Meine-Islam-Reform

Die persönliche Seite einer Religion

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Das Gebet im Koran

Im orthodoxen Islam ist man der Ansicht, dass der Koran nicht ausreichen würde, um das Gebet zu beschreiben. Daher greift man diesbezüglich auf die Ahadith zurück. Dies geht einher mit dem Gedanken, die Durchführung des Gebets müsste wie eine Gebrauchsanweisung in allen Einzelheiten beschrieben sein, ohne bzw. mit nur ehr wenig individuellen Möglichkeiten. Dies ist für sich betrachtet in sich schlüssig und korrekt. Es ist jedoch ein Irrtum anzunehmen, dass es nicht auch anders ginge und eben...


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Folter in Deutschland

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Eine interessante Überschrift! Hätten Sie’s gedacht?

In diesem Staate, der sich die Menschenrechte auf die Fahne geschrieben hat soll erbarmungslos gefoltert werden? Kaum zu Glauben, oder?

Obwohl: der deutsche Staat unterstützt ja auch andere Staaten, die es mit den Menschenrechten nicht so genau nehmen. Es kommt da wohl auf die Perspektive an. Schließlich sind die Feinde meiner Freunde ja auch meine Feinde - oder umgekehrt und überhaupt hat die deutsche Nation eine generelle Grundschuld, so daß man es nicht mit allen anderen Länder und schon gleich gar nicht mit sich selber so genau nehmen muß. Aber die deutsche Außenpolitik ist heute nicht unser Thema. Daher vielleicht erst einmal ein kleiner Exkurs in Sachen Folter:


Folter ist das gezielte Zufügen von psychischem oder physischem Leid (Gewalt, Qualen, Schmerz) an Menschen durch andere Menschen, meist als Mittel für einen zielgerichteten Zweck, beispielsweise um eine Aussage, ein Geständnis, einen Widerruf oder eine wichtige Information zu einem bestimmten Sachverhalt zu erhalten oder um den Willen und Widerstand der Folteropfer (dauerhaft) zu brechen. Im engeren Sinne tritt Folter als eine Tat einer bestimmten Interessengruppe (Teile der Exekutive, politisch-militärischen Organisationen oder Gruppen o. ä.) an einem Individuum auf. Beispiele sind das Foltern zum Erzwingen von Geständnissen seitens der Inquisition, der Polizei oder des Geheimdienstes. Laut der UN-Antifolterkonvention ist jede Handlung als Folter zu werten, bei der Träger staatlicher Gewalt einer Person „vorsätzlich starke körperliche oder geistig-seelische Schmerzen oder Leiden“ zufügen oder androhen, um eine Aussage zu erpressen, um einzuschüchtern oder zu bestrafen.[1] Die Folter ist international geächtet; in Deutschland ist das Foltern einer Person eine Straftat.

Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Folter

Wir sehen also: Eine Form der Folter ist das Zufügen von psychischem Leid, um den Willen der Opfer zu brechen. Perfektioniert wurde dies in Guantanamo:

Unter Generalmajor Geoffrey Miller, der später das berüchtigte Gefängnis Abu Ghoreib bei Bagdad befehligte, habe sich die Lage der Häftlinge in Guantanamo noch verschlimmert, heißt es. So seien ihnen gewaltsam die Bärte abgeschnitten worden, sie seien mit Fesseln in unnatürliche Haltungen gezwungen und nackt in den Zellen eingeschlossen worden. Sie hätten sich auch Videokassetten mit anderen Gefangenen ansehen müssen, die zum Analverkehr gezwungen worden seien. Ein weiterer Vorwurf lautet, dass der Koran, das heilige Buch der Moslems, vom Wachpersonal in die Toilette geworfen worden sei. Die ehemaligen Gefangenen werfen den Ermittlern auch vor, ihnen vor Verhören Injektionen mit unbekannten Drogen gegeben zu haben. Ungeachtet der feuchten und heißen Luft auf der US-Militärbasis hätten sie nur ein Mal in der Woche für wenige Minuten duschen dürfen.

Quelle: http://www.focus.de/politik/ausland/guantanamo_aid_85168.html

In Guantanamo bestand die Folter der muslimischen Gefangenen u.a. also darin, diese zu Verstößen gegen ihren Glauben zu zwingen, wie z.B. das Rasieren des Bartes oder der Zwang Analverkehr zu praktizieren. Interessant ist nun, daß man solche Praktiken auch in Deutschland anwendet:

"Man fühlt sich so erniedrigt.[...]wenn es unter Zwang geschieht...."

Dies sind die Worte einer Betroffenen. Mittlerweile ist Deutschland daher auch in den Focus der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch geraten. Auf deren Website äußert man sich wie folgt:

„Die Regelungen diskriminieren sowohl auf der Grundlage des Geschlechts als auch der Religion und verletzen die Menschenrechte dieser Frauen."

Der findige Leser wird es nun bereits geahnt haben: es geht um das Kopftuchverbot. Was ist der Unterschied zwischen dem erzwungenen Abschneiden des Bartes und dem erzwungenen Ablegen des Kopftuches? Beide greifen massiv in die freie Religonsausübung ein, der einzige Unterschied ist, daß die Männer in Guantanamo körperlich mißhandelt werden, die Frauen in Deutschland lediglich arbeitslos sind oder als Reinigungskraft arbeiten dürfen, obwohl sie ein abgeschlossenes Studium vorzuweisen haben, wie z.B, oben genannte Betroffene:

...abgeschlossenes Studium, Heirat erst nach Ende der Uni-Ausbildung, den Ehemann selbst ausgesucht und nicht von den Eltern aufgezwungen. "Ich bin ein Muster für das, was sie suchen", sagt sie stolz.

Quelle: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/1682077_Zwanghaft-neutral.html

Man möchte Fragen: was will man noch mehr erwarten? Man erwartet offenbar die totale Assimilation und die Negierung jeglicher kultureller Herkunft unter dem fadenscheinigen Argument der Neutralität, die man durch ein Kleidungsstück gefährdet sieht, in welches man alle möglichen Dinge hineininterpretieren kann, ohne den Träger zu befragen, wie er dazu steht. Man kann nur hoffen, daß HRW erfolgt hat, wenn die Organisation die Landesregierungen aufruft, die Kopftuchverbote daraufhin zu überprüfen, ob sie nach Geschlecht oder Religion diskriminieren, und sie den internationalen Menschenrechtsstandards anzupassen oder sie aufzuheben.


Weiterführendes:

http://www.hrw.org/de/news/2009/02/25/deutschland-kopftuchverbote-verletzen-menschenrechte

http://meine-islam-reform.de/index.php/component/attachments/download/56.html

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