Ich suche Zuflucht bei Gott vor dem verfluchten Teufel
Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen
7:158 … Glaubt also an Gott und an Seinen Gesandten, der ein ummy (derjenige, der das NT und die Tora nicht gelesen hat) Prophet ist. …
Das Wort „ummy“, welches wir gleich behandeln werden, wird als Begriff für jene Leute gebraucht, die die Evangelien und die Tora nicht gelesen haben. Die Bedeutung dieses Wortes, welches im Koran sechs mal vorkommt, wurde mit der Zeit verändert und als „Analphabet“ berühmt und gelang leider in quasi alle Korankommentaren und Übersetzungen.
Die Nur-Koraner behaupten, dass man keinen Hadithen die vom Propheten überliefert werden, folgen soll. Daher auch ihr Name. Wir diskutieren hier über einen von vielen Versen, die diese Behauptung widerlegen. Wie lässt sich der Glaube der Nur-Koraner mit dem folgeden Vers vereinbaren:
[62:2] Er ist es, der unter den Unwissenden (fie l-ummieyiena) einen Gesandten aus ihren eigenen Reihen hat auftreten lassen, der ihnen seine Verse verliest, sie läutert und sie die Schrift und die Weisheit lehrt. – Früher befanden sie sich offensichtlich im Irrtum. –
Die Diskussion soll auf den folgenden Fragen basieren:
Was ist unter „Lehren“ zu verstehen?
Was ist der Unterschied zwischen dem Verlesen der Verse und dem Lehren der Schrift.
Was ist der Unterschied zwischen dem Lehren der Schrift und dem Lehren der Weisheit?
Wie läutert uns der Prophet? Wie läuft das ab?
Es ist nicht erlaubt, Behauptungen aufzustellen, ohne sie argumentativ zu untermauern. Die Diskussion muss sachlich verlaufen und man sollte sich möglichst kurz halten. D.h. so viel wie nötig und so wenig wie möglich schreiben. Beachtet bitte die Hinweise zum Bereich.
Die Verfechter der Ahadith sind der Meinung, dass eine Sache, die vielfach (mutawatir) überliefert ist nicht falsch sein kann, weil ja eine so große Zahl an Tradenten gegeben sei, dass ein Irrtum nicht möglich wäre. Ein häufig angeführtes Beispiel ist dabei der Ritus des Gebets.
In seinem Artikel „Warum nicht Koran allein?“ ( http://tavhid.de/?p=1323 )geht der Autor der Beantwortung dieser Frage nach – ohne diese jedoch wirklich zu beantworten. Ob dies aus Unkenntnis der entsprechenden innerislamischen Strömung heraus geschieht kann nicht beantwortet werden, doch mit der Argumentation für „Koran alleine“ hat seine Auseinandersetzung allenfalls am Rande zu tun und entsprechend widmet er sich einem Argumentationsbereich der auch innerhalb dieser Strömung kritisch betrachtet wird.
Dies ist ein populäres Argument, um die Beibehaltung der Ahadith als Rechtsquelle zu rechtfertigen. Wie kann man die eine Überlieferung der Tradenten annehemen und die andere jedoch ablehnen?
Diese Argument ist jedoch absurd, da die Frage sich nicht darin erschöpft, wer etwas tradiert hat, sondern was er tradiert und welche Bedeutung dies für die Gläubigen hat. Nur weil z.B. jemand überliefert, dass Affen einen ehebrechenden Affen steinigten hat dies religionsrechtlich gesehen keinerlei Bedeutung.
In Sure al-Maun (107) werden nicht die Heuchler verflucht (munafiq), wie uns eine Vielzahl der Korankommentatoren glauben lassen wollen. Nach diesen Kommentatoren kann es einfach nicht möglich sein, dass Gott betende Muslime verflucht.
Eines der wiederkehrenden Themen die einem beim Studium des Koran begegnen, handelt vom Tag des Gerichts, Erde und Hölle – Themen die das unabwendbare Schicksal der Menschheit bezüglich dessen, was wir getan und Entscheidungen, die wir getroffen haben betreffen und wie unser Schöpfer damit umgehen wird.
Sie befragen dich nach der Stunde, wann sie wohl eintreten werde. Sprich: „Das Wissen darum ist bei meinem Herrn. Keiner als Er kann sie (die Stunde) zu ihrer Zeit bekanntgeben. Schwer lastet sie in den Himmeln und auf der Erde. Sie soll über euch nur plötzlich hereinbrechen.“ Sie befragen dich, als ob du von ihr genaue Kenntnis besäßest. Sprich: „Das Wissen darum ist bei meinem Herrn; doch die meisten Menschen wissen es nicht.“ (7:187)
يسلونك عن الساعة ايان مرسىها قل انما علمها عند ربى لا يجليها لوقتها الا هو ثقلت فى السموت والارض لا تاتيكم الا بغتة يسلونك كانك حفى عنها قل انما علمها عند الله ولكن اكثر الناس لا يعلمون
Dieser Artikel listet will durch die Auflistung verschiedener Verse ein Bild davon geben, wie man sich den Tag des Gerichts vorstellen kann.
Im Folgenden möchte ich eine Interpretation des Verses 2 der Sure 62 vorstellen, die der gängigen orthodoxen Sichtweise widerspricht:
Er ist es, Der unter den Schriftunkundigen einen Gesandten von ihnen hat erstehen lassen, der ihnen Seine Zeichen verliest, sie läutert und sie das Buch und die Weisheit lehrt, obgleich sie sich ja zuvor in deutlichem Irrtum befanden -,
هو الذى بعث فى الامين رسولا منهم يتلوا عليهم ءايته ويزكيهم ويعلمهم الكتب والحكمة وان كانوا من قبل لفى ضلل مبين
Einer der Abschnitte des Koran, die am schwierigsten zu fassen sind, besteht aus den Versen 50 bis 52 der Sure al-Azhab. Entsprechend umfangreich sind die Kommentare in den Werken der Exegeten, die jedoch alle darauf hinauslaufen, dass Gott dem Propheten einen Sonderstatus gewährt habe, was häufig für Verwirrungen und Kritik sorgt.
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