Meine-Islam-Reform

Die persönliche Seite einer Religion

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Das Gebet im Koran

Im orthodoxen Islam ist man der Ansicht, dass der Koran nicht ausreichen würde, um das Gebet zu beschreiben. Daher greift man diesbezüglich auf die Ahadith zurück. Dies geht einher mit dem Gedanken, die Durchführung des Gebets müsste wie eine Gebrauchsanweisung in allen Einzelheiten beschrieben sein, ohne bzw. mit nur ehr wenig individuellen Möglichkeiten. Dies ist für sich betrachtet in sich schlüssig und korrekt. Es ist jedoch ein Irrtum anzunehmen, dass es nicht auch anders ginge und eben...


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Huris mit schwellenden Brüsten???

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Im Namen Gottes, Des Erbarmers, Des Gnädigen

In Sura 78 (Die Nachricht) werden uns mehrere Bilder über den Tag der Auferstehung und die Unterteilung der Seelen in gut und böse gezeigt. Jede Gruppe von ihnen bekommt das, was ihr zusteht und so wandert jede entweder Richtung Paradies oder in die Hölle.
Zwischen den guten Dingen, die die Gläubigen bekommen, gibt es laut Verse 31 bis 36 schöne Gärten, Wein und ein friedliches Zusammenleben, ohne Sünden und ganz nach dem System, das uns Gott im Dieseits auferlegt hat.

 

 

Du sollst die Frauen deiner Mitmenschen nicht begehren
Du sollst den Blick niederwerfen
Du sollst keine reizvollen Kleider anziehen
Du sollst deine Scham bewahren, außer bei deinen Frau/Mann

Nur leider haben die meisten Übersetzer den Vers 33 in einer Form wiedergegeben, die manchen Leser des Koran schockiert hat:

وكواعب اترابا [WaKaWAÉBa ATRABA]

Azhar
gleichaltrige Jungfrauen mit wohlgeformter Brust

Ahmadyya
Und Jungfrauen, Altersgenossinnen,

Rasul
und Mädchen mit schwellenden Brüsten, Altersgenossinnen

Paret
gleichaltrige (Huris) mit schwellenden Brüsten

Bubenheim
und prächtige, gleichaltrige (weibliche Wesen)

Zaidan
sowie gleichaltrige gut Bestückte

Khoury
und gleichaltrige Frauen mit schwellenden Brüsten,

Hier haben die Übersetzer den Interpretationen ihrer Sekten mehr Wert gegeben, als der richtigen Bedeutung der Begriffe, so dass sie den Vers nach ihren Vorstellungen vom Paradies beschrieben haben; ein wildes Leben wie in der Walhalla voller Sauferei und erotisch verführerischen Weibern, die noch jungfräulich für die Gottesfürchtigen bestimmt sind.

Wir wollen hier die beiden Begriffe in unserem Vers mit den dazu gehörigen Wurzel genauer anschauen bzw. analysieren:

1. Erster Begriff: كعب [KaÁaBa]

كعب [KaÁaBa] würfelförmig machen, (Math.) kubieren
كعب [KaÁB] Knöchel, Ferse, (Schuh) Absatz, (Buch) Rücken, (Tasse, Glass, Flasche) unterer Rand
كواعب [KaWaÁeB] gewürfelte Formen
كعبة [KaÁBaH] Die Kaaba, Würfel
مكعب [MoKaÁaB] kubisch, Würfel, Kubus

2. Zweiter Begriff: ترب [TaRaBa]

تربة [ToRBaH] Erde, Boden,
تراب [ToRAB] Sand
ترب [TaRB], مترب [MoTRaB] staubig
متربة [MaTRaBaH] Bedürftigkeit (am Boden sein), Elend
اتراب [ATRAB] Unmengen, wie Sand am Meer,

Nach dem Verständnis der beiden Wurzeln gehen wir davon aus, dass Vers 33 eher von Landgebieten handelt, die wie gewürfelte Teile aussehen. Nur bevor wir uns für dieses Verständnis entscheiden, wollen wir die Vers 31 bis 36 noch mal lesen:

31: für die Achtsamen gibt es gewiß einen Gewinn
32: Gärten und Weinstöcke,
33: und Unmengen von würfelartigen Landschaften (Weinberge)
34: und ein randvoller Becher.
35: Sie hören darin weder sinnloses Gerede
[LaGhoWa], noch Lügen.

Man beachte, dass es sich von Vers 32 bis 35 um die gleiche Sache handelt; große Gärten (32), die würfelförmige Gebilde (33) haben und Unmengen an Wein liefern (34), der keine negativen Spuren bei den Trinkenden hinterlässt (35).
D.h. hier wird nicht zunächst von Wein, danach von verführerischen Frauen und dann wieder vom Wein gesprochen, sondern nur vom Wein, seinem Anbau und seiner Qualität.

Derartige Weinberge sind im Mittelmeerraum überall zu sehen; je nach Standort, Klima und Bodenbeschaffenheit ist die Qualität des Weines zu bewerten.

In Vers 35 wird uns durch das Wort „LaGhoWa“ (unsinniges Gerede) gezeigt, dass der im Paradies produzierte Wein keinen negativen Einfluss auf den Verstand der Trinkenden hat. Dieses Wort wurde auch in Vers 52:23 in Bezug auf Wein gebraucht, so dass uns erwiesen wurde, dass die Verse 32 bis 35 von Sura 78 von der gleichen Sache handeln und nicht mitten drin um „Frauen mit schwellenden Brüsten“:

52:23 Darin greifen sie untereinander nach einem Becher, der nicht zu unsinniger Rede (LaGhoWa) verleitet und in dem nichts Sündhaftes steckt.

Das Wort (ATRABA = Unmengen) finden wir außer in Vers 78:33 in 56:37 und 38:52. Auch diese beiden Verse wurden leider auf Jungfrauen bezogen, obwohl davor immer deutlich zu sehen ist, dass es sich um Früchte handelt

56:32 mit vielen Früchten
56:33 die weder aufhören noch verwehrt sind,
56:34 und ausgebreitete erhöhte Landschaften
56:35 die Wir entstehen ließen
56:36 so machen wir sie frühreif
56:37 und in großen Mengen (Atraba) und je nach Sorte unterteilt (ÁaRraBa = sortieren, unterteilen)

38:51 Sie lehnen sich darin, und sie rufen darin nach vielen Früchten und nach Getränk.
38:52 und haben darin große Mengen (ATRABA) von greifbaren (QaSeRaT ATtaRF = nah zum Greifen) Sorten


Quelle: http://openquran.de/?p=2216


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