Meine-Islam-Reform

Die persönliche Seite einer Religion

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Zakat im Koran

Definition:

Der Begriff Zakat bedeutet übersetzt Reinheit bzw. Reinigung. Diese Reinigung steht in direktem Zusammenhang mit dem Begriff Sadaqa (Spende). Dies ergibt sich aus dem Vers 103 der Sure 9:

"Nimm aus ihrem Vermögen eine Almosengabe (sadaqa), um sie damit rein zu machen und zu läutern (tutahhiruhum wa-tuzakkiehim bihaa), und sprich den Segen über sie (salli `alaihim)! Dein Segen (salaat) ist eine Beruhigung für sie. Allah hört und weiß (alles). -" (Paret)

 


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Wunder im Koran?

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Viele Anhänger des Koran neigen dazu in Diskussionen mit Andersgläubigen und Kritikern auf die Wunder des Koran zu verweisen. Sie sind der Meinung, dass diese Wunder ihren Glauben beweisen würden und wollen damit auch andere vom Koran überzeugen.

 

 

Diese Argumentationsweise führt jedoch in eine Sackgasse. Dies hat mehrere Gründe.

  1. Die Frage nach der Wunderhaftigkeit ist beweglich. Das heißt, selbst wenn wir ein wirkliches Wunder festgestellt haben, so ist nicht gesagt, dass es auch morgen noch zutrifft. Zwar mag der Koran das ewige Wort Gottes sein, doch die Aussagen der Wissenschaft sind einem stetigen Wandel unterworfen. Was eben noch als Wunder schien kann morgen bereits falsch sein.
  2. Alle Wunder basieren auf Interpretation. Man wird im Koran keine wissenschaftlich ausformulierten Lehrsätze der Wissenschaft finden. Der Koran ist schließlich kein wissenschaftliches Orakelbuch, sondern ein Buch, welches sich dem Glauben, der Religion, der Spiritualität widmet. Insofern resultiert jedes Wunder zunächst auf dem persönlichen Verständnis des Lesers, so wie auch etwaige Fehler und Widersprüche innerhalb des Koran primär der Interpretation des Lesers geschuldet sind. Gerade bei Themen wie der Erschaffung der Welt oder anderen Aspekten der Schöpfung finden sich etliche mehrdeutige Verse, die man so oder eben anders verstehen kann. Wenn man aber bereits hier unterschiedliche Übersetzungsmöglichkeiten hat, so kann man nicht von einem objektiven Wunder sprechen, das man eingestehen muss, dass ein anderes Verständnis möglich ist.
  3. Selbst wenn es ein 100% verifizierbares Wunder gibt, so ist dies kein Beweis für den Koran. Eine breite Masse an Möglichkeiten bieten sich dann noch immer an: Zeitreisende, Außerirdische, Geister oder ähnliches. Alles, was irgendwie übernatürlich ist, kann noch immer in Frage kommen, da die Wunderhaftigkeit nicht aus dem Wissen einer Wesenheit herrührt, sondern aus der Unwissenheit der Menschen.

Wunder sind eine wirklich wunderbare Sache, um den eigenen Glauben zu stärken, doch sollte man sich bewusst sein, dass diese Wunder stets nur für einen selbst diesen Wundercharakter haben und es sich somit nur um subjektive Hinweise handeln kann.

Exemplarisch hierzu sein Link:

http://hss.fullerton.edu/comparative/islam.htm#Western%20Scholars%20Play

 

Im Endeffekt ändert sich also nichts, es führt nur zu weiteren endlosen Diskussionen:

http://www.way-to-allah.com/en/topics/quran_bible_science.html

http://www.way-to-allah.com/themen/RE_Keine-Wunder-im-Koran.html

http://www.youtube.com/watch?v=Tjx8DQf86vI&feature=related

http://www.anti-religion.net/aufklaerung.htm

 

In letzter Konsequenz landet man denn auch nicht mehr bei der Wahrheitssuche, sondern bei der eigenen Darlegung, weswegen das eigene Gehirn besser funktioniert als das des Kontrahenten. Dies sollte jedoch nicht das Ziel eines Gläubigen sein, sondern das Streben nach Wahrheit.


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