Was tun?

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Neulich wurde ich gefragt, was man tun könne, um den rechten Weg einzuschlagen. Es sei nämlich mitunter gar nicht so schwer, die Wahrheit zu erkennen, vielmehr sei es immens schwierig, die Erkenntnis umzusetzen.

Dies ist zweifellos richtig. Nichts ist schwieriger, als sich von alten Gewohnheiten zu trennen und es ist ein innerer Kampf mit dem eigenen Ego. Doch dieser Kampf ist zu gewinnen – wenn man dies will. Gott sagt in Sure 13 Vers 11:

 

Er (der Gesandte) hat Beschützer vor und hinter sich; sie behüten ihn auf Allahs Geheiß. Gewiß, Allah ändert die Lage eines Volkes nicht, ehe sie (die Leute) nicht selbst das ändern, was in ihren Herzen ist. Und wenn Allah einem Volk etwas Übles zufügen will, so gibt es dagegen keine Abwehr, und sie haben keinen Helfer außer Ihm.

له معقبت من بين يديه ومن خلفه يحفظونه من امر الله ان الله لا يغير ما بقوم حتى يغيروا ما بانفسهم واذا اراد الله بقوم سوءا فلا مرد له وما لهم من دونه من وال

Diese Konstellation ist bemerkenswert! Alles hängt von unserer eigenen Einstellung ab. Wenn wir etwas wirklich wollen, so gestattet Gott uns, dies in die Tat umzusetzen. Dies erfordert jedoch eine enorme Ehrlichkeit sich selbst gegenüber und unter Umständen auch den Abschied von liebgewonnenen Lebensumständen, Gewohnheiten und ggf. auch von Menschen. Dies ist für viele Menschen eine zu große Last, die sie nur zu gerne für den raschen Genuss, dass kurze Glück, den leichten Erfolg liegen lassen. Doch auf Dauer kann es den Menschen nicht befriedigen sich gegen die Wahrheit zu stellen; deswegen wird er versuchen diese Wahrheit zu verdrängen, er wird sie nicht wahrhaben wollen und letztlich wird Gott diesem Wunsch ebenfalls stattgeben.

Versiegelt hat Allah ihre Herzen und ihr Gehör; und über ihren Augen liegt ein Schleier; ihnen wird eine gewaltige Strafe zuteil sein. (2:7)

ختم الله على قلوبهم وعلى سمعهم وعلى ابصرهم غشوة ولهم عذاب عظيم

Hat man erst einmal dieses Stadium erreicht, so kann nur noch Gott selbst uns aus dieser Lage befreien, wir selbst haben unsere Chance vertan, indem wir den leichten Weg gewählt haben. In einem solchen Falle hat man die Freuden des irdischen Lebens der Wahrheit vorgezogen. Nicht umsonst warnt uns der Koran uns von irdischen Gütern abhängig zu machen, denn letztlich werden wir nichts behalten können. Manches verlieren wir sogar noch zu Lebzeiten: so verlieren wir unser Vermögen, unsere Gesundheit, Familie, Freunde, alles kann bereits morgen der Vergangenheit angehören und was ist dann? Ist unser Leben nur etwas wert, wenn wir es unseren gesellschaftlichen Standards entsprechend mit „Werten“ füllen, oder liegt der Wert in der Möglichkeit sich selbst treu zu bleiben und seiner natürlichen Veranlagung entsprechend nach der Wahrheit zu suchen, die uns die Erkenntnis schenkt, dass letztlich auch dieses Leben zu Ende gehen wird und es ein verschwendetes, unfreies Leben ist, wenn wir uns in Abhängigkeiten begeben.

O ihr, die ihr glaubt, lasset euch durch euer Vermögen und eure Kinder nicht vom Gedenken an Allah abhalten. Und wer das tut – das sind die Verlierenden. (63:9)

يايها الذين ءامنوا لا تلهكم امولكم ولا اولدكم عن ذكر الله ومن يفعل ذلك فاولئك هم الخسرون

Gott ist das einzige, was dauerhaft existiert. Weder Kinder, noch Vermögen, noch jeglicher sonstiger Luxus währt ewig. Deswegen ist es so wichtig zu sehen, dass keine Sache vor Gott kommen darf, denn Gott enthält alle diese Dinge, denn erst Gott hat sie mit der Möglichkeit der Existenz bedacht. Oder einfacher: Ohne Gott existiert nichts. Und Gott ist die Wahrheit. Wer die Wahrheit ablehnt, der erkauft sich die grenzen der Ewigkeit, die doch eigentlich grenzenlos ist – weil er den leichten Weg gehen will.

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