Quran im Lichte der Verse: “Der Anfang: Adams erste Prüfung” (Eyüp Üzümcü – Übersetzer bekannt – Bearbeitung A. Heisig)

Bevor wir auf das Thema “Der Anfang; Adams erste Prüfung” zu sprechen kommen, schauen wir uns einmal an, was unsere Religionsquelle Quran, über sich selbst so zu sagen hat:

Das Thema des Adam wird im Quran detailliert in den Kapiteln Bakara, Araf und Taha abgehandelt.

Gott, der dieses Universum aus dem Nichts erschaffen hat, hat auch seinen Quran, sowie die sichtbaren Ayat ausführlich erläutert.

Quran im Lichte der Verse: “Der Anfang: Adams erste Prüfung” (Eyüp Üzümcü – Übersetzer bekannt – Bearbeitung A. Heisig) weiterlesen

„Hadith as Scripture“ von Aisha Y Musa

CoverDas Buch „Hadith as Scripture – Discussions on the Authority of Prophetic Traditions in Islam“ widmet sich der Entstehung des sunnitischen Islam im Hinblick auf die Einführung der Sunna als verbindliche Quelle religiöser Autorität. Neben einer Einführung in die Relevanz des Themas, gliedert sich das Werk in drei Teile: Diskussionen der früheren Zeiten, aktuelle Diskurse und eine Übersetzung des Buches „Kitab Jima’al-‚ilm“ von Imam Al-Shafi.

„Hadith as Scripture“ von Aisha Y Musa weiterlesen

Zu Islam, Frieden und Friedenmachen Teil 4 (von A.v.Denffer)

Das Gedicht an Hubaischa

Auf eine wichtige außerkoranische Belegstelle zu „aslama“ sollte, wie schon oben gesagt, noch näher eingegangen werden: اسلمى حبيش  على نفد من العيش  .

Wir lasen bereits bei Horovitz, daß “aslama“ „nach aramäischem Vorbild auch in die religiöse Sphäre übertragen worden sei. Vielleicht war das schon vor Muhammad geschehen; in den Worten, die der Ğādimit an seine Frau richtet: aslimī Hubaiš ’alā nafadin min al-’aiš I. Hiš. 837,15 hat aslimi offenbar die Bedeutung „ergib dich in dein Schicksal.“[133]

Zu Islam, Frieden und Friedenmachen Teil 4 (von A.v.Denffer) weiterlesen

Zu Islam, Frieden und Friedenmachen Teil 3 (von A.v.Denffer)

Wortwurzel und Ableitungen

Wenn wir uns zunächst auf das eigentlich Selbstverständliche verständigen können, haben wir folgende Ausgangsposition:

Die Wortwurzel, um die es hier geht, heißt „salima“ und bedeutet „wohlbehalten, unversehrt, sicher sein.“

Ihr sogenannter IV. Stamm lautet „aslama“, d.h. „verlassen“ u.a., das hier nicht zur Debatte steht, dann aber „sich ergeben, sich hingeben … sich Gott ergeben erklären, Muslim werden, den Islam annehmen…“[79]

Zu den abgeleiteten Wörtern gehören:

salm: Friede

silm: Friede; Religion des Islam

salam: Frieden

islam: Hingabe (an Gott), Ergebung (in Gott)

al-islam: Religion des Islam

istislam : Unterwerfung, Kapitulation; Ergebenheit, Ergebung , Resignation, Selbstaufgabe. [80]

Zu Islam, Frieden und Friedenmachen Teil 3 (von A.v.Denffer) weiterlesen

Zu Islam, Frieden und Friedenmachen Teil 2 (von A.v.Denffer)

islam“ und „Ganzheit“

Die bislang umfassendste Erörterung des Fragenkomplexes nach Ursprung und Bedeutung des Wortes „islam“ hat der schwedische Semitist Helmer Ringgren vorgelegt. Allerdings wurde auch sie von vielen seiner Fachkollegen ignoriert und spielt insbesondere in der „Enzyklopädie des Islam“ keine Rolle. Im Artikel „Islam“ kommt sie überhaupt nicht vor,[32] im Artikel „Salam“ wird sie lediglich am Ende der Bibliographie als letztes angezeigt,[33] doch ist in dem Artikel selbst kein Bezug darauf erkennbar. Auch ist sie nicht vollständig, denn sie läßt beispielsweise die Fülle der koranexegetischen Literatur und ebenso die arabischen lexikographischen Fachbücher praktisch unberücksichtigt.

Zu Islam, Frieden und Friedenmachen Teil 2 (von A.v.Denffer) weiterlesen

Zu Islam, Frieden und Friedenmachen Teil 1 (von A.v.Denffer)

 Der Name der Weltreligion „Islam“ wird im Deutschen üblicherweise mit „Unterwerfung“ übersetzt. Ist es berechtigt, statt dessen vom „islam“ als „Friedenmachen“ zu sprechen und damit eine wohl weniger beachtete, aber gerade heutzutage um so bedeutendere Dimension in den Blick zu rücken? Der vorliegende Beitrag  zieht zur Untersuchung dieser Frage sowohl nichtmuslimische als auch muslimische Quellen heran. Zwar haben die nichtmuslimischen Fachwissenschaftler sich  verschiedentlich zur Grundbedeutung des Wortes „islam“ geäußert, doch sind sie, wie hier erkennbar wird, anders als gemeinhin angenommen, in Wirklichkeit nicht zu einer übereinstimmenden Meinung gekommen. Sie sprechen vielmehr von teils ähnlichen, teils recht unterschiedlichen Konzepten wie „Heil“ aber auch „Ganzheit“, „Ausschließlichkeit“ u.a.m. 

Zu Islam, Frieden und Friedenmachen Teil 1 (von A.v.Denffer) weiterlesen

Was bedeutet es, dem Gesandten zu folgen?

Die Mehrheit der Muslime ist der Ansicht, daß der Koran gebiete, dem Propheten Muhammad in jeder Hinsicht zu folgen. Um dies zu belegen werden u.a. die folgenden Verse angeführt:

Sure 53 Vers 3-4: „Und er redet nicht aus seinen Gelüsten heraus. Es ist nur eine Offenbarung, die offenbart wird.“

Sure 4 Vers 64: „Und wir entsandten keinen Gesandten, außer damit ihm gehorcht wird, durch die Erlaubnis Allahs.“ 

Sure 4 Vers 80: „Und wer dem Gesandten gehorcht, der gehorcht Allah.“

Es gibt noch weitere Verse ähnlichen Inhaltes, die im Grunde genommen alle dasselbe sagen: man soll dem Gesandten folgen.

Doch was bedeutet dies nun genau? Für Sunniten und Schiiten ist diese Antwort klar: der Prophet ist uns in jeglicher Hinsicht ein Vorbild und allem, was er sagt ist Folge zu leisten, denn er spricht nicht aus seinen eigenen Gelüsten heraus. Soweit so unklar, denn eine solche Deutung der obgen Verse wirft Fragen auf.

Was bedeutet es, dem Gesandten zu folgen? weiterlesen

Zakat im Koran

Definition:

Der Begriff Zakat bedeutet übersetzt Reinheit bzw. Reinigung. Diese Reinigung steht in direktem Zusammenhang mit dem Begriff Sadaqa (Spende). Dies ergibt sich aus dem Vers 103 der Sure 9:

„Nimm aus ihrem Vermögen eine Almosengabe (sadaqa), um sie damit rein zu machen und zu läutern (tutahhiruhum wa-tuzakkiehim bihaa), und sprich den Segen über sie (salli `alaihim)! Dein Segen (salaat) ist eine Beruhigung für sie. Allah hört und weiß (alles). -„ (Paret)

Zakat im Koran weiterlesen

Imam Al-Shafis Koranexegese

Imam Al-Shafi gilt unter Sunniten als eine Koryphäe des islamischen Rechts. Um so erschreckender, daß Al-Shafi sich offenbar den Koran so hingedreht hat, damit es in sein Konzept paßt. Dies kann man nachlesen in seinem Buch „Kitab Jima al-ilm“. Dort führt er im ersten Kapitel einen Disput mit einer Person, die sämtliche Ahadith als Rechtsquelle ablehnt, was übrigens der Beweis dafür ist, daß es schon viel länger Personen gibt, die die Sunna als Rechtsquelle ablehnen, als Sunniten bewußt ist. In diesem Disput gewinnt natürlich Al-Shafi, doch sehen wir uns seine Argumente einmal genauer an.

Imam Al-Shafis Koranexegese weiterlesen

Die Widerlegung der „Widerlegung der Quraniten“

Es gibt etliche Gründe, die dafür sprechen, daß man nur dem Koran folgen sollte. Dennoch gab es schon in frühester Zeit Diskussionen über die Relevanz weiterer Schriften neben dem Koran. Diese Diskussionen haben nun auch die heutige Zeit erreicht und es finden sich an vielen Stellen im Internet Argumente für und wider die Überlieferungen. Ab und an kommt es dabei auch vor, daß die Argumente eher einem verzweifelten Aufschrei, als einer sachlichen Auseinandersetzung mit der Thematik gleichen. Ein solches Beispiel hier in einzelnen Punkten aufgezeigt werden. Es handelt sich dabei um den folgenden Artikel: http://www.dawa-salafiya.info/allgemeines/Widerlegung%20der%20Quraniten.pdf. Zur besseren Übersicht werde ich zuerst die einzelnen Aussagen des Artikels darlegen und im Anschluß die Denk- und Logikfehler aufzeigen.

Die Widerlegung der „Widerlegung der Quraniten“ weiterlesen