Meine-Islam-Reform

Die persönliche Seite einer Religion

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Die Shahada

Orthodoxe Shahada als kalligrafischer Schriftzug in der Wasir-Khan-Moschee in LahoreDie Shahada ist die erste Säule des orthodoxen Islam und lautet: "La ilaha il allah muhammad rasululah" - "Es gibt keinen Gott außer Gott und Muhammad ist sein Gesandter". Es ist bemerkenswert, dass ein solches Glaubensbekenntnis im Koran nicht existiert. In Sure 3 Vers 18 findet sich lediglich folgendes:

"Allah bezeugt, daß es keinen Gott gibt außer ihm. Desgleichen die Engel und diejenigen, die das Offenbarungswissen besitzen. Er sorgt für Gerechtigkeit (qaa'iman bil-qisti). Es gibt keinen...


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Die Mutter des Buches

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Im Namen Gottes Des Erbarmers Des Gnädigen

Manchmal versteht man nicht, warum Übersetzer des Koran einfache Tatsachen noch komplizierter machen, als nötig. Im Vers 3:7 steht es im Arabischen klar und deutlich, dass manche Verse "Die Mutter des Buches" sind und trotzdem gibt jeder seinen Senf hinzu und interpretiert diese Phrase, so wie es ihm passt:

 

 

Khoury
sie sind die Urnorm des Buches

Ahmadyyah
sie sind die Grundlage des Buches

Azhar
Es enthält eindeutige, grundlegende Verse, die den Kern des Buches bilden

Paret
sie sind die Urschrift (umm al-kitaab)

Zaidan
die das Elementare der Schrift ausmachen

Leider entgeht den Lesern des Koran bei solchem Wirrwarr, was der Vers davor (3:6) aussagen möchte. Außerdem versteht man nicht, warum dieser Vers auf diese Art und Weise alleine steht, bzw. was das Formen eines Kindes im Mutterleib an dieser Stelle mit den anderen Versen zu tun hat.

3:6 Er ist es, Der euch in den Gebärmüttern formt, wie Er will; es ist kein Gott außer Ihm, dem Ehrenvollen, dem Allweisen

Für jemanden, der versucht, den Koran zu verstehen, ist es notwendig, wenigstens einen Hinweis zu finden, der die Verse auf irgendeiner Weise miteinander verknüpft. Und Die einzige Verknüpfung in diesem Fall ist der Vergleich zwischen den Begriffen "Gebärmütter" (3:6) und "Mutter des Buches" (3:7)

Im Vers 6 geht es um das Verborgene, bei dem man öfters und ohne Wissen Vermutungen anstellt (in diesem Beispiel geht es um das Kind im Mutterleib), ähnlich, wie bei allen Dingen, die noch nicht reif sind, um darüber zu berichten. In früheren Zeiten haben einige Menschen (leider auch bis heute) den Versuch gemacht, anderen zu berichten, ob das Kind im Mutterleib ein Mädchen oder Junge sein wird, als hätten sie selber Kenntnis über das Verborgene. Heutzutage ist es möglich, solche Kentnisse zu erwerben, doch nur mit wissenschaflichen Methoden und nicht nur aus reinen Vermutungen.

Eine schwangere Frau ist in diesem Beispiel das offenkundige Zeichen (die Mutter), bei der man sieht, dass sie in ihrem Leib noch ein anderes verborgenes Zeichen trägt (das Kind). Und so gibt es auch Verse (Zeichen), die deutlich sind und solche, die im Mutterleib des Buches verborgen liegen, bis die Zeit kommt, in der sie geboren werden. Solange sie nicht zu sehen sind, sollte man keine Vermutungen anstellen, welche Gestalt oder Funktion sie haben.

3:6 Er ist es, Der euch in den Gebärmüttern formt, wie Er will. Es ist kein Gott außer Ihm, Dem Ehrenvollen, Dem Allweisen
3:7 Er ist es, Der das Buch auf dich herabgesandt hat, in dem es festgelegte Zeichen gibt. Sie sind die Mutter des Buches! Und andere, die sich ähneln. Diejenigen, in deren Herzen Abweichen von der Wahrheit steckt, folgen dem, was ähnlich ist, im Trachten danach, zu verführen, und im Trachten danach, es zu interpretieren. Um seine Interpretation aber weiß niemand außer Gott und diejenigen, die im Wissen fest gegründet sind, sagen: Wir glauben an ihn, denn beides ist von unserem Herrn. Jedoch bedenken es nur die Einsichtigen

Salam


Quelle: http://hanif.de/?p=2311


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