Trinität im Koran

2.5
(4)

Oftmals wird dem Koran vorgeworfen, er wende sich gegen eine falsch verstandene Trinität, die es unter Christen so nicht gäbe. Diese Aussage ist jedoch falsch. Der Begriff „Trinität“ wird im Koran an keiner Stelle benutzt, womit es sich eher um ein Mißverständnis der Inhalte des Korans handelt, als um ein Mißverständnis desselben in Bezug auf Trinität.

Der Koran sagt

Sure 4 Vers 171: „Ihr Leute der Schrift! Treibt es in eurer Religion nicht zu weit (laa taghluu fie dienikum) und sagt gegen Allah nichts aus, außer der Wahrheit! Christus Jesus, der Sohn der Maria, ist (nicht Allahs Sohn. Er ist) nur der Gesandte Allahs und sein Wort (kalima), das er der Maria entboten hat, und Geist von ihm. Darum glaubt an Allah und seine Gesandten und sagt nicht (von Allah, daß er in einem) drei (sei)! Hört auf (solches zu sagen! Das ist) besser für euch. Allah ist nur ein einziger Gott. Gepriesen sei er! (Er ist darüber erhaben) ein Kind zu haben. Ihm gehört, (vielmehr alles), was im Himmel und auf Erden ist. Und Allah genügt als Sachwalter.“ (Paret)

Sure 5 Vers 73: Ungläubig sind diejenigen, die sagen: „Allah ist einer von Dreien.“ Es gibt keinen Gott außer einem einzigen Gott. Und wenn sie mit dem, was sie (da) sagen, nicht aufhören (haben sie nichts Gutes zu erwarten). Diejenigen von ihnen, die ungläubig sind, wird (dereinst) eine schmerzhafte Strafe treffen.“ (Paret)

Diese beiden Verse sind die einzigen, die überhaupt von einer Zahl in Bezug auf Beigesellung sprechen. In beiden Versen werden die Menschen kritisiert, die sagen es gäbe außer Allah noch zwei weitere Götter. Bei diesen beiden Göttern handelt es sich einmal um Jesus und einmal um Maria. (Sure 5 Vers 116: „Und (dann), wenn Allah sagt: „Jesus, Sohn der Maria! Hast du (etwa) zu den Leuten gesagt: „Nehmt euch außer Allah mich und meine Mutter zu Göttern“? „Er sagt: „Gepriesen seist du! (wie dürfte man dir andere Wesen als Götter beigesellen!) Ich darf nichts sagen, wozu ich kein Recht habe. Wenn ich es (tatsächlich doch) gesagt hätte, wüßtest du es (ohnehin und brauchtest mich nicht zu fragen). Du weißt Bescheid über das, was ich (an Gedanken) in mir hege. Aber ich weiß über das, was du in dir hegst, nicht Bescheid. Du (allein) bist es, der über die verborgenen Dinge Bescheid weiß.“ (Paret)

In 5/116 wird zwar nicht explizit erwähnt, daß Maria als Gottheit verehrt würde, aber eine andere Option läßt sich aus dem Koran nicht ableiten.

Wir haben es also mit einem Tritheismus zu tun, wie er in den christlichen Kirchen nicht zu finden ist. Doch zur damaligen Zeit muß es Gruppierungen gegeben haben, die eine solche Troika des Göttlichen favorisierten. Und wirklich: zwei christliche Sekten und damit ebenfalls „Leute der Schrift“ vertraten derlei Lehren: der Kolliridianismus(verehrt Gott und Maria als Götter) und die Mariamiten2 (verehren Gott, Maria und Jesus als Götter). Diese beiden christlichen Sekten (möglicherweise gab es noch andere) scheinen in den genannten Versen also angesprochen worden zu sein und nicht die christlichen Gruppierungen, die eine Trinität im uns heute bekannten Sinne vertreten haben.


1 http://www.ewtn.com/library/HOMELIBR/COLLYRID.TXT

2 „Über das spezifische Land, auf welches wir uns beziehen, sei gesagt, daß Arabien seit Urzeiten bekannt war für seine Ketzereien. Dies kann zum Teil damit in Zusammenhang gebracht werden, daß den verschiedenen Stämmen stets ein gewisses Maß an Freiheit und Unabhängigkeit zugesprochen wurde. Manche der Christen dieses Landes glaubten, daß die Seele zusammen mit dem Körper sterben und gleichfalls wieder am letzten Tage zusammen auferstehen würde. Es wird gesagt, daß Origen diesen Glauben vertreten habe. Unter den Arabern waren es die Häresien von Ebion, Beryllus und die der Nazarener sowie der Collyridianer welche vertreten oder doch zumindest im Gange waren, Verbreitung zu finden. Letztere führten die Jungfrau Maria als Gott ein oder verehrten sie jedenfalls als solchen indem sie ihr eine Art gedrehtes Gebäck (wie ein Zopf?) darreichten, das Collyris genannt wurde und somit dieser Sekte ihren Namen verlieh. Diese angenommene Göttlichkeit der Jungfrau Maria war auch bei manchen Vertretern des Konzils zu Nicäa populär; sie postulierten, daß zwei Gottwesen neben dem Vater bestünden, nämlich Christus und die Jungfrau Maria. Sie wurden in der Folge die Mariamiten genannt. (George Sale, The Koran, IX Edition of 1923, J B Lippincott Company, London, Seite 25)

Ergänzende Quellen:

  1. Pastor Henry Adelbert Thomson (Cincinnati, Ohio)
    Es ist offensichtlich, dass die Tendenz, dem populären Strom nachzugehen, welcher bei kirchlichen Würdenträgern sowohl in dieser Zeit als auch in jetziger existierte, bei vielen fortbestand, die kirchliche Ämter besetzten, sodass sie Glaubensansichten genehmigten oder gut hießen, welche unabhängigere Pfarrer als fehlerhaft ansahen. Die Leute ließen sich von Pfarrern führen. Sogar der furchtlose und mächtige Augustinus, und mit ihm solche anstrengende Leute wie Johannes Chrysostom und Gregor von Nazianz und Nyssa, waren unfähig, den Strom in einigen Angelegenheiten einzudämmen, die nicht missbilligt wurden. Die Anbetung Marias und der Heiligen fand populäre Stimmung und gefiel der populären Laune; so auch den großartigen Anführern. Konfrontiert mit einem Enthusiasmus, waren sie wirklich machtlos, diese einzudämmen, sodass sie sich bis zu einem gewissen Punkt abbemühten und eine Trennung zwischen Latrie und Dulia aufrecht erhielten. (…) die reine, christliche Doktrin führte zur Verehrung der Heiligen; die Verehrung des weiblichen Ideals, zusammen mit dem merkwürdigen Verhältnis Marias zu Christus, bezeichnete sie als „Königin der Heiligen“ (…) die Praktik der Mariolatrie gewann einen enormen Impuls, zusammen mit der Anbetung der Heiligen, im Besonderen in der post-nicänischen Periode (…) Die Kirche war immer noch verdunkelt und dessen Doktrin erniedrigt. In solch einer Zeit litten solche Elemente des Glaubens, welche bereits zum Götzentum geneigt waren, am meisten und gewann Ansehen in der Praxis. Heilige, Reliquien, Bilder mit Maria als Königin des Himmels an der Spitze (von ihnen), nahm beinahme als Anbetung der Leute Überhand. [9]
  2. Ernst Benz
    Die jungfräuliche Geburt drang in die Glaubenssätze der gesamten Christenheit ein und wurde zu eines der stärksten Motive der Liturgie und Anbetung der frühen Kirche. Die Verehrung der Mutter Gottes machte einen großen Sprung, seitdem Konstantin das Christentum zur Staatsreligion des Reiches erklärte und die heidnischen Massen in die Kirche strömten. Seit tausenden von Jahren nahm die religiöse Mentalität der Leute aus dem Mittelmeer und dem Nahen Osten aufgrund dem Kult der großartigen Mutter-Göttin und heiligen Jungfrau Form an.
    Von den antiken populären Religionen Babyloniens bis hin zu den Religionen des späten hellenistischen Zeitalters wurde die großartige Göttin unter den verschiedensten Formen angebetet. Die Leute, die ihren Kult ausgeübt haben, konnten sich nicht der alleinigen Dominanz des Gottvaters und der strikten, patriarchalischen Struktur der jüdischen Religiösität anpassen, die von den frühen Christen übernommen wurde.
    Diese alte Tradition ließ eine neue Form der Audrucksweise innerhalb der christlichen Kirche entstehen und fand dies in der Verehrung der jungfräulichen Mutter Gottes wieder, in der die mysteriöse Einheit des göttlichen Logos mit der menschlichen Natur vollendet wurde…
    In Ägypten begann die Verehrung Marias sehr früh. Origenes, der alexandrinische Vater der Kirche, verwendete den Titel „theotokos“ – Gottesträgerin des dritten Jahrhunderts. Das zweite Konzil von Ephesus gab die Zustimmung dieses Titels. Das zweite Konzil von Konstantinopel fügte den Beinamen „ewigliche Jungfrau“ hinzu. Die Gebete und Hymnen der orthodoxen Kirche beschwören den Namen der Mutter Gottes, genauso oft wie die Namen Christi und der Heiligen Trinität. Ein gutes Beispiel solch einer Huldigung kann man in der eucharistischen Liturgie des Heiligen Johannes Chrysostom gefunden werden, beim Rückschluss des großartigen Gebets der Fürsprache:
    „Fürwahr ist es wert, dich zu lobpreisen, Gottesträgerin, ewiglich gepriesene und perfekte, tadellose Mutter unseres Gottes, die mehr Wert an Ehre als die Cherubim besitzt und unvergleichbar mehr Ruhm als die Seraphim, die du unverletzt den göttlichen Logos zur Welt gebracht hast – Dich, wahre Mutter Gottes, preisen wir.“ [10]
  3. Professor des Neuen Testaments Beverly Roberts Gaventa
    Orthodoxe Theologen bestehen darauf, dass Maria diese Gunst verdient und aus diesem Grund wird sie als Panhagia identifiziert, oder Allheilig. Von Geburt an ist sie ohne Sünde. Ihre eigene Heiligkeit und ihre heilige Mutterschaft berechtigt ihre hohe Verehrung, die von der Kirche gesichert wird. Maria ist „die erste in der Menschheit, die durch ihre komplette Wandlung ihres Wesens den Zustand erreicht hat, zu der jede Kreatur herbeibeschworen wurde. Sie hat schon die Grenze zwischen Zeit und Ewigkeit überschritten und findet sich selbst nun im Königreich, auf den die Kirche mit dem zweiten Kommen Christi wartet.“ Aufgrund Marias eigene Heiligkeit, steht sie in Solidarität mit der geheiligten Menschheit, die von der Kirche begründet wurde. Wegen diesen Gründen, preist die orthodoxe Tradition mit Ikonen und Lobliedern Maria „im Mittelpunkt der Heiligen als Vertretung der anbetenden und betenden Gesellschaft.“ [11]
  4. Professor James R. Adair
    …die höchste Verehrung wurde Maria, der Mutter Jesus, gewidmet. Historisch betrachtet kann die Verehrung der Maria mit den Streitereien über den Term theotokos verbunden werden, was von Nestorius verworfen, aber von den meisten Christen des heutigen Tages akzeptiert wurde. Die Verehrung Marias war besonders unter einfachen Leuten populär und den Mönchen, insbesondere im Osten. [12]
  5. Pastor James Gardner
    Mariolatrie, die Anbetung der Jungfrau Maria. Im vierten Jahrhundert, in Folge der Vorherrschaft des asketischen Geistes, entstanden die extravagantesten Meinungen in Bezug auf die Jungfräulichkeit und Maria, der Mutter unseres gesegneten Herrn, wurde als Ideal des Zölibatlebens verehrt. Um diese Zeit entstand eine Meinung, dass es im Tempel von Jersualem Jungfrauen gab, die sich Gott weihten, unter ihnen Maria groß wurde im Gelübde der ewiglichen Jungfräulichkeit. Im Ende des vierten Jahrhunderts wurde es üblich, die Mutter mit der Bezeichnung „Mutter Gottes“ zu benennen… Die Anbeter der Maria hatten die Oberhand und im fünften Jahrhundert wurden in die Kirchen Bilder von Maria gesetzt, wie sie den Säugling Jesus in den Armen hält. Einst eingeführt, verbreitete sich diese Art der Anbetung sehr schnell und Maria wurde zum offensichtlichen Gegenstand der Anbetung in den Kirchen, sowohl im Osten als auch im Westen… gegen Ende des zehnten Jahrhunderts herrschte diese Tradition unter den Lateinern vor, indem Massen gefeiert haben und sich Samstags des Fleisches entzogen, in Ehre der Maria. Um die selbe Zeit, wurde der tägliche Amt Marias, welchen die Lateiner den kleineren Amt nennen, eingeführt und dies wurde später von Papst Urban II bestätigt. Im Konzil von Klemens, kam der Rosenkranz ebenso in Gebrauch, bestehend aus fünfzehn Wiederholungen des Vaterunsers und einhndert Begrüßungen der heiligen Maria; und die Krone der heiligen Maria, die bei den Lateinern aus sechs oder sieben Wiederholungen des Vaterunsers bestand und sechsig oder siebzig Begrüßungen der Heiligen Jungfrau, je nach ihrem Alter, die verschiedene Autoren ihr zuschrieben. Mariolatrie wurde nun zu einer etablierten Doktrin und Praktik in der Kirche Roms und bis zum heutigen Tag hat es fortgedauert und einen sehr besonderen Platz in ihrem Ritual eingenommen; zugleich Maria mit der selben Intensität die Anbetung der orientalen Kirche unter dem Namen Panagia, oder Allheilig, erhält… [13]
  6. Deutscher Professor Johann Heinrich Kurtz
    …Die Collydrianer – eine weibliche Sekte in Arabien, datiert im vierten Jahrhundert – welche ihr Brot-Kuchen anboten (dadurch die Imitation der hedinischen Anbetung des Ceres). Epiphanius, der gegen die Sekte war, bestand darauf:…. Über die Antidicomarianiten, Komp. 92. Aber während der nestorianischen Streiterei, wurde die Marienverehrung wiederum in der Kirche üblich. Im fünften Jahrhundert, dem 25. März, wurde das Fest der Verkündigung Mariä gefeiert… [14]
  7. Pastor John Dowling
    Wenn wir, auf der einen Seite, den ernsten Sinn, bei welcher diese Kirchenväter mit der ewigen Jungfräulichkeit Marias zufrieden waren und auf der anderen Seite die extravaganten Ehrungen des Zustands der Jungfräulichkeit, beachten, so müssen wir nicht darüber erstaunt sein, dass die Vorstellung bald unter einigen vrebreitet war, dass sie die „Gottesmutter“ ist. Da sie nun so bezeichnet wurde, war sie der Ehre und der göttlichen Anbetung würdig. Um diese Zeit herum entstand eine Sekte, deren merkwürdige Lehre es war, dass die Jungfrau Maria in Anbetung verehrt werden soll und dass religiöse Ehren ihr gerichtet werden sollen. Sie wurden Collydrianer genannt, von collyridae, die Kuchen, die sie der Jungfrau anboten… [15]
  8. Kirche Englands Vierteljahresheft
    Die ersten Leute, über die berichtet wird, göttliche Ehrung der Jungfrau Maria angeboten zu haben, waren die Collyridianer, die ihre Namen von den (…), bestimmte Kuchen, welche sie jährlich der Heiligen Maria anboten, als sie sie als Göttin anbeteten. Dieser Aberglaube kam aus Thrakien und aus weiteren distanten Regionen wie Skythien und Arabien… [16]
  9. Professor der Studien des Neuen Testaments Amy-Jill Levine
    Es gibt sogar starke Hinweise darauf, dass Maria als eine Göttin verehrt wurde. Im vierten Jahrhundert ordnete Epiphanius (315-403 n.Chr.) den Gläubigen nicht an, Maria anzubeten, sondern nur den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist, was darauf andeutet, dass solch eine Handlung sich für eine Weile durchsetzte. [17]
  10. Professor of religious studies Gail Paterson Corrington
    Es wäre sicherlich nicht verwunderlich, wenn die christlichen Frauen Ägyptens eine andere göttliche Mutter fanden, mit denen sie sich identifizieren; die christlichen Frauen Arabiens, weswegen Epiphanius entsetzt war, taten eine ähnliche Sache, indem sie statt Jesus Maria anbeteten… Die Kuchen (kollybas) haben die Collydrianer der Maria bei der Anbetung angeboten. Diese Anbetung wird auf ähnliche Art zu den Kuchen, die Isis als Königin des Himmels angeboten wurden, vollzogen… [18]
  11. Mary Walsh
    Der Entscheidung des ersetn Konzils wurde zugestimmt und Maria war die theotokos, d.h. „Gottesmutter“. Dieses Datum, 431 n.Chr., kennzeichnet die Zeit, als Maria in der Vormachtstellung war und ihre Verehrung und Anbetung begann. …. Um die Mitte des vierten Jahrhunderts, gemäß Geronimus, Augustinus, Gregor, Epiphanius und anderen, entstanden Lehren in Bezug auf Jungfrauen, die Gelübde der Heiligkeit und Keuschheit auf sich nahmen und ihr ganzes Leben dem Dienst des Tempels in Jerusalem widmeten. Unter diesen Jungfrauen war Maria, die ihr Leben Gott weihte, indem sie das Gelübde der ewigen Jungfräulichkeit auf sich nahm. Es wurde deklariert, dass ihre Ehe mit Joseph formell war und sie weiterhin Jungfrau blieb, bis sie starb. Dies war die neue Lehre und führte zu lang debattierten Argumenten, ob Maria eine ewiglcihe Jungfrau war oder nicht. Der andere Ausdruck der neuen Lehre war, dass Maria die „Gottesmutter“ war und deswegen mit der Hingabe und Ehre betitelt wurde. Diese extravaganten Ehrentitel, die Maria übertragen wurden, führte zur Entwicklung einer Sekte, genannt Collydrianer, abstammend von dem Wort collyridae, die Kuchen, die der Jungfrau Maria dargeboten wurden. Diese Sekte betrachtete Maria als anbetungswürdig göttlicher Anbetung. Somit wurde die Schleuse der Seligsprechung der Jungfrau geöffnet [19]
  12. Thomas Anthony Trollope
    Collyridianer, aus dem griechischen Wort andeutend für ein Stück Brot oder Kuchen in einer zylindrischen Form; eine Sekte der Christen, die gegen Ende des vierten Jahrhunderts entstanden und zusammen mit einer anderen Sekte, genannt Antidico-Marianiten, füllten sie ganz Arabien mit Streitigkeiten und Unruhe. Die letzteren bestanden darauf, dass die Jungfrau Maria ihren Status als tadellose nach der Geburt Christi nicht beibehielt, in jospeh autem mariti sui concubitu adhuc indulgebat. Die Collyridianer hingegen, die hauptsächlich aus Frauen bestanden, beteten die Jungfrau als Göttin an und baten sie um Gunst durch Trankopfer, Opfergaben und Opfergaben als Kuchen. [20]
  13. Professor Maxwell E. Johnson
    Epiphanuis von Salamis (315-403 n.Chr.), gemäß seinem Zeugnis: es existierte nicht nur eine animarianische Gruppe namens Antidicomarianiten, die Marias ewige Jungfräulichkeit verneinten, sondern auch eine extreme promarianische Gruppe, bekannt als Collydrianer (von Kuchen), eine Gruppe hauptsächlich aus Frauen bestehend, die Maria als Göttin anbeteten, ihr anboten und dann kleine Kuchen konsumierten und eine weibliche Priesterschaft besaßen… [21]
  14. Protestantischer Theologe und Kirchenhistoriker Phillip Schaff schreibt:
    Epiphanius, in seiner 78. Häresie, bekämpft die Befürworter der Gegenseite in Arabien gegen Ende des vierten Jahrhunderts (367), als Häretiker unter der Bezeichnung der Antidiomarianiten, Gegner der Würde Marias, d.h. ihrer spirituellen Jungfräulichkeit. Aber auf der anderen Seite verurteilt er in seiner 79. Häresie die gleichzeitige Sekte der Collyridianer in Arabien, eine Reihe von fanatischen Frauen, als Priesterinnen bekannt, die göttliche Anbetung Marias… [22]
  15. Pastor George William D. Evans
    Die religiöse Anbetung, die nun der Jungfrau gewidmet wurde, sieht ganz klar ableitbar aus: undzwar von dem, was weiblichen Gottheiten in alten Zeiten gewidmet wurde. Wie widerwillig sich die Konvertiten vom Heidentum von der Anbetung dieses Geschlechts verabschieden konnten, ist von häretischen Ansichten, die von Collydrianern festgehalten wurde, ersichtlich – eine Sekte, welche Ende des vierten Jahrhunderts entstand und Kuchen (collyridae) der Jungfrau Maria als Göttin und Königin des Himmels anbot… [23]
  16. Erich Fromm
    In der nestorianischen Kontroverse wurde ein Beschluss gegen Nestorius in 431 eingereicht, dass Maria nicht nur die Mutter Christi, sondern auch die Mutter Gottes ist und am Ende des vierten Jahrhunderts entstand ein Kult um Maria und Männer richteten ihre Gebete an sie. Etwa um die selbte Zeit spielte die Darstellung Marias eine große und immer ansteigende Rolle. Die nachfolgenden Jahrhunderte fügten mehr und mehr Bedeutung zur Mutter Gottes und ihre Anbetung wurde üppigiger und üblicher. Altare wurden für sie aufgerichtet und ihre Bilder wurden überall gezeigt. [24]
  17. Englischer Historiker Edward Gibbon
    Die Christen des siebten Jahrhunderts sind der Ähnlichkeit des Heidentums verfallen: ihre öffentlichen und privaten Gelöbnisse waren an Relikten und Bildern, die die Tempel des Ostens schmähten: Der Thron des Allmächtigen wurde durch eine Wolke der Märtyrer, Heilige und Engel, den Gebilden beliebter Verehrung, verdüstert; und die Collydrianischen Häretiker, die auf fruchtbarem arabischem Boden florierten, behandelten die Jungfrau Maria als Name und Ehre einer Göttin. Die Mysterien der Trinität und Inkarnation scheinen dem Prinzip der Göttlichen Einheit zu widersprechen. In ihrer offensichtlichen Ansicht, stellen sie drei gleichwertige Göttlichkeiten dar und transformieren den Menschen Jesus in das Wesen des Gottessohnes: orthodoxe Kommentare werden nur ein gläubiges Gemüt befriedigen: extreme Kuriosität und Eifer haben den Vorhang des Heiligtums zerrissen; und jede der orientalischen Sekten waren im Eifer, zu bekennen, dass alle, außer sie selbst, den Tadel des Götzentums und Polytheismus verdient haben. Der Glaube Mahomets ist frei von Misstrauen oder Mehrdeutigkeit; und der Koran ist eine wunderbare Bezeugung der Einheit Gottes. Der Prophet von Mekka verwarf die Anbetung der Götzen und Menschen, der Sterne und Planeten, anhand dem rationalen Prinzip, dass alles, was aufsteigt, absteigen muss, dass alles, was geboren wurde, sterben muss, dass was auch immer käuflich ist, verfallen und untergehen muss. [25]

[1] The Koran translation and Notes (2007) von George Sale S. 27

[2] Gilbert Reid – The Biblical World: Band 48, Nr. 1, S. 12

[3] An Examination of Mr. Robinson of Cambridge’s Plea for the Divinity of Our Jesus Christ [London: Printed for J. Johnson, No. 72 St. Paul’s Church-Yard] von Theophilus Lindsey  S. 124

[4] Readings in Biography: A Selection of the Lives of Eminent Men of All Nations [The second Edition. London: John W. Parker, West Strand. (1899)] von William Cooke Taylor S. 192

[5] The Eclectic Magazine: Foreign Literature science and Art. [September to December 1850.] von John Holmes Agnew, Walter Hilliard Bidwell, Band 21, S. 40

[6] Dictionary of Doctrinal and Historical Theology von John Henry Blunt S. 441

[7] The North British Review [Febraury 1850 – August 1850] von Allan Freer Band 13, S. 197

[8] History of the Conflict Between Religion and Science [New York : D. Appleton and company 1875] von John William Draper S. 78 – 79

[9] Henry Adelbert Thompson The Catholic Cultus of the Virgin Mary: The American Journal of Theology: Band 10, Nr. 3, S. 480 – 484

[10] The Eastern Orthodox Church: Its Thought and Life von Ernst Benz S. 61 – 62

[11] Mary: Glimpses of the Mother of Jesus von Beverly Roberts Gaventa S. 15 -16

[12] Introducing Christianity von James R. Adair S. 207

[13] The faiths of the world : an account of all religions and religious sects, their doctrines, rites, ceremonies, and customs (1858) von Reverend James Gardner,  Band 6, S. 372 – 373

[14] History of the Christian Church to the Reformation von Professor Johann Heinrich Kurtz  S. 223

[15] The History of Romanism: from the Earliest Corruptions of Christianity to the present time [sixth edition 1845] von Pastor John Dowling S. 82

[16] The Church of England quarterly review, [London: William Edward Painter, 342 strand] – Band 9, S. 172

[17] A Feminist Companion to Mariology von Amy-Jill Levine, Maria Mayo Robbins S. 173

[18] Gail Paterson Corrington Her Image of Salvation: Female Saviors and Formative Christianity S. 96 – 97

[19] Bible Lessons For Catholics [Copyright 2002, Published by TEACH services, INC.] von Mary Walsh S. 70 – 71

[20] An encyclopædia ecclesiastica; or, A complete history of the Church von Thomas Anthony Trollope S. 403

[21] Praying and believing In early Christianity von Maxwell E. Johnson S. 83

[22] History of the Christian Church [Third revision – New York: Charles Scibner’s Sons 1891] von Phillip Schaff Band 3, S. 417

[23] The classic and connoisseur in Italy and Sicily, with an appendix: (1835) von Reverend George William D. Evans Band 2, S. 59

[24] The Dogma of Christ: And Other Essays on Religion, Psychology and Culture von Erich Fromm S. 62 – 63

[25] The History of the Decline and Fall of the Roman Empire, [Philadelphia 1816] von Edward Gibbon – Band 6, S. 249

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