Meine-Islam-Reform

Die persönliche Seite einer Religion

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Die Shahada

Orthodoxe Shahada als kalligrafischer Schriftzug in der Wasir-Khan-Moschee in LahoreDie Shahada ist die erste Säule des orthodoxen Islam und lautet: "La ilaha il allah muhammad rasululah" - "Es gibt keinen Gott außer Gott und Muhammad ist sein Gesandter". Es ist bemerkenswert, dass ein solches Glaubensbekenntnis im Koran nicht existiert. In Sure 3 Vers 18 findet sich lediglich folgendes:

"Allah bezeugt, daß es keinen Gott gibt außer ihm. Desgleichen die Engel und diejenigen, die das Offenbarungswissen besitzen. Er sorgt für Gerechtigkeit (qaa'iman bil-qisti). Es gibt keinen...


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Die Qi'rat des Koran

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Wenn wir den Qur’an lesen, dann beziehen wir uns meistens auf Warsch oder Hafs und sagen: „dies ist Hafs“ oder „dies ist Warsch“. Was wir damit meinen ist, dass dies die Riwaja von Warsch oder die Riwaja von Hafs ist. Es ist die Riwaja einer bestimmten Qira’a. Die Qira’at oder Lesarten, oder aber auch Methoden der Rezitation, sind benannt worden nach Lehrern von einer Schule der Qur’anrezitierer. Jede Qira’a leitet ihre Berechtigung ab von einem bekannten Führer der Rezitation im zweiten oder dritten Jahrhundert nach der Hidschra, die wiederum ihre Spuren zurückverfolgen zu einem der Gefährten des Propheten, Allahs Friede und Segen auf ihm. Zum Beispiel wird man am Ende eines Warsch Qur’ans wahrscheinlich lesen können, „die Riwaja von Imam Warsch von Nafi’ al-Madini von Abu Dscha’far Jazid ibn al-Qa’qa’ von ’Abdullah ibn ’Abbas von Ubaij ibn Ka’b vom Gesandten Allahs, möge Allah ihn segen und ihm Frieden gewähren, von Dschibril, Friede sei mit ihm, vom Schöpfer.“ Oder in einem Hafsexemplar werden wir finden: „die Riwaja von Hafs ibn Sulaiman ibn al-Mughira al-Asadi al-Kufi von der Qira’a von ’Asim ibn Abi’n-Nudschud al-Kufi von Abu ’Abdurahman ’Abdullah ibn Habib as-Sulami von ’Uthman ibn ’Affan und ’Ali ibn Abi Talib und Zaid ibn Thabit und Ubaij ibn Ka’b vom Gesandten Allahs, möge Allah ihn segen und ihm Frieden gewähren.“ All diese gehen zurück auf den Propheten. Es gibt geringe Unterschiede in diesen Lesarten, z.B., wo mit dem Lesen angehalten wird, z.B. in der Surat al-Baqara: „dhalika’l-Kitabu la raib“ oder „dhalika’l-kitabu la raiba fih“. Genauso gibt es Unterschiede in der Vokalisierung („suddan“ oder „saddan“) und manchmal macht man Unterschiede in den Buchstaben, entsprechend den verschiedenen diakitischen Markierenungen, wie ja’ oder ta’ (turdscha’una oder jurdscha’uni). Manchmal besitzt ein Wort ein Schaddah und manchmal hat es keins. In diesem Zusammenhang sollten wir erwähren, dass der Prophet selbst sagte, dass der Qur’an in sieben Dialekten (ahruf; sing. harf) überliefert wurde. Harf bedeutet Dialekt, Mundart, oder Ausdrucksweise. Während des Khalifats von ’Uthman gab es deswegen Streit. So folgten die Syrer Ubaij ibn Ka’b, die Kufaner folgten ’Abdullah ibn Masud, die Leute von Hims al-Miqdad und die Leute aus Basra rezitierten wie Abu Musa. Um diesen Auseinandersetzungen über das, was das Beste sei, ein Ende zu bereiten, entschied sich ’Uthman, die Gemeinschaft hinter einen Text zu vereinigen. In der Zeit von Abu Bakr as-Siddiq wurde Zaid ibn Thabit von Abu Bakr beauftragt, alle geschriebenen Teile des Qur’ans zu sammeln und einen vollständigen Text zu erstellen (denn eine große Anzahl der Huffaz wurde in der Schlacht von Jamama getötet). Er tat dies und es wird berichtet, dass er der erste gewesen sei, der den Qur’an zwischen zwei Deckeln sammelte. Diese Kopie kam von Abu Bakr zu ’Umar und dann zu Hafsa. ’Uthman benutzt diese, um seine Kopie zu erstellen, die dann in alle Teile der damaligen muslimischen Ummah gesandt wurde; es wird überliefert, dass ’Uthman „Kopien des Qur’ans erstellte“ oder „die Muslime auf eine einzige Kopie vereinigte.“ Der Anlaß, dies zu tun, wurde von Hudhaifa ibn al-Jamam hervorgerufen, der nach Medinah zurückkehrte, nachdem er regionale Unterschiede beobachtet hatte. Er sagte zu ’Uthman: „Nimm diese Ummah bei der Hand, bevor sie über das Buch Unterschiede machen wie die Christen und Juden.“ So schickte er nach der Kopie, die von Abu Bakr angefertigt wurde, die danach im Besitz von ’Umars Tochter, Hafsa, war. Darin wurde dem Dialekt der Quraisch ein Vorrang eingeräumt und viel von der Unterschiedlichkeit wurde bereinigt, aber diese wurde noch von den unterschiedlichen Lesarten widergespiegelt, denn es war eigentlich eine Frage der mündlichen Übertragung und es gab in der Kopie ’Uthmans keine diakritischen Markierungen. Leute lasen den Qur’an, wie sie ihn von ihren Lehrern gehört hatten und gaben ihn wiederum in mündlicher Überlieferung weiter.
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