

 

"O you who believe, do not approach the Salat while you are intoxicated, until you know what you are saying. Nor if you have had intercourse, unless travelling, until you bathe. And if you are ill, or traveling, or one of you has excreted feces, or you had sexual contact with the women, and could not find water, then you shall select from the clean soil; you shall wipe your faces and hands. God is Pardoning, Forgiving." (4:43)

"O you who believe, intoxicants, and gambling, and altars, and arrows of chance are tools of affliction used by the devil. You shall avoid him so that you may be successful." (5:90)

"They ask you about intoxicants and gambling. Say: “In them is great harm, and a benefit for the people; but their harm is greater than their benefit.” And they ask you how much are they to give, Say: “The excess.” It is thus that God clarifies for you the revelations that you may think." (2:219)

"And from the fruits of the palm trees and the grapes you make wine and a good provision. In that is a sign for a people who comprehend." (16:67)

"Is the example of Paradise; that the righteous have been promised with rivers of pure water, and rivers of milk whose taste does not change, and rivers of wine that are delicious for the drinkers, and rivers of strained honey, and for them in it are all kinds of fruits, and a forgiveness from their Lord; like that of those who abide in the Fire, and are given to drink boiling water that cuts-up their intestines?" (47:15) 

 

Die gängigen Argumente, welche aus diesen Versen extrahiert werden, finden sich im Folgenden nun aufgezählt und mit einer entsprechenden Antwort versehen:

 

1. Argument: Alkohol ist "haram/verboten"

Dieses Argument wird üblicherweise von Befürwortern der Ahadith und Gelehrten ins Felde geführt, die dafür keinerlei Beleg aus dem Koran anbieten können. Deren Aussage basiert auf keinerlei Kenntnissen darüber, daß der Koran sehr klar und direkt die Dinge benennt, die haram sind (beachten Sie hierzu Sure 5 Vers 3 als Beispiel dafür ,wie der Koran Dinge als verboten kennzeichnet).

Konfrontiert man sie mit den offensichtlichen Widersprüchen ihrer Aussage wie dem Vers (Sure 4 vers 43), der aussagt, daß eine Person nicht beten solle, wenn sie berauscht ist, so geraten sie ins Trudeln und sie sagen, daß Alkohol am Anfang der koranischen Offenbarung erlaubt gewesen sei, um die Menschen vor der neuen Religion nicht abzuschrecken (Gott hatte kein Problem damit, die Struktur ihres sozialen politischen und religiösen Lebens zu zerstören, aber damit die Menschen dadurch zu stören, indem er ihnen ihre Getränke nimmt!). Und als der Islam etabliert war, wurde der Alkohol dann verboten.

 

2. Argument: Gott sagt, daß Alkohol "gemieden werden soll" und dies ist viel weitgreifender, als "haram/verboten"

Diese Ausage ist, obwohl sie falsch ist, sehr kreativ. Man hat sich entschlossen, eine neue Kategorie zu erschaffen, nämlich "schlimmer, als verboten" und beruft sich dabei auf Sure 5 Vers 90, von dem man behauptet, Gott sage darin den Menschen, die sollten Alkohol meiden und dies sei viel weitgreifender, als ein Verbot, denn man müsse sich dadurch von Plätzen und Situationen, die mit Alkohol in Zusammenhang stehen fernhalten.

SHAKIR: O you who believe! intoxicants and games of chance and (sacrificing to) stones set up and (dividing by) arrows are only an uncleanness (Rijs), the Shaitan's work; shun it therefore that you may be successful. (5:90)

Warum ist dieses Argument falsch?

Aus dem einfachen Grunde, daß dieser als Beweis zitierte Vers falsch übersetzt wurde.

Das fragliche Wort lautet "faijtanibuh". Fast alle Übersetzer und selbst Mutterstprachler beziehen diesen Begriff (der vermeiden/fernbleiben bedeutet) automatisch auf den Alkohol am Anfang von Sure 5 Vers 90. Was dem umsichtigen Leser jedoch sofort auffällt ist, daß das Wort mit dem "H" endet, welches im Arabischen "dhameer" heißt und sich stets  auf einen Singular bezieht.

Der fragliche Vers hat nun aber nur zwei Singularformen, auf die man sich beziehen kann: 1. Rijs/Unreinheit und 2. Shaitan.

Während die Mehrheit sich natürlich für Rijs entschieden hat, um die Theorie, daß der Alkohol zu vermeiden sei zu festigen, bezieht sich der Vers korrekterweise auf den Teufel "Shaitan", wie man aus dem folgenden Vers ersehen kann:

"The devil only wants to cause strife between you through intoxicants and gambling, and to repel you away from remembering God and from the Salat. Will you be deterred?" (5:91)

Daher lautet die richtige Übersetzung:

"O you who believe, intoxicants, and gambling, and sacraments, and fortunes are foul tools used by the devil. You shall avoid him so that you may be successful." (5:90)

 

3. Argument: Alkohol ist "ithm" (Sünde) und "Ithm" ist verboten

Dieses Argument basiert auf den Versen 2:119 und 7:33.

So wie das zweite Argument fußt dieses nicht auf einem Studium des Koran.

Während "ithm" (Sünde) in Sure 7 Vers 33 in der Tat klar verboten ist, sagt der vers, der mit Alkohol und "ithm" in Verbindung steht "fihima ithm" (in ihnen ist Sünde) und nicht "sie sind Sünde". Daraus folgt, daß Alkohol selbst keine Sünde ist, sondern, daß man damit Dinge tun kann, die Sünde produziern können (was damit übereinstimmt, daß der Teufel diese Dinge gegen die Menschen benutzt).

 

Schlußfolgerung

1. An keiner Stelle wird Alkohol im Koran verboten.

2. Gott informiert uns, daß man das gebet nicht verrichten soll, wenn man berauscht ist. Dies widerlegt das "Haram"-Argument.

3. Gott sagt uns, daß das Paradies Flüsse voll Alkohol bereithält, ebenso wie Milch und Honig. Dies widerlegt ebenfalls das "Haram"-Argument, denn an keiner Stelle wird Schwein, Blut oder andere verbotene Dinge verfügbar gemacht

4. Der Vers, der am häufigsten genutzt wird, um Alkohol zu ächten spricht vom Teufel, den man meiden soll und nicht dem Alkohol.

Es ist also deutlich zu sehen, daß Alkohol nicht verboten ist. Das einzige Verbot diesbezüglich bezieht sich darauf, daß Gebet im berauschten Zustand zu verrichten.

Doch nach all dem genannten muß darauf aufmerksam gemacht werden, daß Alkohok mit Vorsicht zu genießen ist, denn er kann zu Sünde führen und ist eines der beliebten Mittel des Satans um die Menschheit zu verführen.


Quelle: http://www.free-minds.org/alcohol2

Bildquelle: pixelio.de

Da es für die genannten Koranverse teilweise keine deutsche Entsprechung gibt, die dem Sinn der englischen Übersetzungen entspricht, wurde auf eine deutsche Übersetzung verzichtet.

 


Kommentare  

 
+1 # Alkohol VerbotJawed 2010-02-12 01:33
Es ist leider einfach lächerlich zu sagen, das Alkohol Halal wäre.

Wir lesen ganz klar und deutlich in 5:90 das Berauschendes verboten ist. Alokohl berauscht sehr stark, genauso wie Drogen. Daher ist es Haram. Da braucht man sich keinen Schwachsinn rein zu intepretieren. Es ist eindeutig und klar bewiesen das Alkohol Haram ist.

Wir lesen im Tafsir von Muhammad Ibn Ahmad Ibn Rassoul (S. 230) über den Vers 5.90:

Über das Alkoholverbot, wurde die Entscheidung Allāhs darüber im Qur’ān im 6. Jahr
n.H. in Al-Madīna offenbart. "Berauschendes" ist ein allumfassender Begriff, der in diesem Vers
Rauschmittel und alkoholische Getränke einschließt. Glücksspiel, Opfersteine und Lospfeile
galten als Brauchtum aus der Zeit der Unwissenheit vor dem Islam (arab.: Ǧāhiliyya). Die
Lospfeile wurden zum Wahrsagen benutzt.


Zudem haben wir einen klaren Beweis in der Sunna des Gesandten(a.s.s).

Anas Ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: "Die Bestrafung wegen des alkoholtrinkens wurde von dem Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, durch Schlagen mit Palmzweigen und Schuhen vollzogen und Abu Bakr vollzog sie mit vierzig Peitschenhieben ."

'Abdullah Ibn 'Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: "Wer das Berauschende im Dießeits getrunken, und es dann nicht reumütig unterlassen hat, dem wird es im Jenseits vorenthalten werden. "

Anas berichtete: "Das Berauschende wurde uns zur Zeit verboten, als das Verbot offenbart wurde und zu jener Zeit fanden wir (in Al-Madina) nur sehr wenig vom Wein aus Weintrauben. Unser Berauschendes war gewöhnlich der Wein aus Weintrauben und der Dattelwein."

Ibn 'Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: "'Umar stand auf, begab sich zum Podest und sagte: »Sodann, das Berauschende ist verboten worden, und dabei handelt es sich um fünferlei: (Der Wein) aus Weintrauben, Datteln, Sirup, Weizen und Gerste. Und das Berauschende ist alles, was den Menschengeist beeinträchtigt! «"*(*Nach dieser Aussage ist jede Form von Rauschmitteln, sei es Tabletten, Injektion, Inhalation usw, auch verboten)

Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: "Ein Mann, der alkohol trank, wurde dem Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, vorgeführt, und er sagte: »Schlaget ihn!« Einige von uns schlugen mit der Hand, andere mit dem eigenen Schuh oder mit dem eigenen Kleidungsstück. Als er wegging sagten einige Leute: »Allah möge dich mit deiner Schande im Stich lassen!« Der Prophet aber sagte:»Ihr dürft das nicht sagen, damit ihr Satan nicht gegen ihn helft!«"

'A'ischa Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete: "Als die letzten Verse der (2.) Sura Al-Baqara offenbart wurden, rezitierte sie der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, in der Moschee und verbot anschließend den Handel mit dem alkohol."

Alhamdulilah das es ein klares Alkohol Verbot gibt.
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+8 # AntwortAdmin 2012-07-28 01:23
Salam Jawed, möge der Frieden mit Dir sein!

Selbstverständl ich ist Deine Sichtweise bezüglich des Koran zu respektieren, jedoch sehe ich, daß Du die Inhalte des von mir übersetzten Artikels bei Deiner Betrachtung nicht berücksichtigst :
Zum einen stützt Du Dich auf eine Reihe von Ahadith. Diese werden jedoch vom Autor des Artikels überhaupt nicht als Quelle anerkannt, weswegen es nicht sinnvoll ist, mit diesen zu argumentieren.
Ferner beziehst Du Dich auf 5/90 und schließt daraus, daß in eben jenem Vers Alkohol verboten werden würde. Dies ist Dein gutes Recht nur ist es kontraproduktiv und schadet Deinem Ansinnen, da der Autor detailliert auf diesen Vers eingeht und aufzeigt, daß Deine Interpretation problematisch ist. Dem setzt Du nichts entgegen. Auch auf den vom Aitor angeführten inneren Widerspruch bei Deinem Verständnis übergehst Du.
Aus diesen Gründen komme ich zu dem Ergebnis, daß Du lediglich die orthodoxe Meinung von Sunniten und Schiiten wiedergibst, ohne dies anhand des Textes zu reflektieren. Von daher sehe ich in Deinem Kommentar keine Entkräftung der vorgelegten Argumente.

Ausführungen dazu, weswegen die Sunna nicht anerkannt wird findest Du auf den folgenden Seiten:
meine-islam-reform.de/.../...
meine-islam-reform.de/.../...
meine-islam-reform.de/.../...
meine-islam-reform.de/.../...
meine-islam-reform.de/.../...
meine-islam-reform.de/.../...

Wa salam,

Andreas Heisig
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-9 # Alkohol - WeinstöckeRolf Dieter 2010-11-05 15:12
Ich frage mich, wieso dann von Muslimen Wein und Drogen angebaut werden??? Siehe Artikel 13:4
Ich finde es äusserst verwerflich einerseits ein Verbot auszusprechen und andererseits diese "Drogen" anzubauen ... um anderen Menschen Leid zuzufügen? Oder nur aus Gier nach Geld ...
Dies alles ist doch laut Koran auch nicht gewünscht oder erlaubt ...

Friede sei mit Euch
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+2 # rolf dietersherwin 2013-01-08 22:38
ich frage mich warum Juden oder Christen menschen töten und vergewaltigen bitte beurteile eine Religion nicht danach was irgendwelche typen machen der Koran ist unser Maßstab
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0 # AntwortAbdullah 123456 2015-03-29 14:45
tust du mir leid du unwissender hast auch nix von der früh islamische zeit gehört was laut deine Argumentation festzustellen ist. Der Koran wurde nicht in 1 ein tag herab gesandt deshalb erst nicht vor dem Gebet und danach das denn bleiben. Weißt du manche Menschen sehen nicht und hören nicht weil sie ein Vorhang vor ihre Augen haben du gehörst zu den. wir werden uns im jenseits sehen wenn du dich für diese Worte verantworten musst. Möge Allah dir trotzdem verzeihen du gehörst zu den unwissenden
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