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Die persönliche Seite einer Religion

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Die Shahada

Orthodoxe Shahada als kalligrafischer Schriftzug in der Wasir-Khan-Moschee in LahoreDie Shahada ist die erste Säule des orthodoxen Islam und lautet: "La ilaha il allah muhammad rasululah" - "Es gibt keinen Gott außer Gott und Muhammad ist sein Gesandter". Es ist bemerkenswert, dass ein solches Glaubensbekenntnis im Koran nicht existiert. In Sure 3 Vers 18 findet sich lediglich folgendes:

"Allah bezeugt, daß es keinen Gott gibt außer ihm. Desgleichen die Engel und diejenigen, die das Offenbarungswissen besitzen. Er sorgt für Gerechtigkeit (qaa'iman bil-qisti). Es gibt keinen...


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Hat man mit dem Koran die Wahrheit?

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Das ist eine Sache, die mich wirklich nervt. Sie nervt mich deswegen, weil es so einfach und logisch ist, die Menschen aber dennoch allesamt darauf hereinfallen, sobald sie tiefer in einem Denksystem stecken. Sie denken nämlich, sie hätten die Wahrheit gefunden.

 

 

Dabei geht das gar nicht. Man kann seine eigene Wahrheit finden. Das schon. Man kann aber nicht die Wahrheit für andere finden, also in anderen Worten neutral bestimmen, was wahr ist und was nicht. Dies scheitert schlicht an der Begrenztheit des Menschen selbst und mündet in der Unfähigkeit immer aller Möglichkeiten und Informationen gewahr zu sein. Natürlich sollte man sich auch niemals mit dem eigenen Wissen zufrieden geben sondern nach mehr streben.

Wir erinnern uns an Abraham und die Geschichte, die der Koran erzählt. Abraham hat den Glauben seiner Vorväter nicht unreflektiert übernommen, sondern er hat darüber nachgedacht und ist zu dem Schluß gekommen, dass er belegen könne, dass dieser Glaube nicht stimmen könne, was er in der Folge auch getan hat. Er wandte sich dann dem Glauben zu, der für ihn korrekt erschien.

Wie können also wir denken, dass wir besser seien als Abraham? Sollten nicht wir auch das, was wir glauben stets kritisch betrachten?

Mancher mag nun einwenden, dies sei das Ende der Religion. Zweifel würden sich nicht mit Glauben vertragen.

Dieser Unsinn wird seit Jahrhunderten von den meisten "Gelehrten" etablierter Religionen verbreitet. Weil sie um ihre Macht bangen. Weil nur durch Stillstand Herrschaft sicher ausgeübt werden kann. Es ist nämlich alles eine Frage der Interpretation und des Verständnisses, was Gott will bzw. angeblich gewollt haben könnte.

Was kann denn passieren?

Man könnte bemerken, dass der Koran vielleicht nicht von Gott sein kann. In der Folge wäre der konsequente Schritt sich eine andere oder gar keine Religion zu suchen. Wäre das dann schlimm?

Man könnte bemerken, dass der Islam, den man praktiziert nicht mit dem übereinstimmt, was in den Quellen steht. Was wäre dann schlimm?

Ich sage, was für die meisten dann schlimm wäre: es wäre schlimm wieder aufzustehen, sich von seiner Familie zu entfremden, von seinen Freunden, seinen Status und seine Existenz aufs Spiel zu setzen.

Wäre dies aber ehrlich? Würde man sich dann nicht selbst belügen? Doch! Genau dies!

Und deswegen weigern sich viele Menschen beharrlich sich kritisch mit dem eigenen Glauben auseinanderzusetzen. Doch wie sagt schon der Koran?

Und wenn man zu ihnen sagt: "Folgt dem, was Allah herabgesandt hat", sagen sie: "Nein! Vielmehr folgen wir dem, worin wir unsere Väter vorgefunden haben." Was denn, auch wenn ihre Väter nichts begriffen und nicht rechtgeleitet waren? (2:170)

واذا قيل لهم اتبعوا ما انزل الله قالوا بل نتبع ما الفينا عليه ءاباءنا اولو كان ءاباوهم لا يعقلون شيا ولا يهتدون

Es wäre ein Trugschluss zu denken, dass dieser Vers nicht ebenso auf uns in der heutigen Zeit zutreffen könnte!

 

Lesen Sie dazu auch:

http://meine-islam-reform.de/index.php/artikel/allgemein/858-gottes-worte-sind-unerschoepflich.html

http://meine-islam-reform.de/index.php/artikel/allgemein/705-dies-ist-die-aufrechte-religion.html

http://meine-islam-reform.de/index.php/artikel/allgemein/832-ibrahim.html

http://meine-islam-reform.de/index.php/artikel/allgemein/822-die-stimme-des-systems.html

 


Kommentare  

 
0 # Islam praktizieren....Marco 2013-01-15 18:09
Zitat:
"Man könnte bemerken, dass der Islam, den man praktiziert nicht mit dem übereinstimmt, was in den Quellen steht. Was wäre dann schlimm?"

Scheinbar ist es überhaupt nicht schlimm, denn gefühlte 80% aller Muslime praktizieren ihre eigene Art von Islam, die zum Teil extrem von dem abweicht, was im Koran steht... ;)
Schlimm wird es erst, wenn man von sich und seiner Interpretation seines Glaubens so überzeugt ist, dass man andere Sichtweisen nicht nur nicht zuläßt, sondern sogar verunglimpft oder deren Anhänger an Besitz und Leben geht.
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