Meine-Islam-Reform

Die persönliche Seite einer Religion

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Die Shahada

Orthodoxe Shahada als kalligrafischer Schriftzug in der Wasir-Khan-Moschee in LahoreDie Shahada ist die erste Säule des orthodoxen Islam und lautet: "La ilaha il allah muhammad rasululah" - "Es gibt keinen Gott außer Gott und Muhammad ist sein Gesandter". Es ist bemerkenswert, dass ein solches Glaubensbekenntnis im Koran nicht existiert. In Sure 3 Vers 18 findet sich lediglich folgendes:

"Allah bezeugt, daß es keinen Gott gibt außer ihm. Desgleichen die Engel und diejenigen, die das Offenbarungswissen besitzen. Er sorgt für Gerechtigkeit (qaa'iman bil-qisti). Es gibt keinen...


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Revolution

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Es ist viel los in der Welt. Vor allem aktuell in der arabischen Welt. Das Volk begehrt auf, will die Machthaber, die Diktatoren stürzen. Es will selbst entscheiden, wie es leben will, frei und selbstbestimmt.

 

Wie konnte das geschehen? Sagt man der islamisch geprägten Welt doch einen deutlichen Hang zum Fatalismus nach, der bedingungslos jedes Ereignis als gottgewollt annimmt, ohne sich selbst einen maßgeblichen Einfluss zuzugestehen. Doch ist solch ein Denken überhaupt mit dem Koran vereinbar? Gott sagt in Sure 13 Vers 11:

 

Er (der Gesandte) hat Beschützer vor und hinter sich; sie behüten ihn auf Allahs Geheiß. Gewiß, Allah ändert die Lage eines Volkes nicht, ehe sie (die Leute) nicht selbst das ändern, was in ihren Herzen ist. Und wenn Allah einem Volk etwas Übles zufügen will, so gibt es dagegen keine Abwehr, und sie haben keinen Helfer außer Ihm. (Rasul)

له معقبت من بين يديه ومن خلفه يحفظونه من امر الله ان الله لا يغير ما بقوم حتى يغيروا ما بانفسهم واذا اراد الله بقوم سوءا فلا مرد له وما لهم من دونه من وال

Offenbar hat der Mensch durch seine innere Haltung bereits einen Einfluss auf das, was geschieht. Wenn man sich also hinsetzt, nichts tut, so wird sich nichts ändern. Doch bereits der Wunsch nach Veränderung kann etwas bewirken. Es setzt einen Stein ins Rollen, es gibt Kraft, man beschäftigt sich mit seinen Ideen und Wünschen und irgendwann spricht man auch darüber, kann andere gewinnen und auch diese werden nachdenken, reden und in Zukunft auch handeln.

Der erste Schritt ist zu hinterfrage, ob das, was in der Welt geschieht mit den eigenen Werten übereinstimmt, ob es gottgewollt ist, was die "Machthaber" tun. Ist man der Ansicht, dass Differenzen bestehen, so ist es an der Zeit aktiv zu werden, die Diskussion zu suchen. Danken wir Gott, dass wir hier in Deutschland in einem System leben, welches durch das Wort verändert werden kann. Doch genügt das Wort nicht immer und überall. In Libyen sprechen die Waffen, weil das Wort nicht zugelassen wird. Wer das Wort verbietet muss damit rechnen, dass die Menschen sich auf andere Art und Weise Gehör verschaffen.

Wir sollten unsere Möglichkeiten zur Veränderung nutzen: gehen sie wählen, gehen sie demonstrieren, engagieren sie sich, beteiligen sie sich, machen sie ihre Position deutlich, denn erst dann haben sie ihr Herz verändert und nehmen nicht die Dinge, die ihnen falsch erscheinen einfach hin. Dann erst können sie darauf hoffen, dass Gott ihre Situation ändert.


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