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Die persönliche Seite einer Religion

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Die Hadsch

Karte des Weges von Arafat nach MekkaIm folgenden eine kleine Darstellung der Regeln der Pilgerfahrt, wie sie im Koran beschrieben ist.

 

Pflicht:

Sure 2 Vers 196: "Führt die Wallfahrt (hadsch) und die Besuchsfahrt (`umra) (mit allen ihren Zeremonien) im Dienste Allahs durch! Und wenn ihr (durch feindlichen Widerstand an der Ausführung der Wallfahrtszeremonien) behindert seid, dann (bringt als Sühne für die Unterlassung) an Opfertieren (dar), was (für euch) erschwinglich ist! Und schert euch nicht den Kopf, bis die Opfertiere ihre...


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Judenhass

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Seit dem Israel-Palästina-Konflikt kochen die Gemüter über. Antisemitismus macht sich unter den Muslimen breit. Scharfmacher suchen nach Möglichkeiten, ihren Judenhass zu legitimieren. Dabei machen sie auch vor der Korrumpierung des Koran nicht halt, wenn sie die Möglichkeit sehen, andere Menschen in ihrem Sinne zu beeinflussen.

 

 

Ein Vers, der sehr oft missbraucht wird ist Sure 9 Vers 30:

Und die Juden sagen, Esra sei Allahs Sohn, und die Christen sagen, der Messias sei Allahs Sohn. Das ist das Wort aus ihrem Mund. Sie ahmen die Rede derer nach, die vordem ungläubig waren. Allahs Fluch über sie! Wie sind sie (doch) irregeleitet!

وقالت اليهود عزير ابن الله وقالت النصرى المسيح ابن الله ذلك قولهم بافوههم يضهون قول الذين كفروا من قبل قتلهم الله انى يوفكون

In der Tat. Für sich betrachtet liefert dieser Vers allen Grund, Juden zu verachten, schließlich werden sie ja von Gott selbst verflucht - und die Christen gleich mit.

Allerdings verschweigen, die Kriegstreiber, dass dieser Vers in seinem Kontext auf etwas vollkommen anderes hinausläuft, als auf eine pauschale Verfluchung von Juden und Christen:

Sie haben sich ihre Schriftgelehrten und Mönche zu Herren genommen außer Allah; und den Messias, den Sohn der Maria. Und doch war ihnen geboten worden, allein den Einzigen Gott anzubeten. Es ist kein Gott außer Ihm. Gepriesen sei Er über das, was sie (Ihm) zur Seite stellen!

Sie wollten Allahs Licht mit ihrem Munde auslöschen; jedoch Allah will nichts anderes, als Sein Licht zu vollenden; mag es den Ungläubigen auch zuwider sein.

Er ist es, Der Seinen Gesandten mit der Führung und der wahren Religion geschickt hat, auf daß Er sie über alle (anderen) Religionen siegen lasse; mag es den Götzendienern auch zuwider sein.

O ihr, die ihr glaubt, wahrlich, viele der Schriftgelehrten und Mönche verzehren das Gut der Menschen zu Unrecht und wenden sie von Allahs Weg ab. Und jenen, die Gold und Silber horten und es nicht für Allahs Weg verwenden - ihnen verheiße schmerzliche Strafe.

An dem Tage, wo es (Gold und Silber) im Feuer der Dschahannam glühend gemacht wird und ihre Stirnen und ihre Seiten und ihre Rücken damit gebrandmarkt werden (, wird ihnen gesagt): "Dies ist, was ihr für euch selbst gehortet habt; kostet nun, was ihr zu horten pflegtet." (9:31-35)

اتخذوا احبارهم ورهبنهم اربابا من دون الله والمسيح ابن مريم وما امروا الا ليعبدوا الها وحدا لا اله الا هو سبحنه عما يشركون

يريدون ان يطفوا نور الله بافوههم ويابى الله الا ان يتم نوره ولو كره الكفرون

هو الذى ارسل رسوله بالهدى ودين الحق ليظهره على الدين كله ولو كره المشركون

يايها الذين ءامنوا ان كثيرا من الاحبار والرهبان لياكلون امول الناس بالبطل ويصدون عن سبيل الله والذين يكنزون الذهب والفضة ولا ينفقونها فى سبيل الله فبشرهم بعذاب اليم

يوم يحمى عليها فى نار جهنم فتكوى بها جباههم وجنوبهم وظهورهم هذا ما كنزتم لانفسكم فذوقوا ما كنتم تكنزون

Bereits in Vers 31 werden wir darüber informiert, dass es gar nicht um alle Juden und Christen geht, sondern um diejenigen, die sich ihre Gelehrten zu Herren genommen haben, anstatt Gott zu folgen. In ihren Schriften findet sich nämlich nichts, was einen Klerus oder eine nicht näher bestimmte Gruppe von Gelehrten als Autorität benennen würde. Sie leugnen das, was sie von Gott empfangen haben und folgen anderen Menschen nach. Doch nicht nur das. Offenbar ist ihnen ihr Fehlverhalten vollkommen bewusst, denn laut Vers 32 verfolgen sie die Absicht, dass, was Gott offenbart hat auszulöschen, indem sie das, was ihre Gelehrten sagen wider besseres Wissen in den Vordergrund rücken. Damit hatten sie bis zum Auftreten des Propheten Muhammad auch Erfolg. Doch die Worte der Offenbarung des Koran werden über die Verdrehungen der Juden und Christen triumphieren.

Der eigentlichen Grund für den von diesen Juden und Christen praktizierten Götzendienst ist, dass sie sich selbst an den Menschen bereichern wollen, die ihnen glauben, weil sie es nicht besser wissen. Dazu gehört der Klerus ebenso, wie diejenigen, die ihm folgen um sich selbst zu bereichern. Doch im Jenseits werden sie ihre Strafe dafür erhalten.

Es geht in Sure 9 Vers 30 also mitnichten um alle Christen und alle Juden, sondern um eine bestimmte Gruppe von ihnen, die bestimmte Intentionen hat, nämlich sich selbst zu bereichern. Damit dies gelingt wollen sie andere Menschen dazu bringen ihnen zu folgen. Dies ist der Grund, weswegen der Fluch Gottes auf ihnen lastet, der nichts anderes bedeutet, als dass sie letztlich für ihre Vergehen bestraft werden.


Kommentare  

 
0 # JudenKazuya 2013-04-06 09:40
Salam
Es ergibt hier und da schon Sinn, aber trotzdem steht da "Die Juden" und nicht "Einige Juden" oder "Folgende Juden".
Wieso nicht? Dadurch wäre es doch viel eindeutiger bzw eindeutig..
Wa salam
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0 # AntwortAdmin 2013-04-06 14:01
Salamunalaikum!

Es ist ein bekanntes Stilmittel des Koran, dass stets alle angesprochen werden auch wenn nur ein Teil gemeint ist. Dies ist auch im orthodoxen Islam so anerkannt.

Beispiel:

9.1. Eine Lossagung von Seiten Allahs und Seines Gesandten an diejenigen unter den Götzendienern, mit denen ihr einen Vertrag abgeschlossen habt. (Bubenheim)

Ganz offenkundig werden alle Götzendiener adressiert.

Erst in Vers 4 erfolgt eine Einschränkung die der Klärung dient:

9.4. Mit Ausnahme derer von den Götzendienern, mit denen ihr einen Vertrag abgeschlossen habt und die (es) euch (in) nichts haben fehlen lassen und niemandem gegen euch beigestanden haben. So erfüllt ihnen gegenüber ihren Vertrag bis zu der ihnen eingeräumten Frist! Gottesfürchtige n. (Bubenheim)

-> Die Annahme, dass bei einer allgemeinen Formulierung diese grundsätzlich so zu verstehen ist ist nicht in Einklang mit den Stilmitteln des Koran. Der Koran ist immer noch eine Verkündigung. Wenn ein Redner sagt: "Die Polizei hat Demonstranten angegriffen" - so ist dies derselbe Fall. Nur dass wir in unserer Zeit wissen, dass er wohl kaum jeden Polizisten der Welt gemeint hat.

Siehe hierzu auch:
www.didi-info.de/.../

Seite 97

wa salam,

Andreas
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0 # JudenKazuya 2013-04-06 16:12
Salam Andreas
In Sure 9 Vers 1 steht aber "..an diejenigen unter den.."
Da ist es klar dass nicjt alle gemeint sind...
Wa salam
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0 # AntwortAdmin 2013-04-06 16:17
Salam!

Das liegt aber wohl eher daran, dass es nur logisch ist, dass man sich nur lossagen kann, wenn man zuvor einen Vertrag hatte.

Insofern haben wir es hier mit zwei Ebenen zu tun.
1. Die, mit denen man einen Vertrag hat
2. Diese werden aber alle pauschal genannt. Erst in Vers 4 wird weiter aufgeschlüsselt .

wa salam,

Andreas
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