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	<title>Der Fiqh &#8211; Meine Islam Reform</title>
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	<description>Die persönliche Seite einer Religion</description>
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	<title>Der Fiqh &#8211; Meine Islam Reform</title>
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	<item>
		<title>Zwangsheirat</title>
		<link>https://meine-islam-reform.de/zwangsheirat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Apr 2020 22:13:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Fiqh]]></category>
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					<description><![CDATA[Immer wieder hört man von Zwangsehen. Zuletzt erschien eine Studie, die belegt, dass Zwangsehen auch unter Muslimen noch immer an der Tagesordnung sind, was erstaunlich ist, da der Koran sich explizit gegen eine solche Praxis wendet. In Sure 24 Vers 33 lesen wir: Und diejenigen, die es sich nicht leisten können zu heiraten, sollen so &#8230; <a href="https://meine-islam-reform.de/zwangsheirat/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Zwangsheirat</span> weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Immer wieder hört man von Zwangsehen. Zuletzt erschien eine Studie, die belegt, dass Zwangsehen auch unter Muslimen noch immer an der Tagesordnung sind, was erstaunlich ist, da der Koran sich explizit gegen eine solche Praxis wendet.</p>



<span id="more-713"></span>



<p>In Sure 24 Vers 33 lesen wir:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><b>Und diejenigen, die es sich nicht leisten können zu heiraten, sollen so lange Enthaltsamkeit üben, bis Allah sie durch seine Huld reich macht. Und wenn welche von euren Sklaven einen Freibrief haben wollen, dann stellt ihnen einen solchen aus, falls ihr eine gute Meinung von ihnen habt, und gebt ihnen etwas von dem Vermögen Allahs, das er euch gegeben hat! Und zwingt nicht eure Sklavinnen (fatayaat), wenn sie ein ehrbares Leben führen wollen, zur Prostitution[bighai], um (auf diese Weise) den Glücksgütern (`arad) des diesseitigen Lebens nachzugehen Wenn (jedoch) jemand sie (wirklich dazu) zwingt, dann ist Allah gewiß nach ihrem erzwungenen Tun, barmherzig und bereit zu vergeben.</b></p>



<p><b>وليستعفف الذين لا يجدون نكاحا حتى يغنيهم الله من فضله والذين يبتغون الكتب مما ملكت ايمنكم فكاتبوهم ان علمتم فيهم خيرا وءاتوهم من مال الله الذى ءاتىكم ولا تكرهوا فتيتكم على البغاء ان اردن تحصنا لتبتغوا عرض الحيوة الدنيا ومن يكرههن فان الله من بعد اكرههن غفور رحيم</b></p>
</blockquote>



<p class="has-text-align-left">In diesem Vers lesen wir, dass man Sklavinnen nicht zur Prostitution zwingen soll. Wenn man also nicht einmal seine Sklavin zwingen darf, wie kann man dann auf die Idee kommen, dass man es bei seiner Tochter darf?</p>



<p class="has-text-align-left">Manch ein Vertreter der Anhänger von Zwangsheiraten mag nun einwenden, dass eine Ehe keine Prostitution sei. Dies ist natürlich richtig. Allerdings ist in diesem Vers nicht nur die Rede von Prostitution, sondern von Unkeuschheit, denn genau dies bedeutet der Begriff bigha ebenfalls:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><b>ب غ ي</b><br><br><b>Ba-Ghayn-Ya</b> =<br><br>Sought for or after, desired, endeavored to find and take and get (good or evil)<br>Loving or affecting a thing<br>Acting wrongfully, injuriously or tyrannically<br>Seeking or endeavoring to act corruptingly, wrongly and/or unjustly, insolent/disobedient<br>Exceeding due bounds or just limits in any way<br>Not right, proper or fit<br>Prostitute or adulteress, <u>unchaste</u> [e.g. 19:20, 19:28, 24:33]<br>Seeking what one should not seek<br>Seeking game or prey<br>Place where a thing is sought, way or manner in which a thing is sought</p>



<p><a href="http://www.studyquran.org/LaneLexicon/Volume1/00000268.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.studyquran.org/LaneLexicon/Volume1/00000268.pdf</a><br mce_bogus="1"></p>



<p><a href="http://www.studyquran.org/LaneLexicon/Volume1/00000269.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.studyquran.org/LaneLexicon/Volume1/00000269.pdf</a><br mce_bogus="1"></p>



<p><a href="http://www.studyquran.org/LaneLexicon/Volume1/00000270.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.studyquran.org/LaneLexicon/Volume1/00000270.pdf</a><br mce_bogus="1"></p>
</blockquote>



<p class="has-text-align-left">Noch zwingender wird die Sachlage, wenn man bedenkt, dass der begriff fatayaat nicht immer im Sinne von Sklaven gebraucht werden muss, sondern allgemein junge Menschen beschreibt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><b>Fa-Ta-Ya</b> = <u>to be young</u>, full-grown, brave, generous, manly qualities, bold, courageous, fine fellow, gallant, young comrade, young slave, servant.<br> afta &#8211; to advise, give an opinion/instruction, decision, judgement or decision in a matter of law, give a formal legal decree, announce of inform a legal order, issue a (divine) decree or sacred law, explain the meaning, pronounce, furnish explanation.</p>



<p><a href="http://www.studyquran.org/LaneLexicon/Volume6/00000120.pdf" mce_href="http://www.studyquran.org/LaneLexicon/Volume6/00000120.pdf">http://www.studyquran.org/LaneLexicon/Volume6/00000120.pdf</a><br mce_bogus="1"></p>



<p><a href="http://www.studyquran.org/LaneLexicon/Volume6/00000121.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.studyquran.org/LaneLexicon/Volume6/00000121.pdf</a><br mce_bogus="1"></p>
</blockquote>



<p class="has-text-align-left">Insofern macht der Koran es unmöglich, dass man Menschen zu Unkeuschheit und damit zur Ehe zwingt.</p>



<p class="has-text-align-left">Zwar legen wir hier keinerlei Wert auf die Ahadith, aber auf Grund der Schwere der Problematik sollen an dieser Stelle auch einige Ahadith zitiert werden:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><i>„Der Prophet (&#8230;) sagte: »Eine ältere Frau darf nur verheiratet werden, wenn dies mit ihr besprochen wurde. Und eine Jungfrau darf nur verheiratet werden, wenn sie der Heirat zustimmt.« Jemand fragte ihn: »O Gesandter Gottes, wie äußert eine Jungfrau ihre Zustimmung?« Er erwiderte: »Sie gibt dadurch ihr Jawort, daß sie schweigt.«“ </i></p>



<p><i>&#8222;Wenn einer von euch seine Tochter verheiraten möchte, so muss er sie um ihre Erlaubnis bitten.&#8220; (Sunan al-Aqwal wa al-Af&#8217;al Nr. 25644) </i></p>



<p><i>Hansâ Bint Hidâm Al-Ansâriyya berichtet, dass sie als verwitwete Frau von ihrem Vater wiederverheiratet wurde, und dass sie damit nicht einverstanden war. Sie begab sich deshalb zum Gesandten Allahs ع.ص.م, und er machte ihre Ehe rückgängig. (Auszüge aus Sahih Al-Buchari, Hadith Nr. 5138) </i></p>



<p><i>Abdullah ibn Buraida berichtet, dass Aisha sagte, dass eine junge Frau zu ihr kam und sagte: „Mein Vater verheiratete mich mit meinem Cousin, um sein Ansehen zu steigern und ich möchte dem nicht zustimmen.“ Aisha sagte: „Setze dich und warte, bis der Prophet ع.ص.م, kommt.“ Der Prophet ع.ص.م kam und Aisha berichtete ihm von der Situation. Daraufhin lies Muhammed ع.ص.م ihren Vater einladen und erklärte ihm, dass die Entscheidung in der Hand seiner Tochter läge. [..] usw. (Sunan al-Nisaa’l, Kitaab al-Nikaah) </i></p>
</blockquote>



<p class="has-text-align-left">In Saudi-Arabien sind Zwangsehen übrigens verboten:</p>



<p><a href="http://en.qantara.de/wcsite.php?wc_c=7566">http://en.qantara.de/wcsite.php?wc_c=7566</a></p>



<p class="has-text-align-left">Wer von einer Zwangsehe betroffen ist, der findet hier Rat: <a href="http://www.ehrverbrechen.de/1/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.ehrverbrechen.de/1/</a><br mce_bogus="1"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie betet man am Nordpol?</title>
		<link>https://meine-islam-reform.de/wie-betet-man-am-nordpol/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Apr 2018 17:11:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Fiqh]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine häufige Frage, die in Bezug auf die Gebetszeiten auftritt ist die nach den Zeitpunkten der Verrichtung in dem Falle, dass es keinen Wechsel von Tag und Nacht gibt, wie es z.B. am Nordpol der Fall ist. Die Beantwortung dieser Frage ist auf zwei Ebenen möglich. Zum einen kann man in dem Falle, dass es &#8230; <a href="https://meine-islam-reform.de/wie-betet-man-am-nordpol/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Wie betet man am Nordpol?</span> weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine häufige Frage, die in Bezug auf die Gebetszeiten auftritt ist die nach den Zeitpunkten der Verrichtung in dem Falle, dass es keinen Wechsel von Tag und Nacht gibt, wie es z.B. am Nordpol der Fall ist.</p>
<p><span id="more-615"></span></p>
<p>Die Beantwortung dieser Frage ist auf zwei Ebenen möglich.</p>
<p>Zum einen kann man in dem Falle, dass es einem nicht möglich ist die Tageszeit anhand des Sonnenstandes zu bestimmen, die Gebetszeiten von Mekka bzw. Medina übernimmt. Dies erfährt seine Berechtigung dadurch, dass einzig Arabiens Gebetszeiten vom Koran absolut festgelegt wurden. Alles, was sich außerhalb dieses Gebietes befindet, erfährt eine relative Festlegung, die auf der Übertragung der arabischen Methodik der Bestimmung auf andere geografische Bereiche beruht. Das heißt, man ist in jedem Falle auf der sicheren Seite.</p>
<p>Auf der anderen Seite macht der Koran indirekte Angaben, wie man die Gebetszeiten losgelöst vom Sonnengang verstehen kann. Schlüsselvers ist Sure 11 Vers 114:</p>
<blockquote><p><b>Und verrichte das Gebet an den beiden Tagesenden und zwar in den frühen Teilen der Nacht, die dem Tage näher sind. Wahrlich, die guten Taten tilgen die bösen. Das ist eine Ermahnung für die Nachdenklichen.</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>واقم الصلوة طرفى النهار وزلفا من اليل ان الحسنت يذهبن السيات ذلك ذكرى للذكرين</b></p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Die beiden Tagesenden verbindet man natürlich sofort mit den Dämmerungszeiten, zumal der Koran u.a. ja auch vom Gebet der Morgendämmerung spricht. Doch Namen sind Schall und Rauch und die Helligkeit ist nicht das einzige Kriterium, welches die Nacht bzw. den Tag ausmacht.</p>
<p style="text-align: left;">Ein weiteres Kriterium für die Bestimmung der Nachtzeit ist das, was man gemeinhin in dieser Zeit tut, nämlich schlafen:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;"><b>Er läßt den Tag anbrechen; und Er macht die Nacht zur Ruhe und Sonne und Mond zur Berechnung (von Tag und Nacht) Das ist die Anordnung des Allmächtigen, des Allwissenden.</b></p>
</blockquote>
<blockquote>
<p style="text-align: right;"><b>فالق الاصباح وجعل اليل سكنا والشمس والقمر حسبانا ذلك تقدير العزيز العليم</b></p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Somit existieren im Koran zwei Kriterien für die Bestimmung der Gebetszeiten:</p>
<ol>
<li>Helligkeit bzw. Sonnenstand</li>
<li>Tätigkeit/Ruhe</li>
</ol>
<p>Im Allgemeinen orientiert man sich an der Helligkeit, da man dieses Instrument permanent zur Verfügung hat und man damit beide Aspekte berücksichtigt. Fällt jedoch dieser erste Aspekt weg, so bleibt noch immer das zweite Kriterium: man betet, wenn man aufsteht und bevor man zu Bett geht. die dritte Gebetszeit (Salat al-Vusta) liegt ohnehin zwischen diesen beiden Punkten, so dass man keine gesonderten Berechnungen anstrengen muss.</p>
<p><b>Fazit</b>: Wenn man sich in Gegenden aufhält, in denen man nicht die Möglichkeit hat, sich am Sonnenstand zu orientieren, so nutzt man entweder die Zeiten, die in Arabien herrschen oder &#8211; wenn dies nicht möglich ist &#8211; man orientiert sich an seinem individuellen Tag- bzw. Nachtrhythmus.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wer ist zur Ehe verboten?</title>
		<link>https://meine-islam-reform.de/wer-ist-zur-ehe-verboten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Apr 2018 17:10:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Fiqh]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://meine-islam-reform.de/wp/?p=613</guid>

					<description><![CDATA[Die Kritik am Islam treibt vielfältige Blüten. Eine besonders interessante Kritik am Islam ist die, dass es im Islam gestattet sei, Enkel bzw. Großeltern zu ehelichen. Eine Darlegung dieses Vorwurfes findet man hier: http://www.islam-watch.org/authors/150-abu-taleb/985-allah-allows-incest-with-grandmothers-and-granddaughters-in-the-quran.html Der Vers um den es dabei geht ist Sure 4 Vers 23: Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, eure Töchter, &#8230; <a href="https://meine-islam-reform.de/wer-ist-zur-ehe-verboten/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Wer ist zur Ehe verboten?</span> weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kritik am Islam treibt vielfältige Blüten. Eine besonders interessante Kritik am Islam ist die, dass es im Islam gestattet sei, Enkel bzw. Großeltern zu ehelichen. Eine Darlegung dieses Vorwurfes findet man hier: <a href="http://www.islam-watch.org/authors/150-abu-taleb/985-allah-allows-incest-with-grandmothers-and-granddaughters-in-the-quran.html" target="_blank" rel="noopener">http://www.islam-watch.org/authors/150-abu-taleb/985-allah-allows-incest-with-grandmothers-and-granddaughters-in-the-quran.html</a></p>
<p><span id="more-613"></span></p>
<p>Der Vers um den es dabei geht ist Sure 4 Vers 23:</p>
<blockquote style="text-align: left;"><p><b>Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, eure Töchter, eure Schwestern, eure Tanten väterlicherseits, eure Tanten mütterlicherseits, die Nichten, eure Nährmütter, die euch gestillt haben, eure Milchschwestem, die Mütter eurer Frauen, eure Stieftöchter, die sich im Schoß eurer Familie befinden von euren Frauen, zu denen ihr eingegangen seid, &#8211; wenn ihr jedoch nicht zu ihnen eingegangen seid, so ist es keine Sünde für euch (, deren Töchter zu heiraten) &#8211; und (verboten zu heiraten sind euch) die Ehefrauen eurer Söhne, die aus euren Lenden (hervorgegangen) sind, und (verboten ist es euch,) daß ihr zwei Schwestern zusammen (zur Frau) nehmt, außer dem, was bereits geschehen ist. Gewiß, Allah ist Allvergebend und Barmherzig.</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>حرمت عليكم امهتكم وبناتكم واخوتكم وعمتكم وخلتكم وبنات الاخ وبنات الاخت وامهتكم التى ارضعنكم واخوتكم من الرضعة وامهت نسائكم وربئبكم التى فى حجوركم من نسائكم التى دخلتم بهن فان لم تكونوا دخلتم بهن فلا جناح عليكم وحلئل ابنائكم الذين من اصلبكم وان تجمعوا بين الاختين الا ما قد سلف ان الله كان غفورا رحيما</b></p>
<p style="text-align: right;">
</blockquote>
<p>In der Tat lesen wir hier an keiner Stelle das Wort &#8222;Enkel&#8220;. Dennoch konnte sich die Ehe mit Enkeln im Islam nie etablieren, auch sind mir keine geschichtlich verzeichneten Dispute bekannt. In herkömmlichen Werken zur Koranexegese kann man z.B. lesen:</p>
<blockquote><p><i>&#8222;Mutter&#8220; schließt Großmutter (väterlicher- oder mütterlicherseits), Urgroßmutter usw. ein; &#8220; Tochter&#8220; schließt Enkeltochter (von Sohn oder Tochter), Urenkeltochter usw. ein; &#8222;Schwester&#8220; bezieht sich auf Voll Schwester und Halbschwester. &#8222;Vaters Schwester&#8220; schließt auch die Schwester des Großvaters usw. und &#8222;Mutters Schwester&#8220; schließt Schwester der Großmutter usw. mit ein. </i></p>
<p><i>Söhne schließt Enkel ein, aber nicht Adoptivsöhne oder Personen, die wie solche behandelt werden.</i></p>
<p><i>(Juusuf &#8218;Allii)</i></p></blockquote>
<p><i> </i></p>
<p>Wie kann man nun also ableiten, dass dem so sei, wie in diesem Falle Juusuf &#8218;Alii es tut?</p>
<p>Zum einen kann man sich der Logik bedienen: wenn Mütter und Töchter verwehrt sind, so wäre es unlogisch, wenn es bei der Mutter der Mutter bzw. der Tochter der Tochter anders sein sollte. Diese Ableitung ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, da sie einzig auf Überlegungen beruht, die ohne weitere Hinweise nur Spekulation wären..</p>
<p>Eine weitere Möglichkeit wäre es also, zu überprüfen, ob Termini wie Mütter, Väter, Töchter oder Söhne an andere Stelle im Koran nicht nur die direkt nachfolgende bzw. vorherige Generation meinen, sondern auch über diesen Rahmen hinaus gehen. Und in der Tat finden wir etliche Verse, die mit der Bezeichnung Väter einmal Väter im eigentlichen Sinne meinen und einmal im Sinne von Vorväter. Hier zwei Beispiele:</p>
<blockquote><p><b>Ihr sollt keine zu Ehefrauen nehmen, die eure Väter geheiratet hatten. Das ist ein schändlicher, abscheulicher Weg. Gott verzeiht den Menschen, die vor diesem Verbot so etwas getan haben. (4:22)</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>ولا تنكحوا ما نكح ءاباوكم من النساء الا ما قد سلف انه كان فحشة ومقتا وساء سبيلا</b></p>
<p><b>Es gibt keinen Gott außer Ihm. Er macht lebendig und läßt sterben, (Er), euer Herr und der Herr eurer Vorväter.  (44:8)</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>لا اله الا هو يحى ويميت ربكم ورب ءابائكم الاولين</b></p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Es ist somit ersichtlich, dass Gott zumindest den Terminus &#8222;Väter&#8220; nicht nur für leibliche Väter reserviert hat. Daher ist in diesem Falle Sure 4 Vers 22 enorm wichtig:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;"><b>Und heiratet nicht Frauen, <u>die (vorher) eure Väter geheiratet haben</u>, außer dem, was bereits geschehen ist. Gewiß, das ist eine Abscheulichkeit und etwas Hassenswertes und ein böser Weg.</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>ولا تنكحوا ما نكح ءاباوكم من النساء الا ما قد سلف انه كان فحشة ومقتا وساء سبيلا</b></p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Wie sieht es bei dem Begriff Mütter aus?</p>
<p style="text-align: left;">Auch hier ist dieser Begriff nicht auf eine leibliche direkte Verwandschaft beschränkt:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;"><b>Der Prophet steht den Gläubigen näher als sie sich selbst, und seine Gattinnen sind ihre Mütter. Und die Blutsverwandten stehen nach dem Buch Allahs einander näher als die Gläubigen und Auswanderer, außer, daß ihr euren Schützlingen Gutes tun solltet. Dies steht im Buch verzeichnet. (33:6)</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>النبى اولى بالمومنين من انفسهم وازوجه امهتهم واولوا الارحام بعضهم اولى ببعض فى كتب الله من المومنين والمهجرين الا ان تفعلوا الى اوليائكم معروفا كان ذلك فى الكتب مسطورا</b></p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Betrachten wir uns an dieser Stelle die Wurzel dieses Begriffes:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;"><i>أ م م</i></p>
<p style="text-align: left;"><i>ammina: to propose, direct one&#8217;s steps towards a place, repair to, go towards [5:2]<br />
ummun/umm: mother, <u>source</u>, principle, prototype, <u>origin</u>, prototype;<br />
ummi: belonging to mother, unlettered, Arab, who have no revealed scripture of their own;<br />
ummatun: a man&#8217;s kinsfolk, tribe, party, community, nation, group of living things having certain characteristics or circumstances in common, any grouping of human or animal, creation, generation, creatures of God;<br />
ummah: way/course/manner/mode of acting, faith, religion, nation, , time or period of time, righteous person, a person who is an object of imitation and who is known for goodness/virtues;<br />
imam: leader, president, any object that is followed (e.g. human/book/highway), model, example, pattern;<br />
amama: before, in front of</i></p>
<p style="text-align: left;">
<a href="http://www.studyquran.org/LaneLexicon/Volume1/00000125.pdf" target="_blank" rel="noopener">http://www.studyquran.org/LaneLexicon/Volume1/00000125.pdf</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.studyquran.org/LaneLexicon/Volume1/00000126.pdf" target="_blank" rel="noopener">http://www.studyquran.org/LaneLexicon/Volume1/00000126.pdf</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.studyquran.org/LaneLexicon/Volume1/00000127.pdf" target="_blank" rel="noopener">http://www.studyquran.org/LaneLexicon/Volume1/00000127.pdf</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.studyquran.org/LaneLexicon/Volume1/00000128.pdf" target="_blank" rel="noopener">http://www.studyquran.org/LaneLexicon/Volume1/00000128.pdf</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.studyquran.org/LaneLexicon/Volume1/00000129.pdf" target="_blank" rel="noopener">http://www.studyquran.org/LaneLexicon/Volume1/00000129.pdf</a></p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Es ist also festzuhalten, dass auch das Wort Mutter im Arabischen nicht bei der leiblichen Mutter halt machen muss, denn spätestens seit der Vererbungslehre wissen wir, dass der genetische Ursprung, nicht alleine bei den Eltern liegt. Das Wort &#8222;umm&#8220; trägt diese Tatsache in sich.</p>
<p style="text-align: left;">Diese Tatsachen sollen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass man den eingangs genannten Vers auch so wortwörtlich verstehen kann, wie der Autor des Links es tut, doch auf Grund von Sure 3 Vers 7 sollten wir bedenken, ob dieser Vers wirklich so eindeutig ist, wie man uns glauben machen will.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Todesstrafe</title>
		<link>https://meine-islam-reform.de/todesstrafe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Apr 2018 17:09:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Fiqh]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://meine-islam-reform.de/wp/?p=611</guid>

					<description><![CDATA[Die Todesstrafe erfreut sich in der westlichen Welt nicht uneingeschränkter Beliebtheit. Im Prinzip verstößt sie gegen die Menschenrechte und immer mehr Länder sind bereit auf diese Art der Bestrafung zu verzichten. Wie steht aber der Koran dazu? Der Koran kennt die Todesstrafe als gegeben bei Mord (http://meine-islam-reform.de/index.php/artikel/fiqh/266-strafemord.html), sieht also die Umsetzung dieser Richtlinie explizit vor. &#8230; <a href="https://meine-islam-reform.de/todesstrafe/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Todesstrafe</span> weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Todesstrafe erfreut sich in der westlichen Welt nicht uneingeschränkter Beliebtheit. Im Prinzip verstößt sie gegen die Menschenrechte und immer mehr Länder sind bereit auf diese Art der Bestrafung zu verzichten. Wie steht aber der Koran dazu?</p>
<p><span id="more-611"></span></p>
<p>Der Koran kennt die Todesstrafe als gegeben bei Mord (<a href="http://meine-islam-reform.de/index.php/artikel/fiqh/266-strafemord.html" target="_blank" rel="noopener">http://meine-islam-reform.de/index.php/artikel/fiqh/266-strafemord.html</a>), sieht also die Umsetzung dieser Richtlinie explizit vor. Ein guter Grund also, der Erscheinung der Ablehnung der Todesstrafe zumindest kritisch gegenüber zu stehen &#8211; sollte man bei oberflächlicher Betrachtung meinen.</p>
<p>Blickt man jedoch etwas tiefer, so sollte rasch klar werden, dass man aus koranischer Perspektive bei der weltweiten Umsetzung der Todesstrafe Zweifel anmelden muss, ob man den gegenwärtigen Verfahrensweisen zustimmen kann. Dies deswegen, weil die Umsetzung der Todesstrafe aus Sicht des Koran an etliche Bedingungen geknüpft ist, die jedoch in allen(!) gegenwärtig angewandten Rechtssystemen keinerlei Beachtung finden.</p>
<p>Das oberste Prinzip ist die Wahrung der Gerechtigkeit! Man spricht recht lapidar darüber, doch wahre Gerechtigkeit ist nur sehr schwer zu verwirklichen, weswegen die Todesstrafe, die zweifelsohne eine Höchststrafe ist, eigentlich kaum anwendbar ist. Dennoch werden weltweit pro Jahre hunderte von Menschen hingerichtet. Im Jahre 2010 waren es mindestens 527 Menschen (<a href="http://www.amnesty-todesstrafe.de/files/ACT50-001-2011.pdf" target="_blank" rel="noopener">http://www.amnesty-todesstrafe.de/files/ACT50-001-2011.pdf</a>). Es scheint mir schwer vorstellbar, dass bei diesen Menschen wirklich Recht gesprochen wurde.</p>
<p>Gerechtigkeit! Was ist das überhaupt? Es ist der Versuch, dem Menschen gerecht zu werden. Wie kann man einem Menschen gerecht werden, wenn er Jahrzehnte in einer Todeszelle sitzt, bevor er überhaupt bestraft wird? Wie kann man dem Menschen gerecht werden, wenn er Reue zeigt? Wie kann man dem Menschen gerecht werden, wenn er in einer Notsituation war? Wie kann man dem Menschen gerecht werden, wenn seine Schuld erst nach Jahren festgestellt werden konnte? Wie kann man dem Menschen gerecht werden, wenn er im Affekt handelte?</p>
<p>Diese Fragen werden von den heutigen Rechtssystem in den wenigsten Fällen berücksichtigt und deswegen kann man nicht nur, sondern man muss mit dem Koran gegen diese Praxis vorgehen! Nur ein Rechtssystem, welches explizit auf den koranischen Richtlinien basiert und diese auch zur Anwendung bringen kann ist theoretisch dazu berechtigt, einen Menschen zum Tode zu verurteilen. Ein solches Rechtssystem existiert jedoch nicht. Vielleicht wird es nie wieder existieren, vielleicht existierte es nur zu Lebzeiten des Propheten Muhammads. Es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass es nie wieder ein System geben wird, in dem die Richtlinien des Koran implementiert sind. All die Staaten, die für sich in Anspruch nehmen dem Islam zu folgen tun dies in Wahrheit jedoch nicht. Sie haben sich eigene Gesetze gebastelt, die mit dem Koran nicht in Einklang zu bringen sind. Die Menschen dort leben unter Umständen, die mit dem Koran nicht in Einklang zu bringen sind. Dies ist jedoch kein Grund den Systemen nachzulaufen, die im Widerspruch zum Koran stehen, nur weil einzelne Aspekte mit diesem Deckungsgleich sind. Erst wenn eine vollkommene Übereinstimmung besteht, kann Recht im Sinne Gottes gesprochen werden.</p>
<p>Selbstverständlich unterwerfen wir uns dem Rechtssystem, in dem wir leben, das bedeutet jedoch nicht, dass wir damit zufrieden sind oder dies für gut befinden müssen. Insofern erscheint es mir angebracht, sich als Gläubiger gegen die Anwendung der Todesstrafe zu engagieren:</p>
<p><a href="http://www.amnesty.ch/de/aktiv/netzwerke/gegen-folter-und-todesstrafe" target="_blank" rel="noopener">http://www.amnesty.ch/de/aktiv/netzwerke/gegen-folter-und-todesstrafe</a></p>
<p>Abschließend möchte ich Erwähnen, dass obiger Artikel sicherlich keine erschöpfende Abhandlung über die Anwendung des koranischen Rechtes darstellt und dies auch nicht sein will. Vor allem soll dazu angeregt werden einmal selbst darüber nachzudenken, inwieweit die Anwendung des Koran in der heutigen Zeit unter den gegenwärtigen Umständen überhaupt möglich sein kann. Vor der Strafe muss der Mensch die Möglichkeit haben sich selbst frei zu entscheiden, was er tun will. Wenn dies nicht möglich ist, so ist er nicht mit dem Koran zu richten und andere Instrumente müssen genutzt werden. Dies wird um so wichtiger, je folgenreicher die Strafe ist. Die folgenreichste von allen Strafen ist letztlich die Todesstrafe und deswegen muss man sich dafür einsetzen, dass diese so lange ausgesetzt wird, bis wirkliche Gerechtigkeit geübt werden kann.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Sklaverei</title>
		<link>https://meine-islam-reform.de/sklaverei/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Apr 2018 17:09:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Fiqh]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Praxis Menschen zu versklaven ist so alt, wie die Menschheit selbst. Stets wurden die Schwächeren geknechtet und gezwungen den stärkeren zu dienen. Diese Tatsache hat sich auch nach der offiziellen Abschaffung der Sklaverei nie geändert. Lediglich wurden die Methoden der Versklavung verfeinert und so getan, als ob es keine Sklaven mehr gäbe. Doch kann &#8230; <a href="https://meine-islam-reform.de/sklaverei/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Sklaverei</span> weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Praxis Menschen zu versklaven ist so alt, wie die Menschheit selbst. Stets wurden die Schwächeren geknechtet und gezwungen den stärkeren zu dienen. Diese Tatsache hat sich auch nach der offiziellen Abschaffung der Sklaverei nie geändert. Lediglich wurden die Methoden der Versklavung verfeinert und so getan, als ob es keine Sklaven mehr gäbe. Doch kann auch heute noch jeder durch ungünstige Umstände in eine solche Abhängigkeit geraten.</p>
<p><span id="more-609"></span></p>
<p>Da die Sklaverei schon immer existiert hat, kennt auch der Koran diese und nimmt dazu Stellung.</p>
<p><b>1. Wie kann man Sklaven erhalten?</b></p>
<p>Zu dieser Frage gibt der Koran keine konkrete Auskunft. Offenbar ist also das Erlangen von Sklaven nicht wirklich vorgesehen. Dennoch gibt es einen Vers, den man in dieser Art deuten kann, nämlich Sure 8 Vers 67:</p>
<blockquote><p><b>Einem Propheten geziemt es nicht, Gefangene zu (be-)halten, sofern er nicht heftig auf dieser Erde gekämpft hat. Ihr wollt die Güter dieser Welt, Allah aber will (für euch) das Jenseits. Und Allah ist Erhaben, Allweise.</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>ما كان لنبى ان يكون له اسرى حتى يثخن فى الارض تريدون عرض الدنيا والله يريد الءاخرة والله عزيز حكيم</b></p>
</blockquote>
<p>Die Erlangung von Gefangenen steht also in unmittelbarem Zusammenhang mit Krieg. Insofern ist es erst dann legitim Gefangene zu nehmen, wenn diese durch einen Kampf in die eigenen Hände gefallen sind. Ist der Krieg jedoch vorrüber, so sind diese Gefangenen frei zu lassen, wie Sure 47 Vers 4 nahe legt:</p>
<blockquote><p><b>Wenn ihr auf diejenigen, die ungläubig sind, (im Kampf) trefft, dann schlagt den Hals. Wenn ihr sie schließlich schwer niedergeschlagen habt, dann legt (ihnen) die Fesseln fest an. Danach (laßt sie) als Wohltat frei oder gegen Lösegeld, bis der Krieg seine Lasten ablegt. Dies (soll so sein)! Und wenn Allah wollte, würde Er sie wahrlich (allein) besiegen . Er will aber damit die einen von euch durch die anderen prüfen. Und denjenigen, die auf Allahs Weg getötet werden, wird Er ihre Werke nicht fehlgehen lassen;</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>فاذا لقيتم الذين كفروا فضرب الرقاب حتى اذا اثخنتموهم فشدوا الوثاق فاما منا بعد واما فداء حتى تضع الحرب اوزارها ذلك ولو يشاء الله لانتصر منهم ولكن ليبلوا بعضكم ببعض والذين قتلوا فى سبيل الله فلن يضل اعملهم</b></p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;"><b>2. Bereits vorhandene Sklaven</b></p>
<p style="text-align: left;">Was ist nun mit den Sklaven, die man bereits vordem in Besitz hatte. Was ist mit diesen zu tun?</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;"><b>Es ist keine Frömmigkeit, wenn ihr eure Angesichter in Richtung Osten oder Westen wendet; <u>Frömmigkeit ist</u> vielmehr, <u>daß man</u> an Allah glaubt, den Jüngsten Tag, die Engel, das Buch und die Propheten und <u>vom Besitz</u> &#8211; obwohl man ihn liebt &#8211; den Verwandten <u>gibt</u>, den Waisen, den Armen, dem Sohn des Weges, den Bettlern und <u>(für den Freikauf von) Sklaven</u>, daß man das Gebet verrichtet und die Zakah entrichtet. Es sind diejenigen, die ihr Versprechen einhalten, wenn sie es gegeben haben; und diejenigen, die in Elend, Not und in Kriegszeiten geduldig sind; sie sind es, die wahrhaftig und gottesfürchtig sind. (2:177)</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>ليس البر ان تولوا وجوهكم قبل المشرق والمغرب ولكن البر من ءامن بالله واليوم الءاخر والملئكة والكتب والنبين وءاتى المال على حبه ذوى القربى واليتمى والمسكين وابن السبيل والسائلين وفى الرقاب واقام الصلوة وءاتى الزكوة والموفون بعهدهم اذا عهدوا والصبرين فى الباساء والضراء وحين الباس اولئك الذين صدقوا واولئك هم المتقون</b></p>
<p style="text-align: left;"><b>Wahrlich, die <u>Almosen sind nur für</u> die Armen und Bedürftigen und für die mit der Verwaltung (der Almosen) Beauftragten und für die, deren Herzen gewonnen werden sollen, für die <u>(Befreiung von) Sklaven</u> und für die Schuldner, für die Sache Allahs und für den Sohn des Weges; (dies ist) eine Vorschrift von Allah. Und Allah ist Allwissend, Allweise. (9:60)</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>انما الصدقت للفقراء والمسكين والعملين عليها والمولفة قلوبهم وفى الرقاب والغرمين وفى سبيل الله وابن السبيل فريضة من الله والله عليم حكيم</b></p>
<p style="text-align: left;"><b>Diejenigen, die über keine Mittel für eine Ehe verfügen, sollen Keuschheit üben, bis Gott ihnen aus Seiner Gabenfülle Mittel gewährt! <u>Denjenigen unter euren Sklaven, die um einen Freibrief bitten, sollt ihr diesen außtellen, sofern ihr von ihrem guten Willen überzeugt seid! Schenkt ihnen von den Gütern, die Gott euch beschert hat! Ihr sollt eure Sklavinnen nicht zur Unzucht zwingen,</u> wenn sie selbst ehrbar leben wollen, nur weil ihr nach den vergänglichen Gütern des irdischen Lebens trachtet! Wer sie aber gezwungen hat und das dann bereut, dem wird Gott voller Vergebung und Erbarmen verzeihen. (24:33)</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>وليستعفف الذين لا يجدون نكاحا حتى يغنيهم الله من فضله والذين يبتغون الكتب مما ملكت ايمنكم فكاتبوهم ان علمتم فيهم خيرا وءاتوهم من مال الله الذى ءاتىكم ولا تكرهوا فتيتكم على البغاء ان اردن تحصنا لتبتغوا عرض الحيوة الدنيا ومن يكرههن فان الله من بعد اكرههن غفور رحيم</b></p>
<p style="text-align: left;"><b>Wir haben doch den Menschen in Bedrängnis geschaffen. Meint er etwa, dass niemand Macht über ihn habe? Er sagt: &#8222;Ich habe ein großes Vermögen verbraucht.&#8220; Denkt er etwa, dass keiner ihn sah?! Haben Wir ihm nicht zwei Augen gegeben, und eine Zunge und zwei Lippen, und haben Wir ihm nicht die beiden Wege (des Guten und des Schlechten) gezeigt? Doch er ging den schwereren Weg nicht. <u>Woher sollst du wissen, was der schwere Weg ist? (Es ist) die Befreiung eines Sklaven,</u> (90:4-13)</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>لقد خلقنا الانسن فى كبد</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>ايحسب ان لن يقدر عليه احد</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>يقول اهلكت مالا لبدا</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>ايحسب ان لم يره احد</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>الم نجعل له عينين</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>ولسانا وشفتين</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>وهدينه النجدين</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>فلا اقتحم العقبة</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>وما ادرىك ما العقبة</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>فك رقبة</b></p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Grundaussage des Koran ist folglich, dass man Sklaven befreien soll. Entweder, indem man sie freikauft, wozu extra Almosen gegeben werden bzw. die Zakat eingesammelt wird (womit man entweder den Sklaven freikauft oder ihm das Geld gibt, damit er es selber tun kann), oder indem man sie, wenn man selbst Sklaven hat einfach so frei lässt und ihnen dann sogar noch von den eigenen Gütern geben soll.Zudem gibt es etliche Verse, die die Befreiung eines Sklaven als Sühne für eine Sünde fordern.</p>
<p style="text-align: left;">Auch wird mit der Praxis Sklavinnen zur Prostitution zu zwingen gebrochen, ebenso wie mit deren sexuellem Missbrauch an sich.</p>
<p style="text-align: left;">In Sure 90 wird dann noch einmal deutlich klargestellt, dass der bessere Weg stets der der Befreiung der Sklaven ist.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Sind Hunde im Islam verboten?</title>
		<link>https://meine-islam-reform.de/sind-hunde-im-islam-verboten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Apr 2018 17:07:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Fiqh]]></category>
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					<description><![CDATA[Im klassischen Islam gelten Hunde als unrein und ihre Haltung ist nur unter bestimmten Umständen (Wach- und Hütehunde) und nur außerhalb des Hauses gestattet. Der Kontakt mit ihnen macht unrein und kein Engel würde ein Haus betreten, in dem sich ein Hund aufhält. Der Koran hingegen berichtet uns etwas anderes: Du könntest sie für wach &#8230; <a href="https://meine-islam-reform.de/sind-hunde-im-islam-verboten/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Sind Hunde im Islam verboten?</span> weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im klassischen Islam gelten Hunde als unrein und ihre Haltung ist nur unter bestimmten Umständen (Wach- und Hütehunde) und nur außerhalb des Hauses gestattet. Der Kontakt mit ihnen macht unrein und kein Engel würde ein Haus betreten, in dem sich ein Hund aufhält.</p>
<p><span id="more-607"></span></p>
<p>Der Koran hingegen berichtet uns etwas anderes:</p>
<blockquote><p><b>Du könntest sie für wach halten, aber sie schlafen; und Wir ließen sie sich auf die rechte Seite und auf die linke Seite drehen, während ihr Hund seine Vorderpfoten auf der Schwelle ausstreckte. Hättest du sie so erblickt, hättest du gewiß vor ihnen die Flucht ergriffen,und es hätte dir vor ihnen gegraut. (18/18)</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>وتحسبهم ايقاظا وهم رقود ونقلبهم ذات اليمين وذات الشمال وكلبهم بسط ذراعيه بالوصيد لو اطلعت عليهم لوليت منهم فرارا ولملئت منهم رعبا</b></p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Der Hund war zwar wohl ein Wachhund, doch lag er in der Tür, war also nicht außerhalb der Höhle, in der sich die jungen Männer befanden.</p>
<p style="text-align: left;">Des weiteren scheint das, was ein Hund erbeutet hat nicht unrein zu werden, sondern ist zum Essen erlaubt:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;"><b>Sie fragen dich, was ihnen erlaubt sei. Sprich: &#8222;Alle guten Dinge sind euch erlaubt; und was ihr die Jagdtiere gelehrt habt, indem ihr sie zur Jagd abrichtet und sie lehrt, was Allah euch gelehrt hat.&#8220; Also esset von dem, was sie für euch fangen, und sprecht Allahs Namen darüber aus. Und fürchtet Allah; denn Allah ist schnell im Abrechnen. (5/4)</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>يسلونك ماذا احل لهم قل احل لكم الطيبت وما علمتم من الجوارح مكلبين تعلمونهن مما علمكم الله فكلوا مما امسكن عليكم واذكروا اسم الله عليه واتقوا الله ان الله سريع الحساب</b></p>
</blockquote>
<p>Mancher mag nun auf die Idee kommen, dass hier nicht Hunde gemeint seien, sondern andere Tiere. Dies ist nur bedingt richtig, wie der Kommentar von Muhammad Asad belegt:</p>
<blockquote><p><i>Wörtlich: , ,abgerichtete Jagdtiere&#8220; (min al-dschawarich mukallibin). Der Begriff mukallib bedeutet&#8220; wie ein (Jagd)hund abge­richtet&#8220; und bezieht sich auf jedes Tier, das zur Jagd abgerichtet ist, Hund, Falke und andere. (Asad)</i></p></blockquote>
<p><b> </b></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Shahr Ramadan &#8211; Ein neuer Ansatz &#8211; Bruder Ayman &#8211; Übersetzung Bruder Timur</title>
		<link>https://meine-islam-reform.de/shahr-ramadan-ein-neuer-ansatz-bruder-ayman-uebersetzung-bruder-timur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Apr 2018 17:07:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Fiqh]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://meine-islam-reform.de/wp/?p=605</guid>

					<description><![CDATA[Verfasst von Bruder Ayman am 20.11.2004 auf http://free-minds.org/forum/index.php?topic=9188.0, frei von mir ins Deutsche übertragen. Jedes Jahr streiten sich für gewöhnlich Anhänger diverser Sekten über den Beginn und das Ende des sogenannten Ramadan. Dieses Jahr ist keine Ausnahme und so beendeten einige Ländern den sogenannten Ramadan einen Tag vor anderen. Im sogenannten islamischen Kalendar hängt der &#8230; <a href="https://meine-islam-reform.de/shahr-ramadan-ein-neuer-ansatz-bruder-ayman-uebersetzung-bruder-timur/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Shahr Ramadan &#8211; Ein neuer Ansatz &#8211; Bruder Ayman &#8211; Übersetzung Bruder Timur</span> weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Verfasst von Bruder Ayman am 20.11.2004 auf <a href="http://free-minds.org/forum/index.php?topic=9188.0" target="_blank" rel="noopener">http://free-minds.org/forum/index.php?topic=9188.0</a>, frei von mir ins Deutsche übertragen.</p>
<p>Jedes Jahr streiten sich für gewöhnlich Anhänger diverser Sekten über den Beginn und das Ende des sogenannten Ramadan. Dieses Jahr ist keine Ausnahme und so beendeten einige Ländern den sogenannten Ramadan einen Tag vor anderen.</p>
<p><span id="more-605"></span><br />
Im sogenannten islamischen Kalendar hängt der Beginn des Ramadan von der Sichtung der neuen Mondsichel ab. Die Sichtung der neuen Mondsichel ist keine leichte Aufgabe und nur erfahrene Beobachter sind unter optimalen Sichtbedingungen in der Lage die Neumond-Sichel zu sehen. Daher sieht die große Mehrheit der Leute niemals die Neumond-Sichel, sondern lediglich die 1-2 Tage alte Mondsichel. Diese Schwierigkeit ist ein Hauptgrund für den jährlichen Streit über die Zeitbestimmung. Was viele Leute nicht wissen ist, dass der Beginn des sogenannten Ramadan neben der Sichtung der Neumond-Sichel von einer Unzahl an weiteren Faktoren abhängt.<br />
Der sogenannte islamische Kalendar wurde zur Zeit des Kalifen Omar eingeführt, lange nach dem Tod des Propheten und der Offenbarung der großen Lesung (des Koran, Anm. des Übersetzers). Dies wird von archäologischem Beweismaterial, bestehend aus Münzen und Manuskripten aus der Ära, bestätigt. [Siehe: Alan Jones, &#8222;The Dotting Of A Script And The Dating Of An Era: The Strange Neglect Of PERF 558&#8220;, in Islamic Culture, 1998, Volume LXXII, No. 4, pp. 95-103.]</p>
<p>Interessanterweise erscheint das Wort &#8222;Hijri&#8220; erst sehr viel später in Manuskripten, sodass wir nicht wirklich wissen, worauf diese willkürliche Datierung der neuen Ära basierte.</p>
<p>Einer der Faktoren, die Einfluss auf den Beginn des heutigen sogenannten Ramadan haben, hängt von der Festlegung des Startpunkts des sogenannten islamischen Kalendars ab. Wäre der Startpunkt zum Beispiel auf einen drei Jahre früheren Zeitpunkt gesetzt worden, so wäre in diesem Jahr die Datierung des Ramadan einen Monat früher. Wie ich oben bereits erwähnte, wissen wir aus nachprüfbarem archäologischem Beweismaterial, dass der neue Kalendar um das Jahr 638 n.Chr. eingeführt wurde, lange nach dem Tod des Propheten. Mehrere Generationen später kursierte die Geschichte, dass Omar nach Beratung mit weiteren Personen entschieden hatte, das Jahr der &#8222;Hijra&#8220; zum ersten Datum der neuen Ära zu machen. Die Zeitbestimmung des Ramadan ist heute somit nicht nur von der Sichtung der neuen Mondsichel abhängig, sondern zudem von einer willkürlichen Entscheidung, die vor vielen Jahrhunderten getroffen wurde.</p>
<p>Eine Randbemerkung: Traditionalisten behaupten, der Prophet habe zum ersten Mal im zweiten Jahr nach der Auswanderung/&#8220;Hijra&#8220; gefastet. Dies bedeutet also, dass ihnen zu Folge 2:185 früh in Yathrib offenbart wurde. Die Traditionalisten behaupten desweiteren, dass Kapitel 9 (in welchem sich ihrer Behauptung gemäß der angebliche Befehl zur Änderung des Kalendards befindet) im letzten Jahr vom Lebens des Propheten offenbart wurde. Indem sie an dieser traditionellen Sichtweise festhalten und den sogenannten islamischen Kalendar auf das angebliche erste Jahr der &#8222;Hijra&#8220; rückdatieren, unterstellen die Sektierer, dass der Prophet in seinem ganzen Leben zu falschen Zeitpunkten fastete (siehe Anhang).</p>
<p>Ein weiterer Faktor, von dem der Beginn des heutigen sogenannten Ramadan abhängt, ist die Anordnung der Monate zu der Zeit, als der Kalendar eingeführt wurde. In &#8222;vorkoranischer&#8220; Zeit benutzten die Araber nicht bloß einen einzelnen Standard-Kalendar. Die Araber verwendeten Kalendar, die auf einem 4,5, und 6-Jahreszeiten-System basierten. Einige &#8222;vorkoranischen&#8220; Araber benutzten das Kalendar-System der Perser. Andere verwendeten das Kalendar-System der Juden und wieder andere das Kalendar-System der Römer. Die Nabatäer pflegten die Monate mithilfe des Zodiakus anzugleichen und so benutzten einige Araber das auf Sternen basierende Kalendar-System. Die Rabi3-Monate-Etymologie verzeichnet Beweidung im Frühling und im Herbst. Die regenerische Jahreszeit, welche das für die Beweidung nötige Graswachstum begünstigen würde, tritt in Arabien im Herbst auf. Dies wird bestätigt durch Kenntnisse über Araber, die vor dem sogenannten islamischen Kalendar ein 6-Jahreszeiten-System verwendeten, welches den Herbst in Rabi3 Althani (Frühherbst) und Kharif (Spätherbst) unterteilte. Jede Jahreszeit dauerte in diesem System zwei Monate. Der neue Omar-Kalendar, den wir heute haben, besitzt eine andere Anordnung der Monate. Auch die willkürliche Entscheidung, die Monate neu anzuordnen, beinflusst, wann der heutige sogenannte Ramadan stattfindet.</p>
<p>Zusätzlich zu der Sichtung der neuen Mondsichel haben wir also zwei weitere völlig willkürliche Faktoren, die den Beginn des sogenannten Ramadan beinflussen. Der heutige sogenannte Ramadan ist somit im Grunde vollkommen willkürlich and es besteht kein Unterscheid zu einem zufälligen Herausnehmen eines Monats für das Fasten.</p>
<p>Das Problem der Festlegung auf einen willkürlichen, Ramadan genannten Monat ist dieselbe Art von Problem, dem Juden, Christen und Sektierer bei der Festlegung ihrere &#8222;heiligen&#8220; Tage innerhalb einer willkürlichen Woche begegnen. Sektierer behaupten zum Beispiel, dass der Freitag, den sie Al-Jum3at benannten (im Gegensatz zum Gattungsnamen &#8222;ywm al-jum3at&#8220;/ Zeit der Versammlung in der großen Lesung) ein spezieller &#8222;heiliger&#8220; Tag sei, an welchem gemäß ihrer Traditionen Adam erschaffen wurde. Es ist für viele Leute schwer zu verstehen, dass die Woche völlig willkürlich ist. Doch es ist Fakt, dass die Woche nicht immer aus 7 Tagen bestand, und so wurden Wochen bestehend aus 4 bis 20 Tagen befolgt. Zum Beispiel benutzten die alten Ägypter eine 10-Tage-Woche, während die Maya eine 20-Tage-Woche verwendeten. Die Woche war typischerweise das Intervall von einem Markttag zum anderen. 4 bis 20 Tage gaben den Bauern und Handwerkern ausreichend Zeit, um Güter zu sammeln und zu transportieren. Daher hängt das Auftreten des Freitags davon ab, wann die 7-Tage-Woche willkürlicherweise eingeführt wurde und mit welchem Tag sie begann.</p>
<p>Es liegt nichts Falsches oder Verbotenes in einer willkürlichen Zeitskala ansich. Das Problem liegt vielmehr darin, so zu tun, als müsse sich Der Gott (wie in Allah mit Artikel, Anm. d. Übersetzers) irgendwie der menschengemachten Zeitskala anpassen, und den Leuten zu erzählen, dass Der Gott das Fasten in diesem oder jenem völlig willkürlichen Zeitrahmen verordnet habe oder einen willkürlichen Tag als &#8222;heilig&#8220; anzunehmen. Ein weiteres Problem mit solch willkürlichen Zeitskalen ist, dass sich Fehler, die zu Beginn ihrer Einführung gemacht wurden, in die Zukunft fortpflanzen und immer größer und größer werden. Dies sollte nicht der Fall sein, da wir nicht verantwortlich sind für die Fehler jener, die vor uns kamen. Folglich sollte eine effektive Methode zur Bestimmung einer Zeitskala nicht eine sein, die es erlaubt, dass sich solche Fehler fortpflanzen. Es sollte eine sein, die es Gläubigen zu jedem Punkt der Zeit erlaubt die Anweisungen Des Gottes in korrekter Weise zu befolgen, unabhängig davon, was ihre Vorgänger entschieden zu tun oder nicht zu tun. Dies ist unmöglich mit dem heutigen sogenannten islamischen Kalendar, der &#8211; wie wir sahen &#8211; von Entscheidungen beeinflusst ist, die vor vielen Jahrhunderten getroffen wurden .Wie wir vorhin außerdem sahen, besteht ein weiteres Problem darin, dass die Menschen heute wie in der Vergangenheit unterschiedliche Kalendarsysteme verwendeten. Eine universelle Anweisung, die von jedem verstanden werden soll, würde am besten auf klaren kosmischen Phänomenen basieren und gewiss nicht auf menschengemachten Kalendarsystemen.</p>
<p>Nun, da wir das Problem vorgestellt haben, lasst uns für die Lösung in die große Lesung schauen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>2.185 Es ist &#8222;shahr ramadhan&#8220;, in dem der Koran als Rechtleitung herabgesandt wurde, Klarstellungen über die Rechtleitung und die Unterscheidung. Wer nun unter euch &#8222;al-shahr&#8220; bezeugt, so soll er ihn fasten. Und wer krank oder auf Reisen ist, dann gilt für ihn eine Zählung späterer Tage. Gott möchte für euch die Erleichterung und möchte für euch nicht die Erschwernis. So sollt ihr die Zählung vervollständigen und Gott hochpreisen dafür, dass Er euch rechtleitete, auf dass ihr dankbar seid</b></p>
<p>Es ist ein verbreitetes Missverständnis, dass das Wort &#8222;shahr&#8220; Monat bedeute. Der Begriff &#8222;shahr&#8220; bedeutet jedoch nicht Monat. Gemäß klassischer Arabisch Wörterbücher, pflegten die Araber den Mond &#8222;shahr&#8220; zu nennen. Nur welche Mondphase beinhaltet das Word shahr?</p>
<p>Die Etymologie des Wortes &#8222;shahr&#8220; wird von klassischen Arabisch Wörterbüchern sehr ausgiebig behandelt. In der Erörterung von &#8222;shahr&#8220; gibt es etwa &#8222;ash-harat&#8220;, ein Derivat von &#8222;shahr&#8220;, welches eine schwangere Frau mit rundem Bauch beschreibt. Desweiteren bedeutet &#8222;shahira(t)&#8220; eine große, breite Frau. &#8222;ash-har&#8220; beschreibt die helle, weiße Farbe von Blumen. Die primäre Bedeutung von &#8222;shahr&#8220; ist &#8222;etwas offensichtliches&#8220;, &#8222;etwas allgemein bekanntes&#8220;, &#8222;etwas breites&#8220;, &#8222;etwas helles&#8220;. Daher deutet die ganze Etymologie des Wortes &#8222;shahr&#8220; unbestreitbar auf den deutlichen, großen, runden, hellen Vollmond hin und nicht auf die dünne, unscheinbare, dunkle Neumond-Sichel.</p>
<p>Es gibt keine Hinweise darauf, dass es einen &#8222;vorkoranischen&#8220; Monat mit dem Namen Ramadhan gab. Der Gattungsname &#8222;ramadhan&#8220; bedeutet &#8222;sengende Hitze&#8220;. Das einzige Derivat von &#8222;R-M-Dh&#8220; in der großen Lesung ist das Wort &#8222;ramadhan&#8220;, welches nur ein einziges Mal vorkommt. Daher gibt es keine Möglichkeit die Bedeutung auf direkte Weise mit der Verwendung in anderen Versen zu vergleichen.</p>
<p>Allerdings kann man die Bedeutung auf indirektem Wege verifizieren. Verse wie 2:217 deuten darauf hin, dass es schwere Kämpfe während &#8222;al-shahr al-7aram&#8220; gab. Wir wissen außerdem, dass der gesamte Kontext von Kapitel 9 (oder die zweite Hälfte vom sehr langen Kapitel 8, da die &#8222;bism Allah&#8220; die einzige Trennung darstellen) die Bekämpfung der Götzendiener ist, die ihren Vertrag gebrochen hatten. Ein Zeichen in Vers 9:81 weist darauf hin, dass ein besonders schwerer Kampf, vor dem sich die Heuchler fürchteten, in eine heiße Zeit des Jahres fiel. Kurz nach 9:82, geht es in 9:86 um ein Kapitel, das zu jener Zeit herabgesendet wurde, und aus 2:185 wissen wir, dass es &#8222;shahr ramadhan&#8220; ist, in welchem die große Lesung herabgesendet wurde. Dies liefert eine zusätzliche Verbindung zwischen &#8222;shahr ramadhan&#8220; und &#8222;al-shahr al-7aram&#8220;. Somit bestätigen Indizien aus der großen Lesung, dass &#8222;al-shahr al-7aram&#8220;/ &#8222;shahr ramadhan&#8220; eine heiße Zeit des Jahres ist und bestärken die Bedeutung im Wörterbuch.</p>
<p>Lasst uns nun mit diesem Verständnis die oben begonnene Übersetzung von 2:185 vervollständigen:</p>
<p><b>2.185 Es ist der Vollmond sengender Hitze, in dem der Koran als Rechtleitung herabgesandt wurde, Klarstellungen über die Rechtleitung und die Unterscheidung. Wer nun unter euch den Vollmond bezeugt, so soll er ihn fasten. Und wer krank oder auf Reisen ist, dann gilt für ihn eine Zählung späterer Tage. Gott möchte für euch die Erleichterung und möchte für euch nicht die Erschwernis. So sollt ihr die Zählung vervollständigen und Gott hochpreisen dafür, dass Er euch rechtleitete, auf dass ihr dankbar seid</b></p>
<p>2:185 beinhaltet nun die vollständigen Informationen, die wir benötigen, um zu wissen, wann wir mit dem Fasten beginnen sollen. Es sind die vollständigen Informationen unabhängig davon, welches Kalendarsystem jede Nation oder Gruppe verwendet, da sie auf keinerlei Kalendarsystem beruhen sondern auf leicht zu bezeugenden kosmischen Phänomenen.</p>
<p>Wann beginnt sengende Hitze stattzufinden? Die Zeit sengender Hitze beginnt nach der Sommersonnenwende. Dies ist die Zeit, in welcher die Sonne an ihrem höchsten Punkt ist und der Schatten daher am geringsten. In Vers 25:45 geht es um die indikative Beziehung zwischen Sonne und Schatten. Es ist nach der Sommersonnenwende, dass das Wetter anfängt heiß zu werden.</p>
<p>Interessanterweise ist der Vollmond um die Sommersonnenwende etwas besonderes, da er einem niedrigerem Pfad durch den Himmel folgt als die Vollmonde im Rest des Jahres und aus irgendeinem Grund sind unsere Gehirne so gestrickt, dass wir solche Vollmonde als größer als normal wahrnehmen. Tatsächlich wird uns der Vollmond nicht nur größer als normal erscheinen, sondern der tief hängende Vollmond nimmt eine orangene Färbung an; als Resultat vom Mondlicht, das in der staubigen Erdatmossphäre gestreut wird. Aus dem gleichen Grund, dass Warnlichter orange sind, erzeugt diese orangene Färbung einen starken visuellen Reiz, schont die Nachtsicht des Beobachters und erlaubt es ihm die Form und die Details des Mondes besser zu sehen als normal (während des Autofahrens haben wir alle erlebt, wie weiße Scheinwerfer diese Fähigkeiten vermindern). Demzufolge ist der Vollmond nach der Sommersonnenwende leichter zu bezeugen. Da dieser orangene Mond erscheint, während die Tage am längsten sind, ist es in der Zeit seines Erscheinens desweiteren immer noch hell und heiß draußen. All diese Zeichen sind sicherlich kein Zufall.</p>
<p>(Anm. d. Übersetzers: Folgender Link führt zu der Aufnahme eines orange leuchtenden Juli-Monds: <a href="http://theagavin.files.wordpress.com/2011/09/zumwalt-full-moon-2.jpg" target="_blank" rel="noopener">http://theagavin.files.wordpress.com/2011/09/zumwalt-full-moon-2.jpg</a>)</p>
<p>Die nächste Frage, die sich stellt, geht um das Jahr. Ist das Jahr in der großen Lesung solar oder lunar?</p>
<p><b>10.5 Er ist es, Der die Sonne zu einer strahlenden Helligkeit machte und den Mond zu einem Schein und ihm Phasen machte; auf dass ihr die Anzahl der Jahre wisst und die Berechnung. Der Gott schuf dies nicht außer mit der Wahrheit, Er erklärt Seine Zeichen einem Volk, das weiß</b></p>
<p>An 10:5 kann man sehen, dass die Anzahl der Jahre und die Berechnung mithilfe von entweder Sonne und Mond oder einem dieser beiden ermittelt werden kann. Allerdings wird keine spezielle Phase des Mondes erwähnt. In 17:12 ist ein weiteres Zeichen, das völlig klar macht, dass das Jahr solar ist.</p>
<p><b>17.12 Wir machten den Tag und die Nacht zu zwei Zeichen: Das Zeichen der Nacht löschten Wir aus, während wir das Zeichen des Tages sichtbar machten, auf dass ihr nach der Gunst eures Herrn trachtet, und auf dass ihr die Anzahl der Jahre und die Berechnung kennt, und Wir erklärten alle Dinge im Detail</b></p>
<p>Angesichts der Tatsache, dass Nacht und Tag natürlich von der Sonne bestimmt sind und nicht vom Mond, lässt das Zeichen in 17:12 überhaupt keinen Zweifel darin, dass das Jahr solar ist.</p>
<p>Noch mehr Bestätigung gibt es in den Versen 12:47-49, in welchen über das Jahr eindeutig als Sonnenjahr geredet wird, denn es gibt einen klaren Bezugs zu landwirtschaftlichen Zyklen und der Planung der Ernte, was aber gemäß Jahrezeiten getan werden müsste, die sich nicht von einem Jahr aufs andere ändern.</p>
<p>2:189 ist ein Vers, der sehr oft falsch übersetzt wird und daher für Verwirrung sorgt. Hier ist die falsche Übersetzung von Yusuf Ali:</p>
<p><b>2.189 Yusuf Ali: Sie fragen die nach den Neumonden: Sage: Sie sind nichts als Zeichen, um bestimmte Zeiträume zu markieren in (den Angelegenheiten) der Menschen, und für die Pilgerfahrt. Es ist keine Tugend, wenn ihr eure Häuser von hinten betretet: Es ist Tugend, wenn ihr Allah fürchtet. Betretet die Häuser durch die ordentlichen Türen: Und fürchtet Allah: Auf dass ihr erfolgreich seid.</b></p>
<p>Man beachte bitte, dass Yusuf Ali und die meisten anderen Übersetzer &#8222;ahila(t)&#8220; (den Plural von &#8222;hilal&#8220;) als Neumonde übersetzen. Die Bedeutung für &#8222;hilal&#8220;, die man in Arabisch Lexika wie Al-Mo7it, Al-Wasit and Lisan Al-3arab finden kann, ist jedoch eine andere. Die Lexika sagen aus, dass &#8222;hilal&#8220; der Mond sowohl in seinem Anfang als auch seinem Ende sei. Dennoch ignorierten die meisten Übersetzer aus irgendeinem Grund diese Tatsache und behaupteten stattdessen, dass &#8222;hilal&#8220;/&#8220;ahila(t)&#8220; ausschließlich der Neumond sei. Lasst uns nun &#8222;Neumonde&#8220; mit der korrekten Übersetzung ersetzen:</p>
<p><b>2:189 Sie fragen dich nach den Mondsicheln, Sage: &#8222;Sie sind Zeitbestimmungen für die Leute und für die Debatte.&#8220; Und Frömmigkeit ist es nicht, dass ihr ein Haus von seiner Hinterseite betreten würdet, aber es ist Frömmigkeit rechtschaffen zu sein und zu den Häuser durch ihre Hauptüren zu kommen. Und seid Gottes gewahr, auf dass ihr erfolgreich seid.</b></p>
<p>Entsprechend der korrigierten Übersetzung, können Mondsicheln im Allgemeinen (sowohl die abnehmende Sichel als auch die zunehmende Sichel) als Mittel für die Zeitbestimmung dienen.</p>
<p>7:142 ist ein weiterer Vers, der über Zeitbestimmung/&#8220;myqat&#8220; redet. Dort wird beschrieben, dass Moussa die &#8222;myqat&#8220;/ Zeitbestimmung vervollständigt. &#8222;myqat&#8220;/&#8220;mawaqit&#8220; kann also eine Zeitbestimmung bzw. Zeitbestimmungen für die Vervollständigung von etwas kennzeichnen.</p>
<p><b>7:142 Und Wir bestimmten für Moussa dreißig Nächte, und wir vervollständigten sie mit zehn: Derart wurde die Zeitbestimmung seines Herrn vervollständigt auf vierzig Nächte&#8230;</b></p>
<p>Auch in 89:2 lesen wir etwas über 10 Nächte.</p>
<p>Interessanterweise sind es exakt 10 Nächte, die der Vollmond braucht, um die Sichel-Stufe zu erreichen. Man beachte die Beziehung zwischen den 10 zusätzlichen Nächten in 7:142 und den 10 Nächten der &#8222;7hajj&#8220;/Debatte in 2:196. Wir lesen über 10 Nächte in 2:196, drei während des &#8222;7aj&#8220;/Handels und sieben, wenn jene zurückkehren deren Familien nicht in der Einrichtung des Hörens und Befolgens der Restriktion/&#8220;al-masjid al-haram&#8220; waren. Was jene angeht, deren Familien in der Einrichtung des Hörens und Befolgens der Restriktion sind, so würden diese die vollen 10 Tage verweilen. Dies ergibt Sinn, da jene, deren Familen sich nicht nach der Wahrheit unseres Herrn orientieren, früher nach Hause gehen sollten, um ihren Familien über das, was sie hörten, zu unterrichten. Indem wir 2:189, 7:142 und 2:196 zusammensetzen, können wir somit sehen, dass die &#8222;ahila(t)&#8220;/Mondsicheln Mittel der Zeitbestimmung für die Vervollständigung der &#8222;7ajj&#8220;/Debatte bieten und nicht ihres Beginns.</p>
<p>Aus Vers 2:189 wissen wir außerdem, dass wir Häuser durch die deutlichen Vordertüren betreten sollen und nicht durch die unklare Hinterseite. Dies weist uns darauf hin, dass die &#8222;7ajj&#8220;/Debatte mit dem deutlichen Vollmond beginnt und dass die undeutliche Mondsichel die &#8222;7ajj&#8220;/Debatte beendet. Auf diese Weise dauert sie 10 volle Tage, was der exakte Zeitraum von Vollmond bis Mondsichel ist:</p>
<p><b><span style="color: red;">&lt;&#8211;10 Tage&#8211;&gt;</span>&lt;&#8211;abnehmende Sichel 4-5 Tage&#8211;&gt;&lt;&#8211;zunehmende Sichel 4-5 Tage&#8211;&gt;&lt;&#8211;10 Tage&#8211;&gt;</b></p>
<p>Auf diese Art bieten die Mondsicheln eine Zeitbestimmung für den &#8222;7aj&#8220;/Handel. Darüber hinaus findet der &#8222;7aj&#8220;/Handel an bekannten abgezählten Tage bei den vier Restriktions-&#8222;ash-hur&#8220;/ Vollmonden statt, beginnend mit dem Vollmond sengender Hitze/&#8220;ramadhan&#8220; nach der Sommersonnenwende. Dies gibt den Leuten vier Gelegenheiten pro Jahr sich für die &#8222;7ajj&#8220;/Debatte zu treffen.</p>
<p>Vers 2:184 redet über das Fasten an wenigen/&#8220;ma3dooat&#8220; days. Das Wort &#8222;ma3dooat&#8220; bezeichnet typischerweise eine Zahl zwischen 3-10, da der Begriff für Zahlen verwendet wird, welche sogar einfach mit den Fingern der Hand gezählt werden können. Wie wir bereits sahen, zeigt 2:196, dass die volle Zeit der &#8222;7ajj&#8220;/Debatte 10 Tage beträgt für jene, deren Familien in der Institution des Hörens und Befolgens der Restriktion sind, und drei Tage für jene, deren Familien es nicht sind (darf auf 2 gekürzt werden gemäß 2:203) . In 2:185 beträgt folglich die vollständige Zählung 10 Tage, was wiederum der exakte Zeitraum zwischen Vollmond und Mondsichel ist. Somit dient die Mondsichel erneut als Mittel der Zeitbestimmung, in diesem Fall, um die Zeit des Fastens zu bestimmen.</p>
<p>Nun wäre ein guter Zeitpunkt, um herauszufinden, wie die restringierten Vollmonde in all dies hineinpassen. Lasst uns als erstes die traditionelle Sichtweise betrachten. Die Begründung für den sogenannten islamischen Kalendar wird immer mit Vers 9:37 gegeben:</p>
<p><b>9:37 Doch der &#8222;nasi&#8217;a&#8220; ist eine Zunahme an Ableugnung, wodurch jene, die ableugneten, fehlgeleitet sind. Sie erlauben ihn in einem Jahr und restringieren ihn im anderen Jahr, um die Zählung, die Der Gott restringiert machte, zu umgehen; So erlauben sie, was Der Gott restrinigiert machte! Ihre bösen Taten wurden ihnen ausgeschmückt und Der Gott leitet nicht die ableugnenden Leute.</b></p>
<p>Der ganze Mondkalendar wurde eingeführt, um den &#8222;nasi&#8217;a&#8220; zu vermeiden. Interessanterweise gibt es dennoch keine Einigkeit darüber, was das Wort &#8222;nasi&#8217;a&#8220; überhaupt bedeutet. Einige Leute behaupten, dass es die Hinzufügung eines Schaltmonats sei. Andere behaupten, es sei die willkürliche Zuordnung der restringierten &#8222;ash-hur&#8220; am Anfang eines jeden Jahres. Alle klassischen Arabisch Wörterbücher sagen aus, dass &#8222;nasi&#8217;a&#8220; Verschiebung bedeutet und dass die Araber den Beginn der restringierten &#8222;ash-hur&#8220; zu verschieben pflegten, indem sie den Monat Safar restringiert machten statt Mu7aram. Gemäß der Etymologie des Wortes, welche auf &#8222;Verschiebung&#8220; hinweist, sind die Wörterbücher sehr wahrscheinlich am korrektesten und ihr Bedeutungsgehalt hat nichts damit zu tun, den Kalendar zu einem Mondkalendar zu ändern, denn die willkürliche Zuweisung eines restringierten &#8222;shahr&#8220; kann in einem Mondkalendar genau so leicht verschoben werden, wie in einem Sonnenkalendar.</p>
<p>Ein weiterer Vers, der dafür benutzt wird einen reinen Mondkalendar zu rechtfertigen, ist Vers 9:36. Hier ist eine auf unseren Ergebnissen basierende Übersetzung von 9:36:</p>
<p><b>9:36 Die Zählung der Vollmonde bei Dem Gott ist zwölf im Buch Des Gottes an dem Tag, an dem Er die Himmel und die Erde erschuf; vier von ihnen sind restrinigiert. Dies ist die rechte Obliegenheit; also tut euch selbst kein Unrecht; und bekämpft jene, die Partner beigesellen, allesamt, so wie sie auch allesamt bekämpfen und wisst, dass Der Gott mit den Vorausdenkenden ist.</b></p>
<p>Nun wird es Leute geben, die darauf verweisen, dass die Anzahl der Vollmonde in manchen Jahren tatsächlich 13 beträgt. Allerdings sind wir nicht auf die Anzahl (&#8222;3adad&#8220;) der Vollmonde in einem Jahr bedacht. Wir sind auf die Zählung (&#8222;3idat&#8220;) der Vollmonde in einem Jahr bedacht.</p>
<p>Lasst mich ein Beispiel anführen, um den Unterschied zwischen &#8222;3adad&#8220; und &#8222;3idad&#8220; zu veranschaulichen. In sogenannten islamischen Ländern legen die Scheidungsgesetze fest, dass es eine dreimonatige Wartezeit gibt, bevor eine Scheidung endgültig wird. Folglich würde die Scheidung eines Ehepaares, das sich am 7. September scheiden lässt, am 7. Dezember vollendet sein, sofern der Gregorianische Kalendar benutzt wird. Oder wenn man dasselbe Prinizip auf den sogenannten islamischen Kalendar anwendet, würde die Scheidung eines Ehepaares, das sich am 12. Mu7aram scheiden lässt, am 12, Rabi3 Al-Thani vollendet sein. Demgemäß ist die Anzahl an Monaten 3 und die Wartezeit beträgt in beiden Fällen etwa 90 Tage. Wie wir sehen werden, unterscheidet sich dies von der Zählung &#8222;3idat&#8220;.</p>
<p>Vers 2:228 bietet interessante Hinweise darauf, wie sich die Zählung von der absoluten Anzahl unterscheidet. Er zeigt uns, wie Wartezeiten und &#8222;Shahr&#8220; bemessen werden.</p>
<p>Aus den Versen 2:226-228 kann ersehen werden, dass Vers 2:228 eine zusätzliche Wartezeit von von drei Menstruationen vorschreibt, sofern sich das Ehepaar nach der anfänglichen Wartezeit von 4 &#8222;ash-hur&#8220; für die Scheidung entschließt.</p>
<p>Hieran ist interessant, dass das Zählen von 3 Menstruationen 56+7=61 Tage (falls die Dame ihre Menstruation direkt nach der Scheidung hat) bis 82 Tage ergeben könnte (falls die Dame direkt vor der Scheidung ihre Menstruation beendet), unter der Annahme, dass der durchschnittliche Menstruationszyklus 28 Tage beträgt. Dies ist natürlich ein Unterschied zu den 90 Tagen, die wir vorher für das Abwarten von 3 Monaten gefunden haben.</p>
<p>Angenommen ein Zyklus von Vollmond zu Vollmond betrüge 30 Tage, dann würde das Abwarten von 4 &#8222;Vollmonden&#8220; in Vers 2:226 zwischen 90 Tagen (falls direkt nach der Trennung des Ehepaares ein Vollmond erscheint) und 119 Tagen liegen (falls direkt vor der Trennung des Ehepaares ein Vollmond erschien). Wiederum unterscheidet sich dies von den 120 Tagen der absoluten 4 Monate.</p>
<p>Eine weitere interessante Beobachtung ist, dass Vers 2:234 für die Frau, deren Ehemann starb, über 4 &#8222;ash-hur&#8220; plus 10 (Tage?/Nächte?) redet. Was sind die 10 Tage/Nächte nach dem Vollmond? Wie wir bereits gesehen haben, ist es die Zeit, die der Vollmond benötigt, um wieder die Sichel-Stufe zu erreichen. Also haben wir hier die Mondsichel als Mittel der Zeitbestimmung mit dem Zweck, die Wartezeit zu erfassen.</p>
<p>Hierin liegt ein Zeichen, das uns helfen kann, Vers 9:36 korrekt zu verstehen. Wenn Der Gott die Anzahl (sprich eine absolute Anzahl) meinen würde, dann wäre die absolute Anzahl an Vollmonden nicht zwölf, sondern würde in die Milliarden gehen, angesicht der Tatsache, dass einige Milliarden Jahre vergangen sind, seitdem Er den Mond und die Erde erschuf. Folglich ist hier keine absolute Anzahl gemeint, sondern wie wir die Vollmonde in einem Jahr zählen sollen. Was Der Gott uns sagt ist, dass wir stets 12 Vollmonde in einem Jahr zählen sollen, von denen wir vier als restringiert zählen sollen. Wir starten bei der uns gegebenen Markierung. Demnach wäre in einem Sonnenjahr, das mit der Sommersonnenwende beginnt, der erste zu zählende Vollmond jener nach der Sommersonnenwende und das ist der Vollmond &#8222;ramadhan&#8220;/sengender Hitze. Was geschieht nun in den gelegentlichen Jahren, in welchen wir 13 Vollmonde von einer Sommensonnenwende zur nächsten haben? Die Antwort ist, dass wir den 13ten Mond ganz einfach nicht zählen. Dies würde die Zählung automatisch wieder in Ordnung bringen und der Vollmond &#8222;ramadhan&#8220;/sengender Hitze wäre immer der erste Mond nach der Sommersonnenwende. Es ist ein sehr klarer und erstaunlich einfacher Mechanismus. Es bedarf lediglich, dass wir Dem Gott unser Vertrauen geben und pro Jahr nur 12 Vollmonde zählen, obwohl wir gelegentlich 13 sehen.</p>
<p>Nun, da wir das Rätsel schlussendlich gelöst haben, lasst uns unsere Aufmerksamkeit wieder auf die restringierten Vollmonden richten. Wir haben bereits ermittelt, dass der erste Vollmond nach der Sommersonnenwende (der Vollmond &#8222;ramadhan&#8220;) der erste restringierte Vollmond ist. Folglich liefert uns das Abzählen von vier Vollmonden, beginnend mit dem ersten Vollmond nach der Sommersonnenwende, die restringierten vier Vollmonde und wie gehabt bestimmt die Mondsichel das Ende des Zeitraums (ein Zeitraum von ungefähr 90+10 ≈ 100 Tagen). Die Sommersonnenwende findet Ende Juni statt (um den 22. Juni). Der Vollmond sengender Hitze wäre 0-30 Tage danach. Demzufolge, begönnen die restringierten Vollmonde im Durchschnitt um den Anfang der zweiten Juniwoche und würden um die dritte Oktoberwoche enden (dies ist der Durchschnitt, es könnte aber früher sein oder erst Ende Oktober, abhängig davon, wann der erste Vollmond nach der Sommersonnenwende erschien). Somit decken die Restriktions-Vollmonde ungefähr die Zeit von der Mitte des Sommers bis zur Mitte des Herbstes ab.</p>
<p>Die zeitliche Bestimmung der Restriktion ist bedeutungsvoll, besonders angesichts der Tatsache, dass die Restriktion das Jagen wilder Tiere betrifft. Interessanterweise umfasst die Restriktion keine domestizierten Nutztiere (siehe 5:1). Wieso ist das so? Die Antwort könnte sein, dass die meisten wilden Tiere und sogar wilden Vögel im Sommer gebären. Durch die Tötung eines wilden weiblichen Tiers würde man nicht nur dieses Tier töten, sondern unvermeidlicherweise auch all seinen neugeborenen Nachwuchs, der nicht in der Lage wäre, sich alleine zu ernähren und durchzuschlagen. Desweiteren gibt das Auffinden der neugeborenen Tiere dem Jäger einen unfairen Vorteil, da die Mutter manchmal zögert sie zu verlassen oder der Jäger einfach in der Nähe warten kann, bis die Mutter zu ihnen zurückkehrt, um sie dann mühelos zu erlegen. Wenn andererseits die Mutter eines domestizierten Nutztieres getötet wird, kann ihr Nachwuchs problemlos von den Leuten gepflegt werden und wird gut überleben. Unsere Untersuchung lässt natürlich erkennen, dass sich der Zeitraum der Restriktion auf der südlichen und nördlichen Hemisphäre unterscheiden würde. Das ist in Ordnung. Nichts in der großen Lesung weist darauf hin, dass sie für die Menschen überall auf der Welt gleich sein müsste. Wir sollten uns hin zur Wahrheit von unserem Herrn orientieren, wo auch immer wir uns befinden, ob in der südlichen oder in der nördlichen Hemisphäre (siehe 2:149).</p>
<p>Abschließend lässt sich sagen, dass Der Gott uns eine eindeutige Markierung für die Restriktions-Monate gegeben hat. Diese eindeutige Markierung ist unabhängig von irgendwelchen menschengemachten Kalendarsystemen und beruht stattdessen auf leicht zu bezeugenden kosmischen Phänomenen. Der orangene Vollmond nach der Sommersonnenwende, der für den Beobachter deutlicher und größer erscheint und direkt in der Sichtlinie liegt, kann von nahezu jedem bezeugt werden, sodass sogar primitive Gesellschaften, die nicht die Möglichkeit haben die Mondzyklen im Voraus zu berechnen, ihn bezeugen können. Vers 2:185 sagt nicht &#8222;wem auch immer über &#8222;als-shahr&#8220; berichtet wird von jemandem, dem wiederum von einem Mullah darüber berichtet wurde&#8220;, er sagt &#8222;wer auch immer &#8222;al-shahr&#8220; bezeugt&#8220;. Dies ist die einfachste und direkteste Methode, die die wenigsten Unstimmigkeiten hervorrufen würde, egal wie primitiv oder fortgeschritten eine Gesellschaft ist und egal was für ein menschengemachtes Kalendarsystem sie verwendet. Darüber hinaus ist diese Markierung unbeeinflusst von willkürlichen Entscheidungen, die Völker, die vor uns kamen, getroffen haben, und wir brauchen diese Entscheidungen nicht vorbehaltlos und blind akzeptieren. Somit können, jene die Glauben besitzen, jederzeit &#8211; jetzt und in der Zukunft &#8211; einen Neuanfang machen und das System auf die wahre Markierung zurücksetzen. Es ist also ohne Frage eine solide Lösung für die Zeitbestimmung, welche nicht von Fehlern beeinflusst wird, die von jenen verbreitet wurden, die vor uns kamen.</p>
<p>Interessanterweise haben wir, nachdem wir den Artikel fertiggestellt hatten, unbeabsichtigterweise herausgefunden, wann genau die Nacht der Bestimmung (&#8222;laylat al-qadr&#8220;) stattfindet. Die große Lesung wurde schlichtweg in der Nacht des Vollmondes sengender Hitze herabgesandt.</p>
<p>Obwohl wir viele Fragen beantwortet haben, bleiben wie üblich viele Fragen offen. Was ist z.B der Unterschied zwischen &#8222;3am&#8220; und &#8222;sana(t)&#8220;, falls es denn einen gibt? Beide werden gleichermaßen als &#8222;Jahr&#8220; übersetzt, was jedoch aufgrund von Vers 29:14, in welchem beide Begriffe verwendet werden, unwahrscheinlich erscheint.</p>
<p><b>WICHTIGE ERKLÄRUNG:</b></p>
<p><b>2:2 Dies ist die Schrift, kein Zweifel in ihr, eine Rechtleitung für die Achtsamen</b></p>
<p>Dieser Artikel gibt meine persönliche Interpretation der Verse der Lesung wieder, Stand 14. November 2004. Ich werde versuchen mein Verständnis der großen Lesung und des Universums zu verbessern, außer Der Gott will, und vielleicht leitet mich mein Herr zu dem, was näher an Vernunft ist. Bitte überprüft alle Informationen für euch selber, wie es in 17:36 befohlen ist und erinnert euch daran, dass die vorausdenkendste Antwort auf 45:6 schlichtweg &#8222;keine&#8220; ist. Wenn Der Gott wollte, wird die Auwirkung dieses Artikels positiv sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div>
<div id="msg_3963"><b>ANHANG</b></p>
<p>Entprechend unverifizierbarer Hörensagen-Geschichten wird behauptet, dass Abu Musa Asha&#8217;ari, der Gouverneur von Basra, dem Kalifen Omar folgendes geschrieben habe:</p>
<p><i>&#8222;Amir-ul-Morminin, wir erhalten von dir dann und wann Anweisungen, aber da die Briefe undatiert sind und die Inhalte der Briefe manches Mal voneinander abweichen, wird es schwierig festzustellen welche Anweisungen zu befolgen sind.&#8220;</i></p>
<p>Die unverifizierbare Hörensagen-Geschichte von der Einführung des neuen Kalendarsystem lautet dann ungefähr wie folgt:</p>
<p><i>Das machte Omar nachdenklich. In der Zwischenzeit, erhielt er aus dem Jemen einen Scheck für etwas Geld, der in Shaban einlösbar war. Omar dachte, dass die Praxis lediglich den Monat zu nennen, in solchen Fällen fehlerbehaft sei, da man nicht sicher sein könnte, ob der Monat sich auf das gegenwärtige oder das folgende Jahr bezöge.</p>
<p>Omar berief eine Versammlung ein, um die Frage einer Kalendarreform zu prüfen.</p>
<p>Jemand schlug vor, den römischen Kalendar zu übernehmen. Nach der Diskussion wurde der Vorschlag abgelehnt, da der römische Kalendar aus einer zu fernen Ära datiere und umständlich sei.</p>
<p>Als nächstes wurde in Betracht gezogen, ob man den persischen Kalendar zu übernehmen. Hormuzan erklärte die hervorstehenden Eigenschaften des persischen Kalendars namens &#8222;Mahroz&#8220;. Die übereinstimmende Meinung war, dass solch ein Kalendar nicht passend für die Muslime wäre.</p>
<p>Die generelle Meinung war, dass die Muslime einen eigenen Kalendar haben sollten, statt einen fremden zu übernehmen. Dies wurde dann auch vereinbart und der nächste zu betrachtende Punkt war der Zeitpunkt, von dem solch eine Ära beginnen solle.</p>
<p>Jemand schlug vor, dass die Ära mit dem Geburtsdatum des heiligen Propheten beginnen solle. Einige schlugen vor, dass sie mit dem Tod des heiligen Propheten beginnen solle. Ali schlug vor, dass sie mit dem Datum der Auswanderung der Muslime von Mecca nach Madina beginnen solle. Nach einer Diskussion einigte man sich auf Alis Vorschlag.</p>
<p>Der heilige Prophet war im Monat Rabi-ulAwwal ausgewandert, als das Jahr bereits zwei Monate und acht Tage gelaufen war. Als nächstes tauchte die Frage auf, von welchem Monat an die neue Ära starten solle.</p>
<p>Jemand schlug vor, dass der Kalendar mit dem Monat Rajab starten solle, da dieser Monat in der der vorislamischen Phase für heilig gehalten worden wäre. Jemand anderes schlug vor, dass Ramzan der erste Monat sein solle, da dies ein heiliger Monat für die Muslime sei. Ein weiterer Vorschlag war, dass &#8222;Zul Hajj&#8220; der erste Monat sein solle, da dies der Monat der Pilgerfahrt sei.</p>
<p>Usman schlug vor, dass die neue Ära mit Muharram starten solle, da das Jahr in Arabien mit Muharran starte. Dieser Vorschlag wurde angenommen. Das Datum wurde demgemäß um zwei Monate und acht Tage zurückgesetzt und der neue Hijri-Kalendar begann mit dem ersten Tag des Muharram im Jahr der Auswanderung, statt mit dem tatsächlichen Datum der Auswanderung.</i></div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Ist Sex nur in der Ehe erlaubt?</title>
		<link>https://meine-islam-reform.de/ist-sex-nur-in-der-ehe-erlaubt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Apr 2018 17:05:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Fiqh]]></category>
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					<description><![CDATA[Es hat sich landläufig so eingebürgert und wird im Grunde vorausgesetzt: kein Sex vor der Ehe, denn dies wäre Zina, also unerlaubter Geschlechtsverkehr. Diese Meinung gibt es jedoch nur in der heutigen Gesellschaft. Dem orthodoxen Islam ist sie in seiner klassischen Ausprägung eben so fremd, wie dem Koran. Zwar ist die Ehe die vom Koran &#8230; <a href="https://meine-islam-reform.de/ist-sex-nur-in-der-ehe-erlaubt/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Ist Sex nur in der Ehe erlaubt?</span> weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es hat sich landläufig so eingebürgert und wird im Grunde vorausgesetzt: kein Sex vor der Ehe, denn dies wäre Zina, also unerlaubter Geschlechtsverkehr. Diese Meinung gibt es jedoch nur in der heutigen Gesellschaft. Dem orthodoxen Islam ist sie in seiner klassischen Ausprägung eben so fremd, wie dem Koran. Zwar ist die Ehe die vom Koran favorisierte Form der Lebensgemeinschaft von Mann und Frau, dennoch ist er nicht so sexualfeindlich wie beispielsweise das Christentum, das auf Keuchheit einen enormen Wert legt und teilweise gar das Zölibat der Ehe überlegen hält.</p>
<p><span id="more-603"></span></p>
<p>Zwar verweigert sich der orthodoxe Islam der vollständigen Anerkennung der Inhalte des Koran, doch liegt er mit der Erlaubnis des Geschlechtsverkehrs mit Sklavinnen zumindest näher an der Reaität als der heutige Mainstream-Islam. Doch sehen wir uns nun den relevanten Vers an:</p>
<blockquote><p><b>Sure 23 Vers 5-6: &#8222;und denjenigen, die ihre Scham hüten, außer gegenüber ihren Gattinnen oder was ihre rechte Hand (an Sklavinnen) besitzt, denn sie sind (hierin) nicht zu tadeln,&#8220; (Bubenheim)</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>والذين هم لفروجهم حفظون<br />
الا على ازوجهم او ما ملكت ايمنهم فانهم غير ملومين</b></p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">Deutlich ist zu sehen, wie Bubenheim den Begriff Sklavinnen in Klammern eingefügt hat um das Verständnis in eine gewisse Richtung zu lenken. Doch verzichten wir auf jegliche Hinzufügung kommen wir zu einem völlig anderen Bild:</p>
<p style="text-align: left;">1. Sex mit Gattinnen ist in Ordnung &#8211; dies ist allgemein anerkannt</p>
<p style="text-align: left;">2. Sex mit denen, die die rechte Hand besitzt ist ebenfalls statthaft</p>
<p style="text-align: left;">Eine nähere Definition dessen, was die &#8222;rechte Hand&#8220; bedeutet liegt auf der Hand: diejenigen, die einem von Rechts wegen zustehen. Und diese können eine ganze Menge sein. Zum Beispiel Ehefrauen, die man nicht islamisch geehelicht hat, eingetragene Lebenspartnerschaften, offizielle Verlobungen, etc. &#8211; vieles ist denkbar. Relevant ist nur, dass es anerkannt ist. Es muss nachvollziehbar sein und in diesem Zusammenhang müssen sich beide Personen darüber im Klaren sein, dass ihre sexuellen Handlungen nicht folgenlos und verantwortungslos ausgeübt werden können. Der Koran ist nämlich zwar nicht sexualfeindlich wohl aber ein Feind der Unordnung und des Chaos. Undenkbar sexuell aktiv zu aber und nicht bereit zu sein Verantwortung zu übernehmen. Deswegen legt der Koran auch einen solch großen Wert auf die rechtliche Absicherung, wie man sie nur durch Zeugen für die Partnerschaft erreichen kann, legt.</p>
<p style="text-align: left;">Lesen Sie dazu auch:<br />
<a href="index.php/artikel/derkoran/736-ma-malakat-aymanukum.html" target="_blank" rel="noopener">http://meine-islam-reform.de/index.php/artikel/derkoran/736-ma-malakat-aymanukum.html</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="index.php/artikel/allgemein/535-mamalakataymanukum.html" target="_blank" rel="noopener">http://meine-islam-reform.de/index.php/artikel/allgemein/535-mamalakataymanukum.html</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Islam und Demokratie</title>
		<link>https://meine-islam-reform.de/islam-und-demokratie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Apr 2018 17:04:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Fiqh]]></category>
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					<description><![CDATA[Demokratie. Ein Wort, welches unter Muslimen häufig Ablehnung hervorruft. Ein Wort, welches Islamkritiker und solche, die es sein wollen veranlasst, dem Islam jeglichen Bezug zur Moderne abzusprechen. Ein Wort, welches vermeintlich den Willen des Menschen über den Willen Gottes stellt. Doch was sagt der Koran dazu? Was ist überhaupt Demokratie? Demokratie (griechisch Δημοκρατία, von δῆμος &#8230; <a href="https://meine-islam-reform.de/islam-und-demokratie/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Islam und Demokratie</span> weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Demokratie. Ein Wort, welches unter Muslimen häufig Ablehnung hervorruft. Ein Wort, welches Islamkritiker und solche, die es sein wollen veranlasst, dem Islam jeglichen Bezug zur Moderne abzusprechen. Ein Wort, welches vermeintlich den Willen des Menschen über den Willen Gottes stellt.</p>
<p>Doch was sagt der Koran dazu?</p>
<p><span id="more-601"></span></p>
<p>Was ist überhaupt Demokratie?</p>
<blockquote><p><i>Demokratie (griechisch Δημοκρατία, von δῆμος [dēmos], „Volk“, und κρατία [kratía], „Herrschaft“, vgl. -kratie; wörtlich: Herrschaft des Volkes) bezeichnet einerseits das Ideal einer durch die Zustimmung der Mehrheit der Bürger und deren Beteiligung legitimierten Regierungsform, der „Volksherrschaft“. Diese Idealvorstellung wird in Demokratietheorien konkretisiert, die jeweils eine bestimmte Vorstellung von Demokratie beinhalten: so die direkte Demokratie, repräsentative Demokratie, Demarchie, Radikaldemokratie oder Basisdemokratie.</i></p>
<p><i>Quelle: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratie" target="_blank" rel="noopener">http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratie</a></i></p></blockquote>
<p>Folglich kann Demokratie sich in unterschiedlichen Varianten widerspiegeln und ist auf Grund der Begrifflichkeit lediglich daran gebunden, dass das Volk die angebotene Regierungsform trägt und nicht dagegen ist. Diese Annahme korrespondiert mit Sure 18 Vers 29:</p>
<blockquote><p><b>Und sag: (Es ist) die Wahrheit von eurem Herrn. Wer nun will, der soll glauben, und wer will, der soll ungläubig sein. Gewiß, Wir haben den Ungerechten ein Feuer bereitet, dessen Zeltdecke sie umfangen hält. Und wenn sie um Hilfe rufen, wird ihnen mit Wasser wie geschmolzenem Erz geholfen, das die Gesichter versengt &#8211; ein schlimmes Getränk und ein böser Rastplatz!</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>وقل الحق من ربكم فمن شاء فليومن ومن شاء فليكفر انا اعتدنا للظلمين نارا احاط بهم سرادقها وان يستغيثوا يغاثوا بماء كالمهل يشوى الوجوه بئس الشراب وساءت مرتفقا</b></p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Der ideale auf koranischen Prinzipien beruhende Staat kann somit nur so lange existent sein, so lange die Menschen dies wünschen. Es gibt keinen Grund, den Glauben oder die Gesetze gegen den Willen der Menschen durchzusetzen. Jeglicher weltlicher Sanktion wird eine Absage erteilt, indem ausschließlich auf eine jenseitige Konsequenz verwiesen wird. Doch wer ist nun eigentlich berechtigt zu entscheiden? Der Koran fordert dazu auf Gott, dem Gesandten und den Befehlshabern zu gehorchen (4/59):</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;"><b>O die ihr glaubt, gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten und den Befehlshabern unter euch! Wenn ihr miteinander über etwas streitet, dann bringt es vor Allah und den Gesandten, wenn ihr wirklich an Allah und den Jüngsten Tag glaubt. Das ist am besten und am ehesten ein guter Ausgang.</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>يايها الذين ءامنوا اطيعوا الله واطيعوا الرسول واولى الامر منكم فان تنزعتم فى شىء فردوه الى الله والرسول ان كنتم تومنون بالله واليوم الءاخر ذلك خير واحسن تاويلا</b></p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Es liegt jedoch auf der Hand, dass sich in diesem Vers ein Gefälle manifestiert. So sollen die Menschen, wenn über eine Sache keine Einigung erzielt werden kann diese Fragestellung vor Gott und den Gesandten bringen. Der der Prophet Muhammad jedoch tot ist, bleibt nur noch Gott und mit ihm der Koran, der den Willen Gottes wiedergibt. Somit ist jede Entscheidung abhängig von den Inhalten des Koran und muss sich an diesen messen lassen. Schließlich sagt der Koran in Sure 10 Vers 59:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;"><b>Sag: Was meint ihr zu dem, was Allah für euch an Versorgung herabgesandt hat und was ihr dann als Verbotenes und Erlaubtes festgelegt habt, &#8211; sag: Hat Allah es euch tatsächlich erlaubt, oder ersinnt ihr etwas gegen Allah?</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>قل ارءيتم ما انزل الله لكم من رزق فجعلتم منه حراما وحللا قل ءالله اذن لكم ام على الله تفترون</b></p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Somit ist es unmöglich, dass der Koran von Menschen außer Kraft gesetzt wird. Dies ist eindeutig verboten. Niemand kann die Gesetze Gottes abändern und Verbotenes erlauben oder Erlaubtes verbieten. Doch wie sieht es aus, wenn etwas im Koran nicht erwähnt wurde? Gibt es das überhaupt? Sagt der Koran nicht, dass er vollständig sei?</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;"><b>Soll ich denn einen anderen Schiedsrichter als Allah begehren, wo Er es doch ist, der das Buch, ausführlich dargelegt, zu euch herabgesandt hat? Diejenigen, denen Wir die Schrift gaben, wissen, daß es von deinem Herrn mit der Wahrheit herabgesandt wurde. So gehöre ja nicht zu den Zweiflern.  (6:114)</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>افغير الله ابتغى حكما وهو الذى انزل اليكم الكتب مفصلا والذين ءاتينهم الكتب يعلمون انه منزل من ربك بالحق فلا تكونن من الممترين</b></p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Die Frage, die sich an dieser Stelle auf drängt lautet: &#8222;Was bedeutet vollständig?&#8220; &#8211; Es sollte klar sein, dass der Koran zwar vollständig, aber nicht vollständig ausformuliert ist. Das bedeutet, die Rechtleitung, die der Koran verspricht bezieht sich auf die Ebene der Werte nicht jedoch auf die Ebene der Normen. So fordert der Koran an vielen Stellen Gerechtigkeit, hat aber zu etlichen Themen keine Norm formuliert. Ein einfaches Beispiel: in der heutigen Zeit nutzen viele Menschen Verkehrsmittel um sich fort zu bewegen während noch vor 1000 Jahren die Mehrheit der Menschen zu Fuß unterwegs war. Die veränderten Bedingungen haben vielfach gezeigt, dass eine mangelnde Regulierung des Verkehrs zu Toten und Verletzten führt bzw. führen kann. So wäre überhöhte Geschwindigkeit in Ortschaften der rasche Tot etlicher Schulkinder &#8211; nicht einmal, weil die Menschen bewusst schnell fahren, sondern vielleicht einfach deswegen, weil das Gelände falsch eingeschätzt wird oder ein Termin im Nacken sitzt so dass man schneller fährt als eigentlich sinnvoll ist. Hier helfen Verkehrsregeln, die auf koranischen Werten wie Gerechtigkeit oder Rücksichtname formuliert sind. Man erschafft somit kein neues Gebot oder Verbot, was einen unweigerlich in Konflikt mit Sure 10 Vers 59 bringen würde, sondern man leitet aus einem Gebot Gottes (Gerechtigkeit) eine gebotene Verhaltensweise ab. Ob man mit dieser Ableitung immer 100% richtig liegt kann man nicht wissen. Deswegen verbietet es sich an der Stelle zu sagen, dass z.B. die Regelung &#8222;recht vor links&#8220; (es könnte ja auch &#8222;links vor rechts&#8220; sein) von Gott kommt. Gott hat lediglich einen Wert benannt, den man mit dieser abgeleiteten Norm zu erfüllen trachtet. Auf Grund der Tatsache, dass man etliche Dinge sehr unterschiedlich beantworten kann, sollte entsprechend die Beurteilung einer Sache nicht bei einer Person alleine liegen, sondern von den Menschen selbst beratschlagt werden, wie es auch Sure 42 Vers 38 darlegt:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;"><b>und diejenigen, die auf ihren Herrn hören und das Gebet verrichten, ihre Angelegenheiten) durch Beratung untereinander (regeln) und von dem ausgeben, womit Wir sie versorgt haben,</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>والذين استجابوا لربهم واقاموا الصلوة وامرهم شورى بينهم ومما رزقنهم ينفقون</b></p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Ich denke sogar, dass Gott dies so wünscht, da er nicht zu allem, was die Menschen damals fragten eine direkte Antwort gegeben hat:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;"><b>O die ihr glaubt, fragt nicht nach Dingen, die, wenn sie euch offengelegt werden, euch leid tun, wenn ihr nach ihnen fragt zu der Zeit, da der Qur´an offenbart wird, sie euch (gewiß) offengelegt werden, wo Allah sie übergangen hat. Und Allah ist Allvergebend und Nachsichtig.  (5/101)</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>يايها الذين ءامنوا لا تسلوا عن اشياء ان تبد لكم تسوكم وان تسلوا عنها حين ينزل القرءان تبد لكم عفا الله عنها والله غفور حليم</b></p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Selbst der Prophet sollte seine Angelegenheiten zur Beratung freigeben:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;"><b>Durch Erbarmen von Allah bist du mild zu ihnen gewesen; wärst du aber schroff und hartherzig, so würden sie wahrlich rings um dich auseinandergelaufen. So verzeihe ihnen, bitte für sie um Vergebung und ziehe sie in den Angelegenheiten zu Rate. Und wenn du dich entschlossen hast, dann verlasse dich auf Allah! Gewiß, Allah liebt die sich (auf Ihn) Verlassenden. (3/159)</b></p>
<p style="text-align: right;"><b>فبما رحمة من الله لنت لهم ولو كنت فظا غليظ القلب لانفضوا من حولك فاعف عنهم واستغفر لهم وشاورهم فى الامر فاذا عزمت فتوكل على الله ان الله يحب المتوكلين</b></p>
</blockquote>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Der Prophet Muhammad war zu seiner Zeit der anerkannte weltliche Führer und ihm wurde nachgefolgt. Heute haben wir andere Machthaber. So diese nach koranischen Prinzipien bestimmt wurden ist ihren Weisungen zunächst Folge zu leisten. Stets unter der Prämisse, dass Ihre Entscheidungen nicht dem Wort Gottes widersprechen, das Ergebnis gegenseitiger Beratung sind und von den Menschen akzeptiert werden. Diese drei Aspekte sind unbedingt einzuhalten.</p>
<p style="text-align: left;">Abschließend möchte ich noch die verschiedenen Möglichkeiten der Urteilsfindung, die in meinen Augen möglich sind, benennen:</p>
<p style="padding-left: 30px;">1. <b>direkte Norm</b> (Gott zeigt in einem Vers ganz konkret ein Ge- oder Verbot auf &#8211; dieses ist &#8211; soweit der Vers eindeutig ist &#8211; nicht zu diskutieren.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><i>Beispiel:</i> Verboten hat Er euch nur (den Genuss von) Verendetem, Blut, Schweinefleisch und dem, worüber ein anderer (Name) als Allah(s) angerufen worden ist. Wer sich aber in einer Zwangslage befindet, ohne zu begehren oder das Maß zu überschreiten, für den ist es keine Sünde. Allah ist Allvergebend und Barmherzig. (4/173))</p>
<p style="padding-left: 30px;">2. <b>indirekte Norm</b> (Aus bereits im Koran vorhandenen eindeutigen Nomen wird mittels Analogieschluss eine weitere Norm festgelegt &#8211; dies ist in jedem Falle zu diskutieren um möglicher Einseitigkeit vorzubeugen.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><i>Beispiel:</i> Aus dem Verbot der Zwangsprostetution (24/33) leitet sich das Verbot von Vergewaltigung ab.)</p>
<p style="padding-left: 30px;">3. <b>Wert</b> (Gott hat einen Wert, den es zu achten gilt benannt. Dieser Wert kann je nach Bedarf in einer Norm ausformuliert werden. Hier ist in jedem Falle die Diskussion und Beratung gefragt.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><i>Beispiel:</i> Gott verlangt Gerechtigkeit (7/29). Daraus kann man gerechte Bezahlung und damit z.B. die Einführung von Mindestlöhnen begründen.)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Koran finden sich also alle Instrumente, um mittels Beratung jedem gesellschaftlichen Problem Herr zu werden. Die Umsetzung gelingt in meinen Augen am Besten mit den Mitteln der Demokratie, die eben nicht Gott als Souverän ablöst, sondern Gottes Willen in Streitfragen möglichst korrekt umsetzt.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Freitagsgebet &#8211; Schwester Mirjam</title>
		<link>https://meine-islam-reform.de/freitagsgebet-schwester-mirjam/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Apr 2018 17:03:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Fiqh]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine neue Kontroverse in der allgemeinen Diskussion um den Koran scheint das Freitagsgebet zu sein. Neben den vielen verschiedenen Meinungen, was das Gebet im Islam betrifft, ist diese Frage das Tuepfelchen auf dem I&#8230; Manchmal denke ich zurueck an die Zeit, da alles so einfach und logisch schien: die Juedische  Gemeinde hat ihren Sabbath, die &#8230; <a href="https://meine-islam-reform.de/freitagsgebet-schwester-mirjam/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Freitagsgebet &#8211; Schwester Mirjam</span> weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine neue Kontroverse in der allgemeinen Diskussion um den Koran scheint das Freitagsgebet zu sein. Neben den vielen verschiedenen Meinungen, was das Gebet im Islam betrifft, ist diese Frage das Tuepfelchen auf dem I&#8230; Manchmal denke ich zurueck an die Zeit, da alles so einfach und logisch schien: die Juedische  Gemeinde hat ihren Sabbath, die christliche ihren Sonntag und die Muslimische halt ihren Freitag. Ja, was soll daran wohl falsch sein???</p>
<p>Es geht generell nicht um richtig oder falsch, es ist sicher schoen, wenn Menschen zusammenkommen, um zusammen zu beten, an Gott zu denken, zu lernen (hmm, scheint mir eher die Definition von Hagg zu sein&#8230;), jedoch es als unabaenderliches Gesetz zu deklarieren, bei dessen Nichteinhaltung Maenner (fuer Frauen ist es anscheinend nicht obligatorisch&#8230;) zu ewiger Strafe verdammt werden sollen &#8211; das scheint mir doch eine grosse Verantwortung.</p>
<p>Das Gesetz soll der Koran bleiben. Sagt der Koran tatsaechlich, dass es eine Obligation fuer die Glaeubigen zu sein hat, das Freitagsgebet miteinander zu beten?? Oder wurde diese Praktik – wie so viele andere – aus politischen Gruenden hinzugefuegt??? Diesen Fragen moechte ich in diesem Artikel nachgehen.</p>
<p><span id="more-599"></span></p>
<p><b>Was der Koran sagt<br />
</b><br />
62.9</p>
<p>O ihr Gläubigen! Wenn am Freitag zum Gebet gerufen wird, dann begebt euch schnell dorthin, um Gottes zu gedenken, und laßt das Handelsgeschäft ruhen! Das ist für euch das Beste. Wenn ihr es nur wüßtet!</p>
<p>Meint das Wort yaum wirklich TAG ?</p>
<p>Aus der folgenden Studie werden wir sehen, dass das Wort yaum im Koran oftmals variiert von einem Kontext zum anderen, jedoch essentiel beschreibt es immer etwas , das mit Zeit zu tun hat. Es kann unter anderem heissen, wenn, denn, waehrend , Tag, Zeitabschnitt, Aeon, Zeit etc …<br />
(siehe auch Lanes Lexikon , Volume 8 <a href="http://www.studyquran.org/LaneLexicon/Volume8/00000318.pdf" target="_blank" rel="noopener">http://www.studyquran.org/LaneLexicon/Volume8/00000318.pdf</a></p>
<p>Dass es im Koran als einen 24-Stunden-Tag gebraucht wird, ist selten, jedoch haben wird diese Bedeutung im Kopf und wir uebersetzen so sehr schnell das Wort als ERDEN-Tag.</p>
<p>Das Wort Yaum und seine Zusammensetzungen wird ueber 400 mal im Koran erwaehnt. Ein paar davon werde ich erwaehnen und ich lade alle ein, diese und andere Vorkommnisse zu ueberpruefen.</p>
<p>3:155, Diejenigen unter euch, die an dem Tag (zur ZEIT) , als die beiden Heere aufeinanderstießen, von ihren Posten auf dem Schlachtfeld fortgingen, haben sich vom Satan durch einige Untaten verführen lassen. Gott hat ihnen aber verziehen, ist Er doch voller Vergebung und Milde. (yawmal taqal jam&amp;an)</p>
<p>5:109, &#8220; Denkt an den Tag, den Jüngsten Tag,(an die ZEITspanne)  an dem Gott Seine Gesandten zusammenholt und sie fragen wird: &#8222;Welche Antworten habt ihr von euren Völkern bekommen?&#8220; Sie werden sagen: &#8222;Wir wissen nicht, was sich nach uns ereignete. Du allein kennst alles Verborgene.&#8220;   (yawma yajma&amp; Allah ar rusul)</p>
<p>6:73, &#8222;Er ist es, der Himmel und Erde der Wahrheit gemäß erschaffen hat. Wenn Und am TAG wenn Er sagt: &#8222;Es sei!&#8220;, so ist es. Was Er sagt, ist die Wahrheit. Er allein hat die Herrschaft über alles, am TAG wenn ins Horn geblasen wird. Er weiß genauestens um das Verborgene und um das Sichtbare, ist Er doch der Weise, Der über alles Bescheid weiß. 9:3, &#8222;Eine Ankündigung von Gott und Seinem Gesandten geht am  TAG der grossen Pilgerfahrt an alle Menschen, daß Gott den Götzendienern das von ihnen gebrochene Bündnis aufkündigt, dasselbe tut Sein Gesandter. &#8222;Wenn ihr Reue bezeugt, ist es für euch besser. Wendet ihr euch aber ab, müßt ihr euch dessen bewußt sein, daß ihr Gottes Macht nicht entgehen könnt!&#8220; Kündige den Ungläubigen Gottes qualvolle Strafe an! (yawm al hajil akbar)</p>
<p>16:80, &#8222;Gott hat euch ermöglicht, in euren Häusern gemütliche Wohnstätten zu schaffen und hat euch aus den Fellen des Herdenviehs Zelte bauen lassen, in denen ihr wohnen könnt, wenn ihr  reist oder rastet (woertlich am TAG/ZEIT des Aufbruchs und am TAG/ZEIT des Rastens.) Aus der Wolle, den Fasern und den Haaren ließ Er euch Hausrat machen und Nutzen ziehen für eine bestimmte Zeit in eurem Leben auf Erden.<br />
33:66, &#8222;An dem TAG, AN DEM ihre Gesichter im Feuer umgewendet  , und sie  sagen werden: &#8222;Hätten wir doch auf Gott und den Gesandten gehört!&#8220; (yawma tuqal abu wujuhahum fin nari)</p>
<p>50:30, &#8222;An dem TAG, an dem Wir zur Hölle sagen: &#8222;Bist du schon ausgefüllt?&#8220; und sie wird sagen: &#8222;Ich will noch mehr haben.&#8220; (yawma nagoolu li jahan nam hal im tala&#8217;t..)</p>
<p>Die oben dargebrachten Beispiele sollten wir ueberpruefen, ob sie wirklich einen 24- Stunden Tag oder einen Tag von Sonnenaufgang zu Sonnenuntergang meinen?</p>
<p><b>Erschaffung der Himmel und der Erde<br />
</b><br />
Gott spricht vielerorts ueber die erschaffung von Himmeln und Erde. All diese Verse sagen uns, dass die Himmel und Erde in sechs „TAGEN“ erschaffen wurden. (7:54, 10:3, 11:7, 25:59, 32:4,50:38, 57:4) Diese „TAGE&#8216; sind in \Wirklichkeit sechs Zeitabschnitte oder periodische Schritte der Schoepfung, erklaert in 41:9-12.<br />
Um zu sehen, dass yaum nur einen Zeitabschnitt, egal wie lange der ist, bezeichnet, koennen wir uns 9.36 anschauen.</p>
<p>9.36<br />
&#8222;Die Anzahl der Monate bei Gott in allen Offenbarungen, seit dem TAG, an dem Er Himmel und Erde erschuf, ist zwölf. Vier davon sind heilig. Das ist Gottes rechte Lehre. In den heiligen Monaten sollt ihr euch nicht unrecht tun. Ihr sollt die Götzendiener ohne Ausnahme bekämpfen, wie sie euch ohne Ausnahme bekämpfen. Wisset, daß Gott mit den Frommen ist!</p>
<p>Wie wir sehen koennen, steht all den Versen  (7:54, 10:3, 11:7, 25:59, 32:4, 50:38, 57:4) welche die Erschaffung der Himmel und Erde beschreiben sechs Tage (sitata ayaam), jedoch in 9.36 sagt Gott „.yawm khalaqa Allahu as samawati wa larda / An dem TAG (Singular) als Gott die Himmel und Erde erschuf. (vielleicht , weil er hier nur vom Himmel in der Einzahl spricht?)</p>
<p><b>Bestrafung von AD</b></p>
<p>Gott erzaehlt vom Volk AD</p>
<p>54.19<br />
&#8222;Wir sandten ihnen einen unheimlich kalten Sturmwind an einem  TAG anhaltenden Unheils  (fiyawmi nahs(in) mustamir)&#8220;</p>
<p>Aber in 69:7<br />
&#8222;den Er sieben Nächte und acht Tage ununterbrochen gegen sie einsetzte. Du hättest die Menschen dort niedergestreckt liegen sehen können, als wären sie umgestürzte, hohle Palmstämme. &#8220; ( sakh kharah &amp;aleyhim sab&amp; layal(in) wa thamaniyeta ayam(in) husum(an).</p>
<p>Das Aya beschreibt genau denselben Vorfall , naemlich die Bestrafung der AD wie in 54.18</p>
<p>Also waere eine korrektere Uebersetzung der Passage in 54.19. „zu einer Zeit/ Periode anhaltenden Unheils.“, welche dann genauestens erklaert wird in 69.7 mit den „sieben Naechten und acht  (menschlichen) Tagen.</p>
<p>Sogar hier koennte die Nacht und der Tag als Symbol von Schwaerze / Unwissenheit und der Tag als Symbol von  Licht/ Erkenntnis gebraucht werden&#8230;.(Sufi Ansatz)</p>
<p><b>Der Tag des Gerichts<br />
</b><br />
70:4<br />
&#8222;Zu Ihm steigen die Engel und Gabriel in einem TAG/ Zeitspanne  hinauf, welche fünfzigtausend Jahren eurer Rechnung entspricht.  ( ta&amp;rujul malai&#8217;katu war roohu ileyhi fi yawmin kana miqdaruhu khamseena alfa sanatin&#8220;</p>
<p>vergleiche auch 5.109 , 6.73 u.v.a.</p>
<p><b>TAG DER VERSAMMLUNG / Yaum al Jumua<br />
</b><br />
So weshalb uebersetzen wir dann  das &#8218;YAUM al Jumua“ in 62.9 mit „TAG  der Zusammenkunft und nicht ZEIT / PERIODE der Versammlung??</p>
<p>Was bestaetigt oder stuetzt das erste Verstaendnis? Befiehlt Gott den Glaeubigen tatsaechlich, sich an einem bestimmten Tag der Woche (uebrigens ist die sieben Tage Woche auch nicht eine uralte Angelegenheit&#8230;) zu treffen? Sollten wir nur an einem bestimmten Tag der Woche reisen oder Geschaefte taetigen? Was ist, wenn wir an diesem Tag weder arbeiten noch reisen??</p>
<p>Die Zeit der Versammlung in meinen Augen ist eine Beschreibung der Zusammenkunft waehrend der Pilgerfahrt.</p>
<p>So deutet alles darauf hin, dass es kein spezifisches GEBET AM FREITAGMITTAG gibt, sondern der Ausdruck einfach meint „ ruft zum SALAT  (der Verpflichtung,an Gott zu denken oder auch eine bestimmte Form von Gottesdienst, Lesung) in der Zeit der Versammlung , eilt zur Erinnerung an Gott  und lasst das Geschaeft, das ist besser fuer euch, wenn ihr nur wisst.</p>
<p><b>Welche Zeit ist die Zeit der Zusammenkunft??</p>
<p></b><br />
22:27<br />
Rufe die Menschen zur Pilgerfahrt auf! Sie werden zu Fuß und auf dem Rücken von durch die Reise abgemagerten Kamelen von weither zu dir kommen. Sie kommen von den fernsten Bergpässen.</p>
<p>&#8222;yaum al-jum&#8217;ah&#8220; in 62:9 bezieht sich auf die Zeit, wenn sich die Menschen zur Pilgerfarht versammlen und Salat (die Verpflichtung ) dieser Versammlung: sich an Gott zu erinnern und alle Geschaefte sein zu lassen! Es kann auch eine bestimmte Form der Anbetung zu jener Zeit meinen, nach jener die Menschen dann wieder zurueckgehen , in ihre Heimat, um den anderen von ihren Erlebnissen zu erzaehlen.</p>
<p>62.10<br />
„Ist das SALAT zu Ende, geht euren Geschäften im irdischen Leben nach (verteilt /verbreitet euch auf der Erde/Land  und zehrt von Gottes Gabenfülle oder nehmt Anteil an Gottes Gabenfuelle! Und gedenkt Gottes viel, auf daß euch Erfolg beschieden sein möge! „<br />
Dies macht fuer mich vollkommend Sinn.</p>
<p><b>Freitag ist ein uralter &#8218;magischer&#8216; Tag<br />
</b><br />
Verschiedene Voelker assozierten ihre Idole mit Freitag. Ein bekanntes Beispiel ist  Venus &#8211; zu deren Ehren die Roemer den Freitag als „dies veneris“ bezeichneten. In Zirkeln der Magier soll der Freitag eine herausragende Rolle beinhalten. In Zauberbuechern finden sich Anleitung zu bestimmten Ritualen an bestimmten Tagen, so auch der Freitag.<br />
Interessanterweise soll die Erde an einem Freitag erschaffen worden sein, Jesus soll  an einem Freitag gestorben sein. (Bibel) im Islam gibt es viele Traditionen die von den heraussragenden Eigenschaften des Freitags erzaehlen.</p>
<p><b>Beispiele aus Buchari</b></p>
<p>Als Ergaenzung zum Thema finde ich es interessant, gewisse Traditionen zu lesen, um besser verstehen zu koennen, wie und warum sich das Freitagsgebet als Obligation etablieren konnte&#8230;.<br />
Volume 2, Book 13, Number 21:<br />
Narrated Abu Huraira:<br />
Allah&#8217;s Apostle said &#8222;We are the last (to come amongst the nations) but (will be) the foremost on the Day of Resurrection. They were given the Holy Scripture before us and we were given the Quran after them. And this was the day (Friday) about which they differed and Allah gave us the guidance (for that). So tomorrow (i.e. Saturday) is the Jews&#8216; (day), and the day after tomorrow (i.e. Sunday) is the Christians&#8216;.&#8220; The Prophet (p.b.u.h) remained silent (for a while) and then said, &#8222;It is obligatory for every Muslim that he should take a bath once in seven days, when he should wash his head and body.&#8220;<br />
Narrated Abu Huraira through different narrators that the Prophet said, &#8222;It is Allah&#8217;s right on every Muslim that he should take a bath (at least) once in seven days.&#8220;</p>
<p>Volume 2, Book 13, Number 33:<br />
Narrated Salman Al-Farsi:<br />
Allah&#8217;s Apostle (p.b.u.h) said, &#8222;Anyone who takes a bath on Friday and cleans himself as much as he can and puts oil (on his hair) or scents himself; and then proceeds for the prayer and does not force his way between two persons (assembled in the mosque for the Friday prayer), and prays as much as is written for him and remains quiet when the Imam delivers the Khutba, all his sins in between the present and the last Friday will be forgiven.&#8220;<br />
Volume 2, Book 13, Number 38:<br />
Narrated As-Sa&#8217;ib bin Yazid I :<br />
&#8218;Uthman bin &#8218;Affan introduced the second Adhan on Fridays when the number of the people in the mosque increased. Previously the Adhan on Fridays used to be pronounced only after the Imam had taken his seat (on the pulpit).</p>
<p>Volume 2, Book 13, Number 49:<br />
Narrated Ibn Abbas:<br />
Once the Prophet ascended the pulpit and it was the last gathering in which he took part. He was covering his shoulder with a big cloak and binding his head with an oily bandage. He glorified and praised Allah and said, &#8222;O people! Come to me.&#8220; So the people came and gathered around him and he then said, &#8222;Amma ba&#8217;du.&#8220; &#8222;From now onward the Ansar will decrease and other people will increase. So anybody who becomes a ruler of the followers of Muhammad and has the power to harm or benefit people then he should accept the good from the benevolent amongst them (Ansar) and overlook the faults of their wrong-doers.&#8220;</p>
<p>(beachte hier steht nicht Freitag, sondern GATHERING)</p>
<p>Volume 2, Book 13, Number 51:<br />
Narrated Abu Huraira:<br />
The Prophet said, &#8222;When it is a Friday, the angels stand at the gate of the mosque and keep on writing the names of the persons coming to the mosque in succession according to their arrivals. The example of the one who enters the mosque in the earliest hour is that of one offering a camel (in sacrifice). The one coming next is like one offering a cow and then a ram and then a chicken and then an egg respectively. When the Imam comes out (for Jumua prayer) they (i.e. angels) fold their papers and listen to the Khutba.&#8220;</p>
<p>Volume 2, Book 13, Number 1:<br />
Narrated Abu Huraira:<br />
I heard Allah&#8217;s Apostle (p.b.u.h) saying, &#8222;We (Muslims) are the last (to come) but (will be) the foremost on the Day of Resurrection though the former nations were given the Holy Scriptures before us. And this was their day (Friday) the celebration of which was made compulsory for them but they differed about it. So Allah gave us the guidance for it (Friday) and all the other people are behind us in this respect: the Jews&#8216; (holy day is) tomorrow (i.e. Saturday) and the Christians&#8216; (is) the day after tomorrow (i.e. Sunday).&#8220;<br />
Quelle: <a href="http://www.muslimaccess.com/sunnah/hadeeth/bukhari/013.html" target="_blank" rel="noopener">http://www.muslimaccess.com/sunnah/hadeeth/bukhari/013.html</a></p>
<p><b> Sahih Muslim</b></p>
<p>Abu Huraira, berichtete:<br />
Der Gesandte Allahs (Segen und Frieden auf Ihm) sagte:<br />
&#8222;Der beste Tag, an dem die Sonne aufgeht ist Freitag; an diesem Tag wurde Adam erschaffen,<br />
an diesem Tag durfte er das Paradies betreten, an diesem Tag musste er es verlassen&#8220;<br />
Quelle:http://islam.de/4128.php</p>
<p><b>Herkunft und Bedeutung von Freitag<br />
</b><br />
Der Name geht auf den römischen Tagesnamen Dies Veneris, also Tag der (Liebesgöttin) Venus, und dieser wiederum auf den babylonischen Wochentagsnamen zurück. Als die südlichen Germanen die Siebentagewoche von den Römern übernahmen, übersetzten sie ihn mit ihrer als ähnlich wahrgenommenen Göttin Frija, die im Norden Frigg hieß (vgl. althochdeutsch frîatac, altenglisch frīgedeag).[1] Sie war in der isländischen Edda eher Schutzherrin der Ehe und Mutterschaft. Danach würde man eher die nordgermanische Liebesgöttin Freya an dieser Stelle erwarten, die deshalb auch fälschlich oft als Namensgeberin des Freitags genannt wird. Allerdings kann ihr Name, der urnordisch *fraujōn (Herrin) gelautet hätte, nicht zu frîatag geführt haben.[2] Vermutlich war Frijas Rolle ursprünglich der Venus ähnlicher als später in der isländischen Literatur des Mittelalters. In Skandinavien wurde der Name allerdings nicht nach der dortigen Namensform Frigggebildet, sondern nur der südgermanische Name übernommen[3] (vgl. schwedisch fredag). Die romanischen Namen für Freitag (franz. vendredi, ital. venerdì, span. viernes) gehen ebenfalls auf die lateinische Bezeichnung Dies Veneris zurück.<br />
Nach der Genesis /1. Buch Moses wurde am Freitag der Mensch, als Mann und Weib (Frau) geschaffen.<br />
In der Tradition des Christentums ist jeder Freitag ein Gedenktag an den Tod Jesu, an dem nach katholischem und christlich-orthodoxem Glauben ähnlich wie in der Fastenzeit kein Fleisch, ersatzweise aber Fisch gegessen werden darf (vgl. Freitagsopfer). Der wichtigste Freitag des Kirchenjahres ist der Karfreitag.<br />
Der Freitag ist im Islam der wöchentliche Feiertag, an dem das Mittagsgebet (Salat) in der Gemeinschaft verrichtet wird und der Prediger (Chatib) eine Predigt (Chutba) hält (vgl. Freitagsgebet).<br />
Im Judentum ist der Freitagabend der Beginn des Schabbat, der am Samstagabend endet.<br />
Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Freitag</p>
<p><b>Urspruengliche islamische Gemeinde kannte kein Freitagsgebet<br />
</b><br />
Das bekannte klassische Arabische Lexikon von Ibn Manzur Lisān al-ʿArab (لسان العرب,  fuehrt an, dass der Freitag urspruenglich den Arabern als  &#8222;Yawm-ul-&#8218;Aruba&#8220; und nicht &#8222;Yawm-ul-Jumu&#8217;ah.&#8220; bekannt war.  Ibn Manzur zitiert den Lexikografen und Historiker Tha&#8217;lab, der schreibt, dass der erste, der den Freitag mit Yaum al jumu&#8217;ah benannte, der Grossvater muetterlicherseits von Prophet Mohammad war,, Ka&#8217;b bin Lu&#8217;ayy. As-Suhayli sagt in seiner Arbeit &#8218;Al-rawdul-unuf: Land Verdant and Pristine  &#8222;Ka&#8217;b Ibn Lu&#8217;ayy war der erste, welcher den Freitag  (Yawm-ul-Aruba) zur Zusammenkunft bestimmte. Freitag wurde nicht Yawm-ul-Jumu&#8217;ah genannt, bevor der Ankunft des Islams. Der Stamm der Quraisch stroemte um ihn zusammen an jenem Tag und er sprach mit ihnen und erwaehnte die Ankunft des Propheten.&#8220;.[13]</p>
<p>Quelle: [pg. 69, Vol. 8, Lisanul-Arab. see: <a href="http://www.baheth.info" target="_blank" rel="noopener">www.baheth.info</a>, see entry under the root: جمع</p>
<p>Aus dem „Development of islamic Ritual“ von CH. Becker konnte ich entnehmen, dass die Tradition des Freitaggebetes zurueckgeht auf die uspruenglich zwei Versammlungen zu Festen, nach Ramadan und beim Opferfest – es scheint auch, dass die fruehe muslimische Gemeinde nur zweimal am Tag gebetet hat. Das Freitagsgebet wurde als Gegenstueck zu den Gottesdiensten der Juden und der Christen ausgewaehlt, an einem Tag, der nicht von den anderen besetzt war. Der Adhan war in der fruehen islamischen Gemeinde nicht notwendig, sondern wurde erst noetig , als das Gebet ritualisiert und in Moscheen abgehalten wurden. So auch der Ruf zum Freitagsgebet (ein zweifacher Adhan) . Ein Hinweis auf die spaetere Einfuehrung des Freitaggebetes kann uns auch der Umstand geben, dass bei den anderen zwei Versammlungsgebeten ( an den zwei Hauptfesten) die Chutba (Predigt) nach dem Gebet stattgefunden hat &#8211; auch gab es nur eine Chutba &#8211; der Fokus lag beim Gebet. Dies wurde voellig umgedreht: Heutzutage wird Freitags die Chutba zuerst abgehalten und danach (nur die Haelfte des eigentlichen Mittaggebetes) gebetet &#8211; paradox genug, dass das Freitagsgebet auch ohne Chutba als erfuellt gilt, wo doch die Chutba die zwei fehlenden Rakas ergaenzen sollen&#8230;. Dazu noch ein Umstand, der stutzig macht: Die Zweiteilung der Chutba- anscheinend ist das Freitagsritual heute nicht gueltig, wenn die Predigt nicht zwei voneinander getrennte Bestandteile aufweist&#8230;.</p>
<p><b>Es gibt nirgends einen Hinweis, dass das Wort Jumua des Korans  &#8211; Freitag -, anstelle seiner uebergeordneten Bedeutung, Zusammenkunft , bedeuten soll&#8230;<br />
</b><br />
Quelle:CH. Becker: on the history of early muslim worship and Salat prayer</p>
<p><b>Schlussfolgerung</b></p>
<p>Durch das Studium des Korans laesst sich nirgends ein Freitagsgebet, welches obligatorisch sein soll fuer die Glaeubigen herauslesen.</p>
<p>Der Koran spricht von Zusammenkunft und Yaum (Zeitabschnitt), nicht eines bestimmten Tages in der Woche</p>
<p>Es scheint, als sei das Freitagsgebet von der muslimischen Gemeinde eingefuehrt worden, um sich gegen die anderen Glaubensgemeinschaften abzugrenzen- es hat nur einen rituellen, traditionellen Charakter, jedoch ist es keine von Gott vorgeschriebene Pflicht der Glaeubigen.</p>
<p>Quellen:<br />
[pg. 69, Vol. 8, Lisanul-Arab. see: <a href="http://www.baheth.info" target="_blank" rel="noopener">www.baheth.info</a>, see entry under the root: جمع<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Freitag" target="_blank" rel="noopener">http://de.wikipedia.org/wiki/Freitag</a><br />
<a href="http://islam.de/4128.php" target="_blank" rel="noopener">http://islam.de/4128.php</a><br />
<a href="http://www.muslimaccess.com/sunnah/hadeeth/bukhari/013.html" target="_blank" rel="noopener">http://www.muslimaccess.com/sunnah/hadeeth/bukhari/013.html</a><br />
<a href="http://www.scribd.com/doc/37518694/Uri-Rubin-Morning-and-Evening-Prayers-in-early-Islam-by-muslims" target="_blank" rel="noopener">http://www.scribd.com/doc/37518694/Uri-Rubin-Morning-and-Evening-Prayers-in-early-Islam-by-muslims</a><br />
<a href="http://quran.com" target="_blank" rel="noopener">http://quran.com</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p>Quelle: <a href="http://diebotschaftdeskoran.blogspot.de/2012/09/freitagsgebet.html" target="_blank" rel="noopener">http://diebotschaftdeskoran.blogspot.de/2012/09/freitagsgebet.html</a> <a href="http://forum.meine-islam-reform.de/index.php/topic,590.msg7912.html#msg7912" target="_blank" rel="noopener">http://forum.meine-islam-reform.de/index.php/topic,590.msg7912.html#msg7912</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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