Meine-Islam-Reform

Die persönliche Seite einer Religion

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Zakat im Koran

Definition:

Der Begriff Zakat bedeutet übersetzt Reinheit bzw. Reinigung. Diese Reinigung steht in direktem Zusammenhang mit dem Begriff Sadaqa (Spende). Dies ergibt sich aus dem Vers 103 der Sure 9:

"Nimm aus ihrem Vermögen eine Almosengabe (sadaqa), um sie damit rein zu machen und zu läutern (tutahhiruhum wa-tuzakkiehim bihaa), und sprich den Segen über sie (salli `alaihim)! Dein Segen (salaat) ist eine Beruhigung für sie. Allah hört und weiß (alles). -" (Paret)

 


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Ist der Koran geschützt?

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Gott verspricht uns im Koran, diesen vor Verfälschungen zu schützen:

Sure 15 Vers 9: "Wir haben die Mahnung hinabgesandt. Und wir geben auf sie acht." (Paret)

انا نحن نزلنا الذكر وانا له لحفظون

Dieser Vers wird jedoch leider häufig mißverstanden. Man ist nämlich der Ansicht, dieses Versprechen würde sich auf die menschlische Sammlung des Koran beziehen. Dies ist aber alleine schon deswegen unmöglich, weil Gott den Koran nicht auf verbale Art übermittelte, sondern er sandte den Koran in das Herz des Propheten, wie man Sure 26 Vers 194 entnehmen kann:


"dir ins Herz, damit du ein Warner seiest." (Paret)


على قلبك لتكون من المنذرين

Es gibt jedoch noch eine direktere Aussage im Koran:

Sure 85 Vers 21-22: "Nein! Es ist ein preiswürdiger Koran (was hier verkündet wird), (im Original droben im Himmel) auf einer wohlverwahrten Tafel." (Paret)

بل هو قرءان مجيد فى لوح محفوظ

Dies bedeutet letztlich nichts anderes, als dass der geschützte Koran nicht bei uns ist - jedenfalls nicht in einem Buch gesammelt, sondern von Gott aufbewahrt wird. Dies erkennen wir auch daran, daß es verschiedene Versionen gibt, die kleinere Unterschiede aufweisen - seien sie orthographischer oder inhaltlicher Natur. Wir können zwar sagen, dass es in der Tat keine gravierenden Unterschiede zwischen den frühesten Koranfragmenten und dem heute standardisierten Koran gibt, doch sie sind existent und können eindeutig nachgewiesen werden (Beispiele dazu findet man u.a. auf den nun genannten Seiten: http://meine-islam-reform.de/index.php/component/attachments/download/96.html http://www.answering-islam.org/PQ/)

Diese Erkenntnis ist für die meisten Muslime beängstigend, da es ihren Glauben erschüttert, obwohl es eigentlich kein Grund ist, den Glauben zu verlieren. Im Gegenteil! Wir sollten uns bemühen, möglichst exakt an das Original heranzukommen. Wir müssen uns daran erinnern, dass nicht menschengemachte Sammlungen von Offenbarungstexte uns leiten, sonder Gott selbst. Wie er dies tut, das bleibt seine eigene Entscheidung, wichtig ist, dass wir bei der Suche ehrlich zu uns selbst sind und nicht das, was wir als "wahr" erkennen verleugnen. Wir sind sicherlich nicht umsonst bei unserer Suche auf die oben genannte Erkenntnis gestossen. Das Leben ist ein Prozess, bei dem man stets offen für neues sein muß.

Achten Sie auf die Zeichen auf ihrem Weg!


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