Meine-Islam-Reform

Die persönliche Seite einer Religion

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Das Gebet im Koran

Im orthodoxen Islam ist man der Ansicht, dass der Koran nicht ausreichen würde, um das Gebet zu beschreiben. Daher greift man diesbezüglich auf die Ahadith zurück. Dies geht einher mit dem Gedanken, die Durchführung des Gebets müsste wie eine Gebrauchsanweisung in allen Einzelheiten beschrieben sein, ohne bzw. mit nur ehr wenig individuellen Möglichkeiten. Dies ist für sich betrachtet in sich schlüssig und korrekt. Es ist jedoch ein Irrtum anzunehmen, dass es nicht auch anders ginge und eben...


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Es ist ein Phänomen, dass man, je älter man wird, umso festgefahrener in seinen Ansichten wird. Während man in der Jugend noch eine regelrechte Gier auf alles Neue verspürt und möglichst alles ausprobieren möchte, so will man im Alter am liebsten immer so weitermachen, wie bisher. Es wird also immer schwieriger seine Meinung zu korrigieren. Wer kennt ihn nicht auch, den bekannten Begriff "Altersstarrsinn"?

Dabei ist solch ein Verhalten gar nicht mal so gut, entgeht einem doch die Möglichkeit, Neues zu lernen bzw. zu erfahren. Es ist für das gesellschaftliche Zusammenleben sogar enorm wichtig, dass alle mündigen Personen sich über alles Gedanken machen und dann, auf Grund von Argumenten, entscheiden.

Leider entscheiden die meisten nach ihrem Bauch und der ist meist gefüllt mit Meinungen, die bestätigt werden wollen. Meinungen, die ungern widerlegt werden wollen und so sieht denn auch die Willensbildung aus, will sagen: sie ist bereits abgeschlossen, bevor man alle Sichtweisen kennt - so man sich überhaupt um andere Sichtweisen kümmert.
Aktuell konnte man dies bei der medialen Auseinandersetzung um Gesine Lötzsch und den Kommunismus sehen. Es scheint, als wolle man den Kommunismus nur ablehnen, um einer differenzierten Betrachtung zu entgehen. Damit legt man sich letztlich jedoch nur Denkverbote auf und schränkt die eigenen Handlungsmöglichkeiten ein.

Auch und gerade als Muslim ist Offenheit sehr wichtig. Dies würde etwaige Probleme zwischen einzelnen, innerislamischen Überzeugungen klein halten und nicht über Gebühr belasten. Am Anfang steht das verstehen, der Versuch, den anderen nachzuvollziehen, denn nur so kann man etwas Neues korrekt beurteilen. Wenn man hingegen schon vorher meint, alles zu wissen, dann übersieht man oftmals relevante Details und kommt so zu einem irrigen Ergebnis.

In Sure 39 Vers 18 lehrt uns Gott:

"Die allem zuhören, was gesagt wird und nur dem Besten folgen. Das sind die von Gott Rechtgeleiteten, und sie sind es, die Verstand haben."

الذين يستمعون القول فيتبعون احسنه اولئك الذين هدىهم الله واولئك هم اولوا الالبب

Wir müssen also auch den Dingen zuhören, die uns nicht gefallen! Nicht nur den Dingen, die unseren Ohren schmeicheln und mit denen wir ohnehin übereinstimmen. Erst dann dürfen wir das Gute darin suchen! Dies ist jedoch eine schwierige Angelegenheit, denn manches kann man nicht so ohne weiteres sofort entscheiden. Manchmal dauert es sehr lange und erfordert viel Mühe, sich ausreichend zu informieren. Wichtig ist vor allem, dass man sich bemüht, zu einem objektiven Ergebnis zu gelangen, da man sonst nicht sicher sein kann, auch das Beste zu finden.

Seien wir also offen allem Neuen gegenüber und bemühen wir uns, diesem Gerechtigkeit zu erweisen, indem wir uns objektiv damit auseinandersetzen - ohne Vorbehalte oder Vorurteile. Dann zählen wir zu den Rechtgeleiteten!


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