Meine-Islam-Reform

Die persönliche Seite einer Religion

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Die Shahada

Orthodoxe Shahada als kalligrafischer Schriftzug in der Wasir-Khan-Moschee in LahoreDie Shahada ist die erste Säule des orthodoxen Islam und lautet: "La ilaha il allah muhammad rasululah" - "Es gibt keinen Gott außer Gott und Muhammad ist sein Gesandter". Es ist bemerkenswert, dass ein solches Glaubensbekenntnis im Koran nicht existiert. In Sure 3 Vers 18 findet sich lediglich folgendes:

"Allah bezeugt, daß es keinen Gott gibt außer ihm. Desgleichen die Engel und diejenigen, die das Offenbarungswissen besitzen. Er sorgt für Gerechtigkeit (qaa'iman bil-qisti). Es gibt keinen...


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Die Beschneidung

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Die aktuelle Diskussion um die rituelle Beschneidung männlicher Personen schlug und schlägt auch nach der Entscheidung des Bundestages hohe Wellen. Muslime wie Juden sehen sich in ihrer freien Religionsausübung eingeschränkt, Gegner der Zirkumzision sehen die Unversehrtheit des Kindes in Gefahr.

Ich bin gegen die Bescheidung. Ich bin dagegen, weil sie koranisch nicht legitimiert ist. Es gibt keinen Grund etwas an Gottes Schöpfung zu verändern. Näheres: http://meine-islam-reform.de/index.php/artikel/fremdtexte/574-beschneidung.html

Doch wer bin ich, dass ich als Nichtjude Juden erkläre, was gut für Ihr Kind ist? Ich bin auch weder Sunnite noch Schiite. Doch deren Überzeugung ist es, dass die Beschneidung eine gute sche für das Kind ist und in Zusammenhang steht mit dem, was Gott als dass Beste sieht. Wie kann ich mich also erdreisten die Beschneidung auf Grund meiner Überzeugung in ihrer spirituellen Dimension zu beschneiden und ausschließlich meine Maßstäbe der Beurteilung anlegen? Wo führt derlei hin? Ist nicht de Taufe eine Vergewaltigung einer kleinen Seele gefolgt von einer religiösen Erziehung die auf falschen Prämissen basiert? Aus nichtchristlicher Sicht werden Menschen psychisch Beschnitten und erhalten eine Prägung, die sie vielleicht nicht wieder ablegen können. Ebenso wird den Kindern atheistischer Eltern aus religiöser Sicht die Chance auf das Jenseits massiv eingeschränkt, sie einer Gefahr ausgesetzt.

Ist das der Weg? Entscheiden andere was gut für mein Kind ist? Ist dies etwa ein Schritt in Richtung Entmündigung der Eltern?

Natürlich kann man nun sagen: Wie? sind sie nun deswegen auf für die Beschneidung von Mädchen? - Ein Totschlagargument! Aber ein schlechtes, denn das Risiko einer erheblichen(!) Schädigung ist bei der weiblichen Beschneidung belegt. Bei Männern hingegen existieren dazu unterschiedliche Sichtweisen unter Medizinern. Im Gegenzug könnte man auch sagen: wie? Sie lassen Ihrer Tochter Ohrlöcher stechen? Ja sind sie etwas für die pharaonische Beschneidung ?

Damit sind wir auch beim Problem: Kinder sind ständig Körperverletzungen ausgesetzt. Haare schneiden, Nägel schneiden, Leberflecke entferne, Ohren anlegen lassen, Impfungen - alles Eingriffe in die Unversehrtheit des Unmündigen, die nach Risiko Nutzen Abwägung legal und in der Entscheidung bei den Sorgeberechtigten liegen.

Ich meinen Augen ist es unerträglich, dass andere Entscheiden wollen, was gut für mein Kind ist und was nicht. Die Debatte ist eine verlogene, das es primär wohl eher darum geht, dass das, was die Mehrheitsgesellschaft als gut betrachtet von Minderheiten geteilt werden muss und alle andere nicht toleriert werden darf. Das Kindswohl scheint da eher das trojanische Pferd zu sein, auf das man setzt um eine (seine) Sicht einer Leitkultur durchzusetzen.

Wie gesagt bin ich gegen die Beschneidung. Jeder sollte in meinen Augen selbst mündig entscheiden, was mit seinem Körper auf Grund religiöser Sichtweisen passiert. Eine Diskussion kann jedoch nur innerhalb der jeweiligen religiösen Gemeinschaft geführt werden und wer eine Kinder beschneiden lassen will, der wird dies dann eben außerhalb Deutschlands tun. Den Kinder ist damit nicht geholfen. Im Gegenteil: ich würde die Sterilität eine OP einem Hinterzimmer in eine, Bergdorf vorziehen. Insofern erkenne ich auch hier, dass es bei der Debatte vielen wohl eher weniger um das Kindswohl geht. Das Kindswohl kann nur dann gewährleistet werden, wenn Eltern aktiv einbezogen sind, nicht wenn man sich eigenmächtig als letzte Kontrollinstanz über die Stimme der Eltern stellt.


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