Meine-Islam-Reform

Die persönliche Seite einer Religion

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Das Gebet im Koran

Im orthodoxen Islam ist man der Ansicht, dass der Koran nicht ausreichen würde, um das Gebet zu beschreiben. Daher greift man diesbezüglich auf die Ahadith zurück. Dies geht einher mit dem Gedanken, die Durchführung des Gebets müsste wie eine Gebrauchsanweisung in allen Einzelheiten beschrieben sein, ohne bzw. mit nur ehr wenig individuellen Möglichkeiten. Dies ist für sich betrachtet in sich schlüssig und korrekt. Es ist jedoch ein Irrtum anzunehmen, dass es nicht auch anders ginge und eben...


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Inflation schränkt Feierlichkeiten im Ramadan ein

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KABUL (TMO/Agenturen). Muslimische Haushalte in ganz Asien leben unter dem Schatten, den die Inflation über den Fastenmonat Ramadan wirft. Sie macht es schwierig, die bisherigen nächtlichen Feierlichkeiten in der gewohnten Fülle durchzuhalten. Von Afghanistan bis Malaysia zwingen hohe Lebensmittelpreise die Armen, mit wenig auszukommen, und schränken die umfangreichen abendlichen Buffets ein, an welche die Wohlhabenderen bisher gewohnt waren.

Auf Märkten und in Basaren ist die Stimmung gedrückt und Händler klagen über deutlich weniger Kunden, da die Menschen bei Süßigkeiten und Delikatessen sparen müssen. "Unsere Businessstrategie in diesem Jahr besteht darin zu überleben", berichtet ein Händler in Kuala Lumpur, der gegrillten Fisch auf dem Ramadan-Straßenmarkt der malaysischen Hauptstadt anbietet.

"Ich habe in den letzten 20 Jahren auf Basaren gehandelt und dieses Jahr ist das schwierigste für mich. Gewöhnlich verkaufen wir rund 100 Kilogramm Fisch pro Tag, aber dieses Jahr beläuft sich die Menge auf 30 bis 40 Kilo", berichtet Azahari Wahab. Nicht nur fehle es ihm an Kundschaft, auch seien die Preise für seine Zutaten "um mehr als 100 Prozent" gestiegen, erklärt er, während er den Fisch auf Bananenblätter anhäuft.


In Afghanistan, einem der ärmsten Länder der Welt, sind die Märkte voller festlicher Lebensmittel, aber alleine der Preise für Weizen hat sich im letzten Jahr verdoppelt. Nur wenige können sich eingelegtes Gemüse, Süßigkeiten und besondere Brotsorten überhaupt leisten.

"Wir haben schon vor dem Ramadan nicht genug Lebensmittel gehabt. Bei uns ändert sich nichts", berichtet der Busfahrer Mohammed Gul. "Für die Armen ist immer Ramadan." Die ansteigenden Kämpfe zwischen Besatzungstruppen und Taliban haben die Versorgung noch weiter erschwert. Laut Angaben einer britischen Hilfsorganisation könnten bis zu fünf Millionen Menschen im kommenden Winter unter Lebensmittelknappheit leiden.

Indonesien, das größte muslimische Land, sah in der Vorbereitung zum Ramadan einen Anstieg der Lebensmittelpreise. Dies hat den Familien, die bereits vorher unter anhaltend hohen Preisen litten, noch weitere Lasten auferlegt. Dies beschränkt die Kaufkraft in Sachen feierlicher Abendessen. "Ich habe meiner Familie früher Desserts gemacht, mit denen sie das Fasten brechen kann. Da aber alles teurer wird, können wir uns das nicht mehr leisten", sagt die sechsfache Mutter Nena.

In Bangladesch, wo Lebensmittelpreise auch schön früher während des Ramadans angezogen haben, eröffnete die Regierung 7.500 Sondermärkte, auf denen subventionierter Reis und andere Grundnahrungsmittel günstiger erworben werden können. Innerhalb eines Jahres seien die Preise für Lebensmittel um etwas mehr als 45 Prozent gestiegen. "Wir bemühen uns, die Preise nicht zu erhöhen, sodass die Armen immer noch kommen können", sagt der Händler Mohammed Schukur im ältesten Bazar der Hauptstadt Dhaka. "Wir haben nur die Hälfte an Kunden und unsere Gewinner sind geringer. Für besondere Produkte mussten wir die Preise erhöhen, weshalb sie auch weniger gekauft werden."

Der traditionelle Erwerb von neuer Kleidung zum Ende des Ramadan ist die erste Sache, welche viele Familien opfern werden. "Wir haben keine gute Kundenanbindung in diesem Jahr", berichtet Irfan Beg, Besitzer eines großen Kleiderladens in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad.

Während nationale Politiker und Kommentatoren den Muslimen empfehlen, ihre Gürtel enger zu schnallen und einfacher zu feiern, meinen andere, dass es keine finanziellen Beschränkungen geben sollte. "Was ist der Feiertag am Ende des Ramadans ohne Essen, Kekese und neue Kleider? Es ist eine Zeit der Feier und des Dankes an Allah", sagt die 23-jährige Verkäuferin Raina in Kuala Lumpur.

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