Meine-Islam-Reform

Die persönliche Seite einer Religion

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Zakat im Koran

Definition:

Der Begriff Zakat bedeutet übersetzt Reinheit bzw. Reinigung. Diese Reinigung steht in direktem Zusammenhang mit dem Begriff Sadaqa (Spende). Dies ergibt sich aus dem Vers 103 der Sure 9:

"Nimm aus ihrem Vermögen eine Almosengabe (sadaqa), um sie damit rein zu machen und zu läutern (tutahhiruhum wa-tuzakkiehim bihaa), und sprich den Segen über sie (salli `alaihim)! Dein Segen (salaat) ist eine Beruhigung für sie. Allah hört und weiß (alles). -" (Paret)

 


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Atheisten sind auch nur Menschen

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In der letzten Zeit habe ich mich viel mit Atheismus bzw. mit Atheisten auseinandergesetzt. Das Ergebnis, welches ich für mich gefunden haben: Ich mag sie nicht!

Ich mag sie genau so wenig wie jede andere Religion, wenn sie sich organisiert und anfängt andere Menschen zu gängeln. Natürlich sind nicht alle Atheisten so. Aber die, die es für nötig halten sich dergestalt zu organisieren, dass sie mit Bussen durch die Gegend fahren um ihre "Missionsarbeit" zu erfüllen oder zu einer ominösen "Kritischen Islam Konferenz" einladen finde ich in etwa so nervig, wie klingelnde Zeugen Jehovas, wobei letztere zumindest in aller Regel freundlich sind und nicht ausfallend werden. Damit bilden Sie eine rühmliche Ausnahme zu anderen etablierteren Religionen. Da meinen viele sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen und dürften sich ob ihres Glaubens über andere erheben. In der Folge sehen sie im Gegenüber dann Ungläubige, Satansanhänger oder eben im Atheismus dann "Religioten". Eine sinnstiftende Auseinandersetzung damit, dass das Gegenüber vielleicht sogar gute Gründe hat dieses oder jenes zu glauben oder auch nicht zu glauben findet häufig gar nicht statt, der Versuch sich gegenseitig zu verstehen unterbleibt.

Beliebtes Argument: "Es gibt keinen Beweis für Gott, deswegen ist es unsinnig an ihn zu glauben!"

Dieses Argument kann man nur dann glauben, wenn man sowieso schon daran glaubt. Man bemerkt jedoch, dass solch ein Denken nicht zielführend ist, wenn man statt Gott einfach mal ein anderes Wort einsetzt wie z.B. Liebe. Niemand anderes kann Dir sagen ob Du liebst oder geliebt wirst. Du weißt es einfach, Du spürst es. Wenn man aber sagt: ich spüre, dass Gott da ist wird man gleich wieder als "Spinner" abqualifiziert, denn es bestünde ja die Möglichkeit, dass man sich irrt.

Richtig, man könnte sich irren. So wie man sich bei einer fixen Aussage zu jedem nicht überprüfbaren Thema irren kann, eben weil es nicht falsifizierbar ist. So ist auch die Aussage "Es gibt keinen Gott" absolut nicht zu überprüfen. Es ist eine Annahme die man auf Grund der Interpretation dessen, was man so kennt aufstellt. Das ist in keinster Weise rationaler als das Gegenteil. Ich würde sogar sagen, dass es in höchstem Maße irrational ist nicht auf seine Gefühle zu hören.

Wenn man nun aber gar nicht eindeutig sagen kann, welche Wahrheit nun die wahre Wahrheit ist - wäre es dann nicht einfach mal besser still zu sein und die Menschen in ihrem Leben in Ruhe zu lassen? Muss man immer andere missionieren?

Mir ist natürlich klar, dass der Missionsgedanke primär bei religiösen Menschen zu finden ist aber muss deswegen jeder denselben Fehler begehen? Sicher meint jeder seine Meinung sei die richtige Meinung, sonst hätte man sie ja nicht. Und natürlich kann man auch über so etwas diskutieren. Aber dann bitte auf Augenhöhe und nicht mit der Ansicht man sei von vorneweg derjenige der Recht hat bzw. haben muss. Das schafft nur böses Blut.

Und denjenigen, die dem Koran glauben möchte ich dabei die folgende Worte ans Herz legen:

O ihr Menschen, Wir haben euch ja von einem männlichen und einem weiblichen Wesen erschaffen, und Wir haben euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennenlernt. Gewiß, der Geehrteste von euch bei Allah ist der Gottesfürchtigste von euch. Gewiß, Allah ist Allwissend und Allkundig. (49/13)

يايها الناس انا خلقنكم من ذكر وانثى وجعلنكم شعوبا وقبائل لتعارفوا ان اكرمكم عند الله اتقىكم ان الله عليم خبير

Kennenlernen! Man lernt sich nicht kennen, wenn man sich beleidigt. Da hat nämlich niemand Lust sich mit einem auseinanderzusetzen.

Zum Abschluss noch ein Ausschnitt, wie eine Diskussion nicht laufen sollte (und da nehme ich mich nicht aus) :


Diskussion für Facebook-Mitglieder hier einsehbar: https://www.facebook.com/michael.schmidtsalomon/posts/662427533783371

Und hier der Link zu dem wirklich guten Artikel von Schmidt-Salomon zu genau der Problematik, die ich hier in diesem Beitrag anspreche: http://www.schmidt-salomon.de/atheismus.htm


Kommentare  

 
-1 # GottesbeweisMichael 2013-06-09 18:30
Die von Ihnen geführte Diskussion hatte ich ähnlich in einer Online Community. Die Argumente der "Atheisten" waren dort dieselben. Immer solle man beweisen, dass Gott existiert, aber niemand wollte den Beweis erbringen, dass er nicht existiert. Auf das Argument der unmöglichen Falsifikation wurde gar nicht eingegangen!

Ich habe darauf hingewiesen, dass es in der europäischen Philosophie über Jahrhunderte fruchtlose Versuche zu Gottesbeweisen gab. Alle diese Versuche brachten NICHTS. Gerade Kant hat wohl endgültig belegt, dass der Gottesbeweis nicht funktioniert. Aber gerade die Erkenntnis dass Gottes Existenz nicht bewiesen und nicht falsifiziert werden kann hat ihn mehr zum Glauben gebracht.
Diese Leute berufen sich zwar auf die Aufklärung, verstehen sie aber nicht. In Wahrheit sind es Fundamentaliste n im Mäntelchen der Aufklärung. Daher habe ich Diskussionen mit ihnen aufgegeben. Gruß Michael
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0 # Super Artikel!Asena 2013-07-21 00:47
Frieden Andreas,

du sprichst mir aus der Seele und gerade dieser Koranvers verdeutlicht es sehr deutlich. Leben und leben lassen.

Was mich eher stört, als diese Gottesbeweis-Geschichte ist, dass der Atheist tatsächlich behauptet, Religionen seien Neuerfindungen. Religionen sind so alt wie der Mensch selbst. Das ist einer der Gründe, die mich dazu verleiten, dass Glauben eben doch nicht so dumm ist.

Aber manche Atheisten sind tatsächlich genauso fundamentalisti sch in ihren Ansichten, wie all die religiösen Extremisten.
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