Meine-Islam-Reform

Die persönliche Seite einer Religion

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Zakat im Koran

Definition:

Der Begriff Zakat bedeutet übersetzt Reinheit bzw. Reinigung. Diese Reinigung steht in direktem Zusammenhang mit dem Begriff Sadaqa (Spende). Dies ergibt sich aus dem Vers 103 der Sure 9:

"Nimm aus ihrem Vermögen eine Almosengabe (sadaqa), um sie damit rein zu machen und zu läutern (tutahhiruhum wa-tuzakkiehim bihaa), und sprich den Segen über sie (salli `alaihim)! Dein Segen (salaat) ist eine Beruhigung für sie. Allah hört und weiß (alles). -" (Paret)

 


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Hat Ibrahim gelogen?

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  • Ibrahim zerbrach die Götzenbilder und hat danach diesbezüglich gelogen. Wie realistisch ist diese Darstellung?
  • Er legte die Axt auf die Schulter des großen Götzen um die Verantwortung abzugeben, oder?
  • Zusätzlich machte der den Priestern gegenüber eine Falschaussage, oder?
  • Dann beschuldigte er den obersten Götzen; stimmen sie zu?
  • Er erkannte die Macht der Götzen: sie können arbeiten, denken, handeln und streiten, nicht wahr?
  • Ibrahim ist ein unehrlicher Prophet! Oder?

 

 

Lasst uns nach der Wahrheit suchen!

Ibrahim (Fsai)1 ist einer der prominentesten Propheten des Islam. Allah (swt) bezeichnet ihn als "Freund". Er ist der Architekt, der die Kaaba gebaut hat. Die Religion des Islam hat so viele Dinge von ihm geerbt. Viele Gelehrte sagen, er habe die Religion des Islam als erster begründet habe. Das rituelle Tieropfer zum Zeitpunkt des Id-ul-Adha basiert auf einem Ereignis in Bezug auf Ibrahim (Fsai). Die meisten Rituale der Hadsch basieren auf dem jährlichen Gedenken an den Propheten Ibrahim(Fsai). Anders als unseren Propheten Muhammad (Fsai) ist Ibrahim (Fsai) der einzige Prophet, den wir Muslime in jedem Gebet erwähnen. Wir ersuchen Allah (swt) uns zu segnen, wie er die Anhänger des Propheten Ibrahim (Fsai) gesegnet hat.

Ironischerweise erlangen viele Muslime große Freude, wenn sie bewusst oder unbewusst seinen solchen großen Propheten herabwürdigen. Diese Muslime erlangen Befriedigung, wenn sie behaupten, dass dieser große Prophet falsche Dinge tat. Auf Grund unserer völligen Unkenntnis betrachten diese Muslime viele unserer Propheten als Betrüger, Lügner, Förderer des Götzendienstes, Anstifter zu Schirk und schuldig vieler andere Verbrechen.

 

Hat Ibrahim Lügen erzählt?

Die meisten Muslime haben akzeptiert, dass Ibrahim (Fsai) es gewohnt war zu lügen. Immer wieder haben wir die Geschichte gehört, wie er die Götzen mit einer Axt zerschlug, anrüchige Details darüber, wie er die Axt auf die Schulter des großen Götzen gelegt habe. Als er dann gefragt wurde, erzählte er den Anwesenden, dass er die Götzen nicht zerschlagen habe vielmehr habe der große Götze die kleineren zerschlagen.

Diese Gelehrten haben verschiedene Kategorien und Unterkategorien einstweiliger Verfügungen erlassen, um zu erklären, dass es unter bestimmten Umständen möglich sei zu lügen. Man findet ausführliche Schriften dieser Gelehrten, in denen sie Ibrahims Lügen rechtfertigen und mystifizieren. Sie werden sagen, wie hätte Ibrahim (Fsai) die Wahrheit sagen können, wenn er für diese Wahrheit getötet worden wäre. Laut ihnen ist es in Ordnung, wenn man im Interesse der Wahrheit in einer Lüge Zuflucht sucht.

Wird jemand die Frage beantworten, wieso er Prophet der ersten Stunde war, wenn er nicht einmal die Wahrheit sagen konnte? Was für eine Art Prophet soll das sein, der in erster Linie Falschheit und Lüge predigt, anstatt Wahrheit? Hat er einen Islam gepredigt, der mit Falschheit und Lügen vermengt war, weil er Angst vor den Menschen hatte?

 

Anaylyse von Sure 21 Vers 63

Sure 21 Vers 63 ist die einzige Stelle im Koran, die die Umstände um Ibrahim (Fsai) und das Zerbrechen der Götzen beschreibt. Wir werden zunächst den vers kritisch analysieren und so die Bedeutung der einzelnen Worte des Satzes in Erfahrung bringen.

Qala: Er sagte

Bal: Aber, natürlich, gewiss, in der Tat, klar

Kabiruhum: Der große von ihnen

F'alahu: (Partizip Passiv) jemand tat es

Haza: Dieser

F'asaalu hum: Fragt sie

In: Wenn

Kaanu yantiqun: Sie können sprechen, sie können reden


Es ist sehrw ichtig zu bemerken, dass in diesem Satz eine Interprunktion vorhanden ist, die eine Pause anzeigt (waqf) - und zwar nach "Qaala bal f'aalahu".  Entsprechend der arabischen Grammatik bedeutet diese Interprunktion soviel wie ein Komma im Deutschen. Dieses Zeichen bedeutet für sich und in Bezug auf andere Worte eine sehr kurze Pause. Der Leser soll hier also eine kurze Pause machen, dann aber gleich weiter lesen. Dieses Zeichen markiert einen Teil des Satze und grenzt ihn vom übrigen teil ab, um die Bedeutung des Satzes klarzustellen. Wenn dieses Zeichen nichts bedeuten soll, wieso ist es dann vorhanden? Wieso ist dieser Satz anders als andere Sätze, die solch ein Zeichen nicht beinhalten? Offensichtlich hat dieses Zeichen also eine gewisse Bedeutung. Seltsamerweise verweigern die unten genannten Gelehrten es, an dieser Stelle eine Pause zu machen. Stattdessen machen sie dort eine Pause, wo es ihnen gefällt.

 

Beispiele fehlerhafter Übersetzung

Im Folgenden einige Beispiele bekannter Kommentatoren, die das Opfer falscher Übersetzungen geworden sind. Wenn sie den einen oder anderen Namen eines Kommentators hier nicht gelistet finden, so hat dieser vermutlich korrekt übersetzt.

Al-Hilali & Muhsin Khan:

(Abraham) said: "Nay, this one, the biggest of them (idols) did it. Ask them if they can speak!"

Yusuf Ali:

He said: "Nay, this was done by this The biggest one! Ask them if they can talk."

Rashad Khalifa:

He said, "It is the big one who did it. Go ask them, if they can speak."


J.M. Rodwell:

He said: "Nay, that their chief hath done it; but ask ye them, if they can speak."


T.B. Irving:

He said, "Rather the biggest one of them did it. Ask them if they are able to speak up."


Ahmad Ali:

"No", he said, "It was done by that chief of theirs. Ask him in case they can speak."


Muhammad Sarwar:

I think the biggest one of them has broken the smaller ones. Ask them if they are able to speak.


N.J. Dawood:

'No', re replied, 'It was their chief who smote them. Ask them if they can speak.'


Muhammad Asad:

He answered: "Nay, it was this one, the biggest of them, that did it; but ask them [yourselves] - provided they can speak."


Pickthall:

He said: But this, their chief hath done it. So question them, if they can speak.

 

Ibrahim hat nicht mit "Nein" geantwortet

Als Ibrahim (Fsai) gefragt wurde, ob er die Götzen zerbrochen habe, hat er sehr diskret geantwortet.  Weder sagte er "ja" noch sagte er "nein". Seine Antwort war passiv: jemand hat es getan. Dieser "jemand" könnte er sein, eine andere Person oder auch der große Götze oder einfach "jemand". Es besteht kein Zweifel, dass es jemand getan hat. Anstatt, dass sie ihn befragen, wollte er von den Anwesenden, dass sie die Opfer befragen sollten. Lasst die Opfer es bezeugen, wenn sie können. Die Anwesenden verstanden, dass ihre zu Göttern erklärten Götzen nicht einmal sich selbst schützen konnten. Wie können diese Götzen da ihre Götter sein? Sie begriffen die Sinnlosigkeit des Götzendienstes.

Yusuf Ali, Hilali & Khan, Ahmad Ali, Asad, Dawood and Rodwell benutzen das Wort "Nein" bzw "Nay"2 - zu zeigen, dass Ibrahim (Fsai) das Zerbrechen der Götzen rundheraus abgelehnt habe. Im arabischen vers von 21/63 steht jedoch kein Wort, welches "nein" bedeuten würde. Wie kamen diese Kommentatoren also auf eine Verneinung? Was wollen sie rechtfertigen? Dieser vers besgat nicht, dass Ibrahim (Fsai) den größten Götzen beschuldigt habe. Wenn er gesagt hätte "Nein", so wäre es eine Lüge, wenn er gesagt hätte, dass der größte Götze die übrigen zerbrochen habe, so wäre es eine Lüge. Somit wären es Lügen über Lügen. Einige Kommentatoren ließen ihn einmal Lügen, andere zweimal. Doch alle machten ihn auch noch anderer Straftaten schuldig, die über das Lügen hinausgehen. Wie konnten die Gelehrten solch einen großen Fehler begehen? Die Antwort ist einfach:

  1. sie ignorierten die Interprunktion
  2. sie veränderten die Position der Worte
  3. sie veränderten die Grammatik des Verses
  4. sie folgten blind der Interpretation von Ibn Kathir und anderen, ohne den Vers zu analysieren
  5. am wahrscheinlisten wurden diese Gelehrten von der immer wieder wiederholten Geschichte, dass Ibrahim lügen würde, beeinflusst.

Alle Kommentatoren übersetzen den Vers als: Bal haza kabiruhum fa'lahu. Laut ihnen bedeutet dieser umgestellte Vers:

Nein, der große von ihnen tat es.

Diese Übersetzung entspricht nicht der arabischen Grammatik. Fa'lahu (Partizip Passiv) bedeutet nicht "tat es" - eher "jemand tat es".

 

Wieso eine falsche Interpretation?

Diese falsche Interpretation entwickelte sich auf Grund eines kleineren Fehlers früherer Gelehrter. Dieser kleine Fehler sammelte im Laufe der Zeit immer mehr Schmutz an. Ibn Kathir und andere Exegeten haben es falsch verstanden. Yusuf Ali, Rodwell und Pickthall haben es so verstanden, ohne sie darüber Gedanken zu machen. Die späteren Kommentatoren sind ihnen blind gefolgt. Das Ergebnis ist, dass die gegenwärtigen Kommentatoren die Worte Allahs veränderten. Genau besehen existiert in 21/63 kein Wort, welches "Nein" bedeuten würde. Wir alle achten Ibn Kathir als großen Koran-Kommentator. Dennoch war er nicht mehr als ein Mensch - er irrte sich, wie jeder andere Mensch sich irren kann. Im Gegensatz zu Sure 3 Vers 161 legt die übliche Interpretation des Götzenvorfalles nahe, dass Propheten unehrlich handeln. Es wäre falsch Ibn Kathir unhinterfragbare Authorität zu gewähren. Es wäre falsch ihn als unfehlbar zu bezeichnen. Wenn sein Kommentar den Lehren des Koran zuwider läuft, müssen wir das Gewicht auf den Koran legen und nicht auf seinen Kommentar.

Der Koran sagt nicht, dass Ibrahim (Fsai) eine Axt benutzt habe. Er könnte sie mit der Hand zerbrochen haben, auf den Boden geworfen oder sie mit etwas anderem zerschlagen haben. Der Koran sagt auch nicht, dass die Axt auf der Schulter des Götzen gelegen habe. Dies stellt eine weitere Erfindung der Geschichtenerzähler dar. Man kann vielleicht noch an die Axt glauben, aber Ibrahim legte sie sicherlich nicht auf die Schulter des großen Götzen.

 

Nur eine Lüge? Oder ein gewichtiger Angriff?

Um das herkömmliche Verständnis zu überprüfen, sowie einen schwachen (falschen!) Hadith, sollten wir da noch Ibrahim (Fsai) der Lüge bezichtigen? Handelt es sich um eine Lüge oder geht es um einen gewichtigeren Angriff? Viele Menschen versuchen unaufhörlich zu rechtfertigen, dass Ibrahim lügen erzählen könne bzw. dass es unter bestimmten Umständen erlaubt sei zu lügen. Sobald wir Ibrahim (Fsai) das Wort "Nein" in den Mund legen machen wir ihn zum Täter weiterer Straftaten:

  1. Ibrahim (Fsai) erzählt eine glatte Lüge. Eine Lüge ist eine Lüge ist eine Lüge.
  2. Als Ibrahim (Fsai) den Götzen beschuldigt, entzieht er sich seiner Verantwortung dadurch, eine dritte Person (Objekt) zu beschuldigen.
  3. Als er gefragt wird, ob er die Götzen zerbrochen habe, macht er gegenüber der Versammlung eine Falschaussage.
  4. Mit dem Anerkennen, dass der Götze die anderen zerbrochen habe wird Ibrahim (Fsau) zum falschen Zeugen.
  5. Ibrahim (Fsai) ist ein überzeugter Kritiker der Götzenverehrung. Doch in dem Moment, als er anerkennt, dass der große Götze die anderen zerschlagen habe und Dinge tun kann, die Götzen nicht tun können, hat er dem Götzendienst Vorschub geleistet.

Würde irgendeine Zivilisation der Vergangenheit oder der Gegenwart unaufrichtige Zeugen, Falschaussage, Lügen und die Umgehung von Verantwortung als akzeptabel erachten? Ist derlei im Islam akzeptabel? Lehrt Islam uns diese Verbrechen? Wenn man diese begeht, wird Allah einem vergeben? Antworten Sie!


1 Friede sei auf ihm

2 Nay bedeutet ebenfalls Nein

 

 

Quelle: http://free-minds.org/abraham


Kommentare  

 
0 # UnnötigMohamed 2013-02-10 04:19
Warum einfach, wenn's auch kompliziert geht? Man kann auch einfach sagen, dass eine Lüge, deren Unwahrheit bewusst für alle Beteiligten offensichtlich ist, keine Lüge ist.

Ansonsten ist der komplette Artikel für die Katz, da "fa'alahu" weder Partizip noch Passiv ist, sondern Perfekt Aktiv.
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0 # AntwortAdmin 2013-02-10 11:53
Salamunalaikum Mohmed!

Wenn Du das so siehst, dann ist das in Ordnung, es gibt Menschen, die dass nicht so sehen.

Zur Grammatik:
1. Perfekt Aktiv ist auch ein Partizip.
2. Im deutschen hast Du recht.
3. Den Text habe ich aus dem Englischen übersetzt und der Text nimmt Bezug auf ein arabisches Wort. Meine Übersetzung ist natürlich ins Deutsche. Da wäre es ein Partizip II, auseinandergepf rimelt dann ein Partizip Perfekt Passiv. Man kann sich aber natürlich streiten ob "jemand tat es" - gerade in diesem Zusammenhang eher aktiv oder eher passiv ist. Am den Folgen ändert das aber nichts, weswegen ich Deine Schlußfolgerung nicht verstehen.
4. Im Arabischen wird es im Gegensatz zum Deutschen aber offenbar eindeutig als Partizip Passiv verstanden:

kalamullah.com/.../...

kalamullah.com/.../...

wa salam,

Andreas
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