Meine-Islam-Reform

Die persönliche Seite einer Religion

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Die Hadsch

Karte des Weges von Arafat nach MekkaIm folgenden eine kleine Darstellung der Regeln der Pilgerfahrt, wie sie im Koran beschrieben ist.

 

Pflicht:

Sure 2 Vers 196: "Führt die Wallfahrt (hadsch) und die Besuchsfahrt (`umra) (mit allen ihren Zeremonien) im Dienste Allahs durch! Und wenn ihr (durch feindlichen Widerstand an der Ausführung der Wallfahrtszeremonien) behindert seid, dann (bringt als Sühne für die Unterlassung) an Opfertieren (dar), was (für euch) erschwinglich ist! Und schert euch nicht den Kopf, bis die Opfertiere ihre...


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Trinität im Koran?

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SchwachPerfekt 

Oftmals wird dem Koran vorgeworfen, er wende sich gegen eine falsch verstandene Trinität, die es unter Christen so nicht gäbe. Diese Aussage ist jedoch falsch. Der Begriff "Trinität" wird im Koran an keiner Stelle benutzt, womit es sich eher um ein Mißverständnis der Inhalte des Korans handelt, als um ein Mißverständnis desselben in Bezug auf Trinität.

 

 

Der Koran sagt 

Sure 4 Vers 171: "Ihr Leute der Schrift! Treibt es in eurer Religion nicht zu weit (laa taghluu fie dienikum) und sagt gegen Allah nichts aus, außer der Wahrheit! Christus Jesus, der Sohn der Maria, ist (nicht Allahs Sohn. Er ist) nur der Gesandte Allahs und sein Wort (kalima), das er der Maria entboten hat, und Geist von ihm. Darum glaubt an Allah und seine Gesandten und sagt nicht (von Allah, daß er in einem) drei (sei)! Hört auf (solches zu sagen! Das ist) besser für euch. Allah ist nur ein einziger Gott. Gepriesen sei er! (Er ist darüber erhaben) ein Kind zu haben. Ihm gehört, (vielmehr alles), was im Himmel und auf Erden ist. Und Allah genügt als Sachwalter." (Paret)

Sure 5 Vers 73: "Ungläubig sind diejenigen, die sagen: "Allah ist einer von Dreien." Es gibt keinen Gott außer einem einzigen Gott. Und wenn sie mit dem, was sie (da) sagen, nicht aufhören (haben sie nichts Gutes zu erwarten). Diejenigen von ihnen, die ungläubig sind, wird (dereinst) eine schmerzhafte Strafe treffen." (Paret)

Diese beiden Verse sind die einzigen, die überhaupt von einer Zahl in Bezug auf Beigesellung sprechen. In beiden Versen werden die Menschen kritisiert, die sagen es gäbe außer Allah noch zwei weitere Götter. Bei diesen beiden Göttern handelt es sich einmal um Jesus und einmal um Maria. (Sure 5 Vers 116: "Und (dann), wenn Allah sagt: "Jesus, Sohn der Maria! Hast du (etwa) zu den Leuten gesagt: "Nehmt euch außer Allah mich und meine Mutter zu Göttern"? "Er sagt: "Gepriesen seist du! (wie dürfte man dir andere Wesen als Götter beigesellen!) Ich darf nichts sagen, wozu ich kein Recht habe. Wenn ich es (tatsächlich doch) gesagt hätte, wüßtest du es (ohnehin und brauchtest mich nicht zu fragen). Du weißt Bescheid über das, was ich (an Gedanken) in mir hege. Aber ich weiß über das, was du in dir hegst, nicht Bescheid. Du (allein) bist es, der über die verborgenen Dinge Bescheid weiß." (Paret)

In 5/116 wird zwar nicht explizit erwähnt, daß Maria als Gottheit verehrt würde, aber eine andere Option läßt sich aus dem Koran nicht ableiten.

Wir haben es also mit einem Tritheismus zu tun, wie er in den christlichen Kirchen nicht zu finden ist. Doch zur damaligen Zeit muß es Gruppierungen gegeben haben, die eine solche Troika des Göttlichen favorisierten. Und wirklich: zwei christliche Sekten und damit ebenfalls "Leute der Schrift" vertraten derlei Lehren: der Kolliridianismus(verehrt Gott und Maria als Götter) und die Mariamiten2 (verehren Gott, Maria und Jesus als Götter). Diese beiden christlichen Sekten (möglicherweise gab es noch andere) scheinen in den genannten Versen also angesprochen worden zu sein und nicht die christlichen Gruppierungen, die eine Trinität im uns heute bekannten Sinne vertreten haben.


1 http://www.ewtn.com/library/HOMELIBR/COLLYRID.TXT

2 „Über das spezifische Land, auf welches wir uns beziehen, sei gesagt, daß Arabien seit Urzeiten bekannt war für seine Ketzereien. Dies kann zum Teil damit in Zusammenhang gebracht werden, daß den verschiedenen Stämmen stets ein gewisses Maß an Freiheit und Unabhängigkeit zugesprochen wurde. Manche der Christen dieses Landes glaubten, daß die Seele zusammen mit dem Körper sterben und gleichfalls wieder am letzten Tage zusammen auferstehen würde. Es wird gesagt, daß Origen diesen Glauben vertreten habe. Unter den Arabern waren es die Häresien von Ebion, Beryllus und die der Nazarener sowie der Collyridianer welche vertreten oder doch zumindest im Gange waren, Verbreitung zu finden. Letztere führten die Jungfrau Maria als Gott ein oder verehrten sie jedenfalls als solchen indem sie ihr eine Art gedrehtes Gebäck (wie ein Zopf?) darreichten, das Collyris genannt wurde und somit dieser Sekte ihren Namen verlieh. Diese angenommene Göttlichkeit der Jungfrau Maria war auch bei manchen Vertretern des Konzils zu Nicäa populär; sie postulierten, daß zwei Gottwesen neben dem Vater bestünden, nämlich Christus und die Jungfrau Maria. Sie wurden in der Folge die Mariamiten genannt. (George Sale, The Koran, IX Edition of 1923, J B Lippincott Company, London, Seite 25)


Kommentare  

 
0 # Ihre Argumentation ist nicht stichhaltigSchroff 2011-06-21 04:53
Ich wünsche allen einen wunderschönen Tag!

Der Koran gilt als die universelle und ewige Wahrheit, sprich: Er ist nicht auf den arabischen Kulturkreis beschränkt. Nun kommt aber der heilige Geist als die dritte Person Gottes im Koran nicht vor, obschon die Trinität von Gott Vater, Sohn und heiligem Geist bereits dreihundert Jahre vor Mohammed - und zwar von der offiziellen Kirche! - zum Dogma erhoben wurde. Es ist unmöglich, dass ein allwissender Allah dieses Dogma nicht gekannt hätte oder im Koran unerwähnt gelassen hätte, falls er sich gegen den christlichen Dreifaltigkeits glauben hätte aussprechen wollen. Die von Ihnen angeführte Argumentation ist insbesondere deswegen falsch, weil es keinen vernünftigen Grund gibt, warum Allah sich inur mit dem Irrglauben von unbedeutenden Sekten anstatt mit dem Glauben der offiziellen christlichen Kirche hätte auseinandersetz en sollen, falls er den Glauben an die Gottessohnschaf t als Irrglauben hätte abqualifizieren wollen.

Muslime, prüft Eure Religion, damit Ihr die Wahrheit erkennt!
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0 # AntwortAdmin 2012-06-23 20:46
Salamunalaikum Herr Schroff, möge der Frieden mit Ihnen sein!

Die Tatsache, dass der Koran nicht alles, was es so gibt behandelt hat in meinen Augen nichts mit der Frage nach seiner Universalität zu tun. Der Koran will ja primör lehren, was richtig ist und nicht unbedingt alles aufzählen, was falsch ist, zumal es ja nicht notwendig ist, da die Erwähnung dessen, was zur damaligen Zeit aktuell war relevant ist und nicht das, was sich weit entfernt abspielt. Wenn also Gott im Koran sich gegen die Ansammlung von Maria und Jesus als zusätzliche Gottheiten ausspricht, so liegt die Analogie nahe, dass man die einzelnen Gottheiten auch nicht durch andere ersetzen soll. Insofern kann ich ihrer Argumentation nicht folgen, zumal mir kein Muslim bekannt ist, der deswegen plötzlich gemeint habe, die katholische Version der Trinität sei deswegen richtiger.
Zudem argumentieren sie nicht gegen meine Argumentation, sondern sie setzen vorraus, dass sie wissen, was Gott wann wie hätte tun müssen, damit er wiederum ihrer Definition von Universalität entspricht - und dies obwohl sie ja gar nicht an die göttliche Herkunft des Koran glauben. Insofern ist ihre Darstellung in sich auch unlogisch, denn unabhängig davon, ob man den Koran nun göttlich offenbart sieht oder nicht: es ändert sich weder etwas am Wortlaut der Verse oder an den Fakten der Geschichtsschre ibung. Ihr einzige Argument basiert also darauf, festzulegen, welche Intention des Urhebers des Koran in ihren Augen besser gewesen wäre und was er dementsprechend gemeint haben müsste. Der Inhalt und die Geschichtsschre ibung wird ignoriert.
Ferner stellt sich mir die Frage, weswegen Gott dem Glauben einer christlichen Kirche mehr Bedeutung beimessen sollte, als einer christlichen Splittergruppe, die zumindest vor Ort ist. Wenn ich mein Umfeld überzeugen will, dann kümmere ich mich zunächst um mein Umfeld und nicht um das Nachbarland. Insofern halte ich also auch ihre Prämisse für falsch.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen da nicht folgen.

Möge der Frieden mit Ihnen sein,

Andreas Heisig
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+2 # Wir glauben beide an einen GottSchroff 2011-06-22 21:14
Sei gesegnet, mein Freund Andreas!

Ich liebe die Diskussion mit Muslimen. Dabei geht es mir nicht um's Rechthaben. Rechthaben verträgt sich nicht mit echter Religiosität.
Und: Du weisst ja, dass wir Christen nur an den einen Gott glauben. Wenn es nur einen Gott gibt, dann müssten wir beide logischerweise denselben Gott anbeten.

Ich frage einmal einen Muslim: "Wenn Allah allmächtig ist, warum soll er keinen Sohn haben können?" Nach ein paar Ausflüchten (gespickt mit Koranzitaten) lautete seine Antwort: "Er kann, aber es ist unnötig." Selbst wenn man annehmen wollte, Jesus sei nicht Sohn Gottes gewesen (was bedeuten würde, dass entweder die Bibel gefälscht worden wäre oder er gelogen hätte), stellt sich die grundsätzliche Frage: Warum soll ein allmächtiger Gott nicht die Fähigkeit haben, als Mensch auf die Welt zu kommen, mit all den typisch menschlichen Eigenschaften, wie Geburt und Tod? Von vornherein unmöglich ist das nicht.

Dass Du mir nicht folgen kannst (oder willst), rettet Dich aus Sicht des Islam und Deiner Glaubensfreunde .

Für einen Unvoreingenomme nen wirkt es aber grotesk, wenn ein allwissender Allah vor dem Dreifaltigkeits -Glauben warnen wollte, ohne sich dabei mit dem (laut muslimischen Glauben gefälschten) Bibeltext auseinandergese tzt zu haben, wo es in Matth. 28,19 heisst, die Menschen sollten im Namen des Vaters, des Sohnes UND DES HEILIGEN GEISTES getauft werden. Das Matthäusevangel ium wird von den Historikern auf das Jahr 60 bis 100 n. Chr. datiert. Warum sollte sich Allah in vielen Koranstellen über das Verhältnis zwischen Muslimen und CHRISTEN auslassen, bei der Frage nach dem Dreifaltigkeits glauben aber auf Mariamiten bzw. Collydiaristen bezug zu nehmen, um so mehr Allah diese Sekten für so unbedeutend hält, dass er sie im Koran nicht einmal einer Erwähnung wert findet?

Der Herr segne dich und behüte dich, er lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig!
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+2 # AntwortAdmin 2012-06-23 20:49
Salamunalaikum - möge der Frieden mit Dir sein!

Da ich einmal Christ war ist mir geläufig, das Christen im allgemeinen einen einzigen Gott meinen, auch wenn sie von der Trinität sprechen. Ebenso ist mir geläufig, dass die Trinität auch unter Christen nie unumstritten war. Sie beziehen sich dabei auf die Bibel.

Ansonsten sagt der Koran ja knapp, dass man nicht drei sagen soll - ohne dieses "drei" stringent mit Inhalt zu füllen; es kann sich somit auf alles beziehen. Auch auf die Trinität wenn man so will.

Sich selbst bzw. sein Glaubenssystem im Koran zu vermissen ist nur natürlich, da man seinen Glauben ja für den wichtigsten hält. Buddhismus und Hinduismus werden ja nun auch nicht ausführlich behandelt.

Möge Gott uns alle rechtleiten,

Andreas
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0 # HmmRumi 2012-08-25 21:54
"Ich frage einmal einen Muslim: "Wenn Allah allmächtig ist, warum soll er keinen Sohn haben können?"

Gott ist nicht einfach eine Person der Kinder zeugt Er ist hoch erhaben darüber Er ist der eine Gott bei Ihm ist aller Reisen ende und Gott teilt mit niemadem Seine Macht und man kann sich Ihm nur durch den Glauben nähern und wenn Gott einen Sohn zeugen würde müsste dieser automatisch auch näher zu Ihm sein als jedes andere Geschöpf und das wäre nicht seine Weise das man nur durch Glauben sich Ihm nähert oder?
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0 # missverstandene koranverseabdulkerim 2013-01-05 00:03
A salamualaikum ve rahmatullahi ve berekatuh.

Es geht um meine 5. Pk. Dazu möchte ich erstmal mein Thema nennen, damit es übersichtlich ist.

Der Islam - Eine historisch gewachsene Waffe für den politisch motivierten Terrorismus?

Inwieweit sind auch wir Deutschen durch einen radikal islamistischen Terroranschlag gefährdet?


So hört sich erstmal verwirrend an, doch ich möchte missverstandene Suren untersuchen und beweisen, dass diese Terroristen nicht zum Wohle des Islams handeln.

Hierzu möchte ich euch fragen, ob ihr mir die euch bekannten missverstandene n bzw. kritisch zu hinterfragenden Suren nennen könnt.
Wenn ihr möchtet mit der euch bekannten Erklärung für die Verse. Ich danke im Vorraus. Mit freundlichen Grüßen, Abdul Kerim.
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+1 # ErgänzungMuhammad b. Maimoun 2014-02-13 01:07
Salam,

dieses antikoranische Argument lässt sich ganz einfach auch ohne Rückgriff auf jene besonderen christlichen Sekten entkräften: lichtwort.de/.../...

Muhammad b. Maimoun
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0 # Komische DiskussionThe Pensive Duck 2014-09-17 00:37
Meiner Meinung nach bezieht sich der Koran in den ersten Textstellen im allgemeinen auf die Trinität (einer von dreien). Im letzteren Teil dann noch einmal explizit auf die Anmaßung mancher "Sekten" die sogar Maria (dadurch das sie Gottes Sohn gebärt, ist es nicht ausgeschlossen, dass manch einer in ihr eine Gottheit sehen will) und Jesus als Götter darstellen. Darin ist kein Widerspruch in meinen Augen. Anfangs wird die allgemeine Trinität (Gott ist drei) und im letzteren sogar Splittergruppen angesprochen, was bedeutet, dass der Koran sich nicht nur auf das Allgemeine sondern auch auf diese Sekten bezogen hat. Das der heilige Geist nicht explizit erwähnt wird, hat in meinen Augen keine Relevanz. Zum einen basiert der Geist auf reiner Fiktion, während Gott und Jesus Entitäten sind und zum Anderen braucht man bei dem Begriff drei nicht noch weiter ins Detail zu gehen, weil wahrscheinlich (sowohl heute als auch damals) jeder weiß/ wusste worum es da letztendlich geht.
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-1 # Komische DiskussionThe Pensive Duck 2014-09-17 00:40
Ob Gott in seiner Allmacht einen Sohn haben kann? Das wage ich garnicht zu bezweifeln. Die Frage ist nur: Wenn dem nun so wäre, wieso hat Gott in der letzten Offenbarung das nicht einfach bestätigt? Oder meinst du Muslime hätten das nicht Akzeptiert? Muslime sind nicht Muslime, weil sie Christen ärgern wollen. Noch weiter kommt die Frage auf, warum es überhaupt eine weitere Offenbarung geben musste, die unter Anderem diese Trinitätsgeschi chte bereinigt, wenn nun das Christentum die Vollendung sei?
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