Meine-Islam-Reform

Die persönliche Seite einer Religion

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Zakat im Koran

Definition:

Der Begriff Zakat bedeutet übersetzt Reinheit bzw. Reinigung. Diese Reinigung steht in direktem Zusammenhang mit dem Begriff Sadaqa (Spende). Dies ergibt sich aus dem Vers 103 der Sure 9:

"Nimm aus ihrem Vermögen eine Almosengabe (sadaqa), um sie damit rein zu machen und zu läutern (tutahhiruhum wa-tuzakkiehim bihaa), und sprich den Segen über sie (salli `alaihim)! Dein Segen (salaat) ist eine Beruhigung für sie. Allah hört und weiß (alles). -" (Paret)

 


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Die Autoritäten

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Gehören Sie den zu den Menschen, die sich gerne sagen lassen, was sie zu tun haben? Ich gehöre nicht dazu. Deswegen wurde ich immer wider mit Aussagen konfrontiert, die mir rieten, doch auf die Autoritäten zu hören.

 

 

Diese Autoritäten sind in aller Regel immer diejenigen, die gerne hätten, dass man das tut, was sie sagen. Also Vorgesetzte, Politiker, Gelehrte und so weiter und so fort. Insbesondere im islamischen Kulturkreis wird gerne darauf bestanden, dass man auf die Gelehrten hören muss, weil diese ja mehr Wissen haben und sowieso alles überblicken. Um dies zu illustrieren wird dann manchmal auch auf einen Vers des Koran verwiesen, wie zum Beispiel Sure 4 Vers 59:

O ihr, die ihr glaubt, gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten und denen, die unter euch Befehlsgewalt besitzen. Und wenn ihr über etwas streitet, so bringt es vor Allah und den Gesandten, wenn ihr an Allah glaubt und an den Jüngsten Tag. Das ist das Beste und nimmt am ehesten einen guten Ausgang.

يايها الذين ءامنوا اطيعوا الله واطيعوا الرسول واولى الامر منكم فان تنزعتم فى شىء فردوه الى الله والرسول ان كنتم تومنون بالله واليوم الءاخر ذلك خير واحسن تاويلا

Was hierbei aber gerne unter den Tisch fällt ist die Tatsache, dass in dem Vers gar nicht die Richtlinien für Befehlsgewalt genannt werden. Ist denn der Diktator, der alle mit dem Tode bedroht und deswegen Befehlsgewalt besitzt eine Person, die wirklich das Recht zu dieser Autorität hat?

Der Vers sagt auch, dass man, wenn man Meinungsverschiedenheiten hat, diese vor Allah und den Gesandten bringen soll. Da der Gesandte tot ist, so bleibt nur Allah und damit seine Offenbarung, der Koran. Mit anderen Worten: die Autoritäten müssen sich an der Schrift messen lassen.

Wer würde auch einem Gelehrten Autorität zu gestehen, wenn dieser behaupten würde, es sei Pflicht sich beim Gebet eine Plastiktüte über den Kopf zu ziehen? Sicherlich niemand, der bei klarem Verstand ist. Der obige Vers ist also mitnichten eine Aufforderung unrefletiert jeden Befehl entgegen zunehmen. Im Gegenteil. Man ist angehalten zu prüfen.

Des weiteren ist die Autorität ja nicht vom Himmel gefallen, sondern sie wurde gewährt. So werden verschiedene Qualifikationen verlangt um eine bestimmte Position zu besetzen. So kann man diesen Vers auch auf andere Berufsgruppen beziehen. Natürlich sollte man dem Arzt und seinen Anordnungen folge leisten. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Ärzte einer Meinung sind oder man diese Meinung nicht in Frage stellen dürfte. Hier sind alleine die Argumente ausschlaggebend. Und wie geht man in so einer Situation vor? Man berät sich natürlich und genau dies empfielt uns auch der Koran:

und (für jene,) die auf ihren Herrn hören und das Gebet verrichten und deren Handlungsweise (eine Sache) gegenseitiger Beratung ist, und die von dem spenden, was Wir ihnen gegeben haben , (42:38)

والذين استجابوا لربهم واقاموا الصلوة وامرهم شورى بينهم ومما رزقنهم ينفقون


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