Meine-Islam-Reform

Die persönliche Seite einer Religion

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Das Fasten im Koran

Über die Praktik des Fastens wird im Koran vergleichsweise wenig ausgesagt und nur wenige Verse geben die Regeln des Fastens wieder:

Sure 2 Verse 183-187:

"Ihr Gläubigen! Euch ist vorgeschrieben, zu fasten, so wie es auch denjenigen, die vor euch lebten, vorgeschrieben worden ist. Vielleicht werdet ihr gottesfürchtig sein. (Das Fasten ist) eine bestimmte Anzahl von Tagen (einzuhalten). Und wenn einer von euch krank ist oder sich auf einer Reise befindet (und deshalb nicht fasten kann, ist ihm)...


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Umgang mit Homosexuellen

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In der heutigen Zeit kommt es immer häufiger vor, dass man auf Menschen mit homosexuellen Neigungen trifft, die dies offen zugeben. Dies ist für manche ein Problem, da sie mit der Praktik der Homosexualität nicht einverstanden sind. Dazu ist zu sagen, dass der Koran unter diesem Aspekt nicht eindeutig ist. Ich persönlich sehe im Koran kein direktes Verbot von homosexuellen Handlungen.

Wie ist es aber, wenn man solche Verhaltensweisen als unvereinbar mit dem Koran sieht? Wie sollte man damit umgehen?

Es ist zu empfehlen mit derlei neutral umzugehen, denn es ist nicht unsere Aufgabe über andere zu urteilen. Wir kennen nicht die Hintergründe für ihr Verhalten und entsprechend ist es vollkommen egal, was andere in ihren eigenen vier Wänden tun. Weder gibt es einen Grund ihnen nachzuspionieren, noch gibt es einen Grund zu versuchen sie zu bestrafen. Zum einen verbietet der Koran das nachspionieren, zum anderen existiert keine konkrete Strafe für homosexuelles Verhalten im Koran.

 

O ihr, die ihr glaubt! Vermeidet häufigen Argwohn; denn mancher Argwohn ist Sünde. Und spioniert nicht und führt keine üble Nachrede übereinander. Würde wohl einer von euch gerne das Fleisch seines toten Bruders essen? Sicher würdet ihr es verabscheuen. So fürchtet Allah. Wahrlich, Allah ist Gnädig, Barmherzig. (49:12)

يايها الذين ءامنوا اجتنبوا كثيرا من الظن ان بعض الظن اثم ولا تجسسوا ولا يغتب بعضكم بعضا ايحب احدكم ان ياكل لحم اخيه ميتا فكرهتموه واتقوا الله ان الله تواب رحيم

Was jedoch existiert ist ein Strafmaß für amoralisches Verhalten:

Und diejenigen von euren Frauen, die das Abscheuliche begehen, - bringt vier Zeugen von euch gegen sie. Wenn sie (es) bezeugen, dann haltet sie im Haus fest, bis der Tod sie abberuft oder Allah ihnen einen (Aus)weg schafft. Und die beiden von euch, die es begehen, - züchtigt sie. Wenn sie dann bereuen und sich bessern, so laßt von ihnen ab. Gewiß, Allah ist Reue-Annehmend und Barmherzig. (4:15-16)

والتى ياتين الفحشة من نسائكم فاستشهدوا عليهن اربعة منكم فان شهدوا فامسكوهن فى البيوت حتى يتوفىهن الموت او يجعل الله لهن سبيلا

والذان ياتينها منكم فاذوهما فان تابا واصلحا فاعرضوا عنهما ان الله كان توابا رحيما

An dieser Stelle ist festzuhalten, dass vier Zeugen verlangt werden, es sich also um öffentliches, amoralisches Verhalten handeln muss, da man sonst kaum vier Zeugen zusammenbringen würde. Des weiteren liegt hier kein konkretes Strafmaß vor, d.h. die Strafe muss durch demokratische Abstimmung erfolgen. Da wir uns in Deutschland jedoch in einem Raum bewegen, der nicht der koranischen Gesetzgebung unterliegt, kann eine solche Strafe weder bestimmt noch umgesetzt werden.

Insofern sollte man sich mit den Gegebenheiten arrangieren, zumal wir nicht in die Köpfe der Menschen sehen können. Wir wissen also gar nicht, ob eine Person homosexuelle Praktiken betreibt, weil sie einfach Lust dazu hat oder weil sie einem inneren Zwang unterliegt, denn nach dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Kenntnisstand ist nicht auszuschließen, dass solche Neigungen angeboren sind. Darüber hinaus ist es fragwürdig, Strafen für Verhaltensweisen festzulegen, zu denen der Koran sich mehrdeutig äußert. Im Gegenteil, der Koran legt in meinen Augen sogar nahe, dass es sich bei der kritisierten Praxis um homosexuelles Verhalten in Kombination mit Gewalt (Vergewaltigung) und Ehebruch handelt.


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